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Rostock Rostock hat Bock auf die Buga
Mecklenburg Rostock Rostock hat Bock auf die Buga
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00:00 16.01.2018
Fast 100 Rostocker ließen sich im Rathaus die ersten Pläne für die Buga- Bewerbung vorstellen. Quelle: Fotos: Söllner, Arscholl; Grafik: Barz
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Stadtmitte

Die Macher im Rathaus hatten mit Vielem gerechnet – mit Ablehnung, Kritik, Protest. Aber es kam komplett anders: Erstmals wurden gestern Abend die Pläne für eine Bewerbung öffentlich vorgestellt – und die Resonanz war geradezu überraschend positiv. Rostocks Bürger haben offenbar Bock auf die Bundesgartenschau 2025 (Buga). „Es wird höchste Zeit, dass die Hansestadt endlich die Entwicklung rund um den Stadthafen angeht. Wenn Rostock diese Ideen umsetzt, wäre die Stadt ein Mal mehr Impulsgeber für das gesamte Land“, lobt beispielsweise Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landestourismusverbands und selbst Bürger der Stadt. Auch Jens Rademacher, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), warb für die Gartenschau: „Das Rostocker Oval hat es verdient, dass es endlich entwickelt wird.“

Erster Bürger-Dialog: Viel Lob für Gartenschau-Pläne / Bürger sollen weitere Ideen liefern

Planungen werden konkreter

Insgesamt sechs Planungsbüros aus ganz Deutschland arbeiten seit Wochen an der Machbarkeitsstudie zur Buga – und an einer möglichen Bewerbung. „Wir wissen noch nicht, wo welche Blumen blühen werden, wo die Parkplätze sein sollen oder was der Eintritt kosten wird“, so Bernhard Schwarz, Landschaftsarchitekt im federführenden Berliner Büro „Sinai“. Im ersten Schritt gehe es um die Entwicklung des Stadthafens. Und dafür haben die externen Experten viele Ideen. Ganz oben auf ihrer Agenda: Die L 22 soll „überdacht“ werden. „Rostock braucht dieses Plateau. Die Straße ist eine riesige Barriere zwischen Stadt und Wasser.“ Im Bereich des Christinenhafens sehen die Fachleute das neue Archäologische Landesmuseum. „Die Stadt will das, das Land auch“, so Schwarz. Auch eine neue „Markthalle“ – für Handel und Gastronomie – könnte dort entstehen.

Einen Fokus wollen die Architekten auch auf das so genannte Oval – den Osthafen – richten. Wo heute noch Veolia und der Stadtbauhof ihren Sitz haben, könnte eine neue Gartenstadt entstehen. „Das wäre ein wunderbarer Standort zum Wohnen. Das Blick ist fantastisch“, so Schwarz. Die alte Deponie in Gehlsdorf soll Landschaftspark werden – mit Blumeninsel, Sport- und Freizeitangeboten. Rund um den Hafen sollen Rad-, Skate- und Wanderwege entstehen. „Und wir brauchen die Brücke über die Warnow.“ Mit einer Brücke wären es nur noch etwas mehr als 1000 Meter von der Innenstadt bis in den neuen Park am anderen Warnowufer: „Von der Stadt über das Wasser in die Natur.“

Matthias Horn, Buga-Koordinator im Rathaus, betonte: Der Stadthafen soll auch während der 170- tägigen Gartenschau zugänglich sein. „Wir lassen die Hanse Sail nicht ausfallen. Und wir arbeiten an innovativen Lösungen für das Thema Eintritt. Vielleicht werden große Teil kostenfrei sein.“

Viele Lob – auch von Kritikern

Selbst bei jenen, die eine Buga bislang eher kritisch gesehen haben, kam das gut an. So soll die Kleingartenanlage „Fährhufe“ in Gehlsdorf erhalten bleiben. Allenfalls kleine Flächen könnten sich die Planer als Wohnstandorte vorstellen, das Areal soll zur Muster-Anlage für Kleingärten werden. „Ich bin froh, dass die Stadt eingesehen hat, wie wichtig diese 100 Jahre alte Anlage ist“, so Christian Seifert, Vorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde in Rostock. Karl Scheube (SPD), Ortsbeiratschef in Brinckmansdorf, sieht in den Planungen „einen Schritt in die richtige Richtung“: „Jetzt müssen wir nur noch die Mühlendamm-Schleuse in die Pläne aufnehmen.“

Ideen der Bürger gefragt

Rostock hat ein Iga-Trauma. Da müssen wir jetzt gegenanarbeiten: Die neuerliche Gartenschau soll Motor für die Entwicklung Rostocks sein – und kein MillionenGrab“, so Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). „Wir wollen eine neue BugaLust entfachen.“ Bereits Ende Mai soll die Bürgerschaft über die Pläne befinden. Bis dahin haben die Bürger das Wort: Sie sollen die Buga-Idee mit ihren Ideen noch besser machen. Sybille Bachmann (Rostocker Bund) machte gleich den Anfang: Sie schlägt vor, eine „Fährlinie“ auf der Warnow zu schaffen – von Bützow bis nach Warnemünde.

ONLINE: Alle Infos, alle Artikel und eine interaktive Grafik zur Buga 2025- Bewerbung finden Sie auf der Seite:

www.ostsee-zeitung.de/buga2025

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