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Rostock Rostock rüstet für die nächste Sturmflut
Mecklenburg Rostock Rostock rüstet für die nächste Sturmflut
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19:37 08.01.2019
Die aufgewühlte Warnow im Stadthafen: Rostock rüstet für das nächste Hochwasser. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Nur eine Woche Atempause gönnt dieser Winter den Anwohner des Rostocker Stadthafens und des Stroms in Warnemünde: Nach der Rekord-Sturmflut gleich zu Jahresbeginn droht der Hansestadt heute bereits das nächste Hochwasser. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor Pegelständen, die in Warnemünde und auch im Stadthafen bis 1,30 Meter über Normal liegen könnten. Rathaus und Feuerwehr sind vorbereitet, Autofahrer müssen sich wieder auf Umwege einstellen.

„Das Brandschutz- und Rettungsamt hat bereits am Dienstag Sandsäcke vorbereiten lassen“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Insgesamt 1000 Säcke liegen in der Feuerwache See und an der Zentrale in der Südstadt für den Notfall bereit. Bereits am Nachmittag wurde der „Sonderschutzplan Hochwasser“ in Kraft gesetzt: „Wenn die Pegelstände wie erwartet eintreten, wird vermutlich der Verbindungsweg wieder abgesperrt werden müssen“, so Kunze.

Es drohen Straßensperrungen

Auch auf der L 22, der meist befahrenen Straße im gesamten Land, drohen erneut Sperrungen. Die Stadt rät Autofahrern, die aktuellen Verkehrshinweise zu verfolgen und die Innenstadt im Fall der Fälle weiträumig zu umfahren. „Wir bereiten bereits eine Sperrung der Straßen Am Strand und Warnowufer vor. Auch Gerberbruch und Fischerbruch könnten wieder abgeriegelt werden müssen.“

Anwohner sollen ihre Autos möglichst schon vormittags umparken. Laut den aktuellen Prognosen des BSH erwarten die Experten den Höchststand der Sturmflut gegen 12 Uhr mittags. Stadtsprecher Kunze: „Je nach Lage werden die Flut-Schieber am Ringdeich Markgrafenheide, das Sperrwerk am Altarm Schmarler Bach und am Otternsteig, die Wehranlage am Bleichergraben und die Schieber am Alten Storm teilweise geschlossen.“ Vor einer Woche hatte Sturmtief „Zeetje“ der Hansestadt mit 1,67 Meter über Normal die höchsten Wasserstände seit 1954 beschert.

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