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Rostock Rostock unter der Regenbogen-Flagge: CSD mit Geschichtsbewusstsein und Party
Mecklenburg Rostock Rostock unter der Regenbogen-Flagge: CSD mit Geschichtsbewusstsein und Party
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14:23 11.07.2019
Buntes Treiben in der Rostocker Innenstadt: Der Christopher Street Day im Jahr 2017 in Rostock. Quelle: Andreas Meyer
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Stadmitte

Der Startschuss fiel bereits am vergangenen Montag: Mit einem Gedenken für die homo- und transsexuellen Opfer des Nationalsozialismus startete der Christopher Street Day Rostock e.V. in seine Veranstaltungsreihe zum Christopher Street Day (CSD).

Am KZ-Denkmal am Rosengarten sprach für den Verein das Mitglied Max Rentner, der in seiner Rede auch auf die viel zu späte öffentliche Aufarbeitung der Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus einging. Damals waren tausende Homosexuelle in KZs eingesperrt und Hunderte von ihnen umgebracht worden.

Regenbogenflagge wurde am Rathaus gehisst

Dieses Gedenken und das Innehalten gehört als Start der Kulturwoche inzwischen fest zur Tradition. Im Anschluss daran hatte der Verein zum offiziellen Empfang ins Foyer des Rathauses eingeladen, um dort offiziell die Kulturwochen zum CSD einzuläuten. Vor dem Rathaus wurde die Regenbogenflaggen gehisst.

„Das Programm der Kulturwoche sei so umfangreich wie nie“, betont Andy Szabó, der der Vorsitzende des Vereins ist. Auch durch die Unterstützung nahestehender Vereine könne der Community ein buntes Angebot an Veranstaltungen geboten werden.

50. Jahrestag von Stonewall

Und in diesem Jahr gibt es einen Schwerpunkt: Thematisch werde es in diesem Jahr historisch. Anlässlich des 50. Jahrestages der Stonewall Aufstände in New York wolle auch der Rostocker Verein auf die Geschichte der Bewegung und deren Bedeutung heute hinweisen.

Das hat durchaus auch einen aktuellen Bezug: Angesichts wieder zunehmender Gewalt gegen Minderheiten nehme sich der Verein zum Anlass, über vergangene Kämpfe und Erfolge der Community zu sprechen. Auf diese Weise wird hier einerseits Geschichte vermittelt und auch auf die heutige Probleme hingewiesen.

Tausende Menschen erwartet

Zu den weiteren Höhepunkten der Veranstaltungsreihe gehören unter anderem die Andacht in der Marienkirche am 19. Juli sowie der Christopher Street Day, der am darauffolgenden Samstag stattfindet. Bei der großen und bunten Demonstration werden wie in den vergangenen Jahren erneut einige Tausend Menschen erwartet, die den Demonstrationswagen durch die Rostocker Innenstadt sowie erstmals wieder durch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt folgen werden.

Unter dem Motto „Remember Stonewall – Stolz trotzt Vorurteil“ startet die Demonstration am 20. Juli um 14.30 Uhr vom Neuen Markt. Die Abschlusskundgebung mit buntem Musikprogramm findet ab 17.30 Uhr ebenfalls vor dem Rathaus statt. Der Sprecher des Vereins, Max Rentner, zeigt sich jetzt schon zuversichtlich: „Wir haben die Route in diesem Jahr deutlich verlängert, um der Menge an Menschen auch den Rahmen zu geben, lange demonstrieren zu können. Wir freuen uns auch besonders, in diesem besonderen Jahr endlich wieder durch die KTV zu ziehen.“ Um 23 Uhr kann dann bei der Aftershowparty im Peter-Weiss-Haus gefeiert werden.

Für den organisatorischen Ablauf des Tages sucht der Verein übrigens noch Helfer. Sie können sich gerne unter info@csdrostock.de melden.

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