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Rostock Rostocker Fachhochschule stellt neuen Studiengang vor
Mecklenburg Rostock Rostocker Fachhochschule stellt neuen Studiengang vor
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05:27 29.01.2019
Dozentin Vera Seidemann und Organisatorische Leiterin Anne Gneckow präsentieren den neuen Studiengang "Marketingmanagement" an der Fachhochschule des Mittelstandes. Quelle: HRO
Rostock

Praxis und Theorie zusammenbringen und ihre Studierenden damit auf die Arbeitswelt vorbereiten: Das ist Vera Seidemanns Anliegen. Sie ist Dozentin an der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) und wird ab kommenden Oktober den neuen Studiengang Marketingmanagement betreuen. „Mein eigenes Studium war zunächst sehr trocken und hatte wenig Praxisbezug. Deshalb wollen wir den Studierenden hier schon früh zeigen, was für sie spannend sein kann“, erzählt sie. Die Einführung des Marketingstudiums im kommenden Wintersemester sei der erste Schritt, „einen Fuß, in den wirtschaftlichen Bereich zu setzen“, sagt die Organisatorische Leiterin Anne Gneckow. Bisher wären die Schwerpunkte der Fachhochschule noch bei Pädagogik, Sozialem und Psychologie.

Rostock würde sich für den Studiengang eignen, findet Vera Seidemann. Durch große, Marketing betriebene Unternehmen, wie Aida, sei es angebracht, entsprechende Fachkräfte auszubilden. „Das ist der richtige Studiengang für diese Region“, sagt sie. Das Studium soll Grundwissen über Betriebsabläufe lehren und in einem Praktikum entsprechende Praxiserfahrung liefern. Zur Theorie gehört unter anderem: Logistik, Rechnungswesen, Produktion und Volkswirtschaftslehre.

Die geringe Zahl an Studierenden in den jeweiligen Klassenverbänden, würde auch bei trockenen Themen für eine angenehme Lernatmosphäre sorgen, sagt Seidemann. „Es ist sehr familiär hier und ich werde darauf achten, dass es Spaß macht.“ Die Größe der Studiengänge an der FHM variiert in der Regel von 10 bis 25 Personen.

Für die Praxis sieht das Marketingstudium im zweiten Lehrjahr ein 24-wöchiges Praktikum vor. Die Wahl des Betriebes stehe den Studierenden dabei frei, sagt Anne Gneckow. „Sie können auch gerne ins Ausland gehen.“ Trotzdem plant die FHM Kooperationen mit regionalen und überregionalen Betrieben. Darunter zwei in Rostock ansässige Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche und einem Konsumgüterhersteller aus Berlin. Um welche Betriebe es sich genau handelt, soll erst nach Ende der Gespräche bekanntgegeben werden.

Die Zusammenarbeit soll jedoch viele Vorteile für die Studierenden bieten. Neben Praktika gehören auch Gastvorträge, Stipendien und Informationsveranstaltungen in den jeweiligen Betrieben dazu. „Je nachdem wie die Kooperationen laufen, sehen wir dann, ob noch weitere Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen zustande kommt“, sagt Seidemann.

Auch in den Seminaren sollen die Studierenden das Gelernte praktisch anwenden. So sollen sie im Modul „Angewandte Marketingforschung“ die Rolle eines Unternehmensberaters annehmen und konkrete Handlungsempfehlungen sowie ein Marktforschungsprojekt bearbeiten. Auch ein Unternehmensplanspiel ist vorgesehen, in dem kleine Teams gegeneinander antreten und eine Wettbewerbssituation simulieren.

Die Marketingausbildung soll die Studierenden auf viele Berufsmöglichkeiten vorbereiten. „Man kann ganz klassisch im Produktmanagement arbeiten. Ich glaube, darauf haben die meisten auch Lust“, sagt Vera Seidemann. Auch Marktforschung oder kreatives gestalten von Werbung sollen eine berufliche Option sein. Zudem will die FHM versuchen, Elemente von Eventmanegment und Entertainment im Studiengang integrieren. Wichtig für Seidemann: „Studierende müssen nach dem Abschluss in der Lage sein, Kunden zu verstehen.“

Um den Studierenden die entsprechenden Kompetenzen zu vermitteln, hat die Fachhochschule über 30 Lehrbeauftragte – darunter sechs fest angestellte Berufsschullehrer und zahlreiche externe Lehrkräfte. Letztere wären vor allem „Personen aus der Praxis“, unter anderem Unternehmensberater oder Mitarbeiter aus sozialen Einrichtungen. Diese würden die jeweiligen Seminare leiten.

Bewerbungen für den neuen Studiengang sollten bis zum 31. Juli eingereicht sein, sagt Organisatorische Leiterin Anne Gneckow. Danach würde ein Auswahlverfahren erfolgen. Zudem können sich Interessierte auf ein Stipendium bewerben, bei dem die FHM die Hälfte der Studiengebühren übernimmt.

Anh Tran

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