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Rostock Museum serviert Drinks an der Original-Bar des Palasts der Republik
Mecklenburg Rostock Museum serviert Drinks an der Original-Bar des Palasts der Republik
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19:51 20.06.2019
Rostock-Marketing-Chef Matthias Fromm und Kunsthallen-Leiter Uwe Neumann (re.) vor der Original-Bar aus dem Palast der Republik in der Kunsthalle Rostock.
Rostock-Marketing-Chef Matthias Fromm und Kunsthallen-Leiter Uwe Neumann (re.) vor der Original-Bar aus dem Palast der Republik in der Kunsthalle Rostock. Quelle: Gerald Kleine Wördemann
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Rostock

In der Kunsthalle werden demnächst Cocktails serviert. Im Rahmen der laufenden Ausstellung zum Berliner Palast der Republik können Besucher an der originalen Bar des legendären DDR-Kulturhauses hochprozentige Drinks genießen. Das kündigte Kunsthallen-Chef Uwe Neumann am Donnerstag beim „Tourismusfrühstück“ an. Noch schwebt die tonnenschwere Bar wie ein Ufo im „White Cube“ der Kunsthalle. Am letzten Freitag jeden Monats wird der kreisrunde Tresen abgesenkt und für einen Tag wieder in Betrieb genommen. Neumann wünscht sich, dass Barkeeper, die schon zu DDR-Zeiten den Mixer schüttelten, hier einen Tag lang die Bar leiten. Entsprechende Fachleute würden noch gesucht.

Ableger in Berlin eröffnet

„30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es mehr Gelassenheit im Umgang mit der DDR-Vergangenheit“, sagt Neumann. Er war gerade aus Berlin zurückgekehrt, wo er am Vorabend mit dem dortigen Kultursenator Klaus Lederer (Linke) eine Satelliten-Ausstellung beim Berliner Kunstverein Ost in der Leipziger Straße eröffnet hat. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern, die auch in der Rostocker Schau zu sehen sind.

Rostock braucht mehr Kultur

Bei dem Frühstück der Tourismusbranche betonte Rostock-Marketing-Chef Matthias Fromm den hohen Stellenwert der Kultur. Die Kunsthalle habe viel Strahlkraft. Jedem zweiten Rostock-Besucher sei Kultur wichtig, jedem vierten sogar sehr. Beim Gesamtangebot der Hansestadt sieht Neumann noch Nachholbedarf. Zwar gebe es neben Kunsthalle, weiteren Museen, Marienkirche und Hochschule für Musik und Theater viele spannende Institutionen. „Das ist aber nicht so sehr viel für eine so große Stadt“, so der Kunsthallen-Leiter.

Beim Wetter hat er übrigens andere Vorlieben als Hoteliers und Strandkorbvermieter: „Der Sommer 2018 war unfassbar schlecht.“ Während sich die Ferienbranche über Dauersonnenschein und Rekordhitze freute, blieben in der Kunsthalle die Besucher weg. Und leider verspricht dieser Sommer genauso zu werden, so Neumann. Vielleicht helfen ja diesmal die Cocktails.

Gerald Kleine Wördemann