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Rostock Rostocker Leichtathleten trainieren nun erstklassig
Mecklenburg Rostock Rostocker Leichtathleten trainieren nun erstklassig
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17:31 24.04.2019
Die Sportstudenten Oliver Schinke (v.l.), Betty Dobbert, Julian Schramm (h.l.), Matthias Weipert (Dozent) und Gina Perten freuen sich über die neuen Trainingsmöglichkeiten. Quelle: Dana Frohbös
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Hansaviertel

Es ist geschafft. Nach 17 Jahren Umbauzeit steht die Leichtathletikhalle am Barnstorfer Wald den Sportlern nun wieder uneingeschränkt zur Verfügung. „Damit geht ein ganz langer Weg zu Ende“, sagt Sigrid Hecht vom Eigenbetrieb Kommunale Objekt­bewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Bereits vor 17 Jahren war mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen worden. Insgesamt sieben Millionen Euro wurden investiert.

„Ich bin echt überrascht, was aus dem geworden ist, was hier mal war – mit all dem Staub“, sagt die Jugendmeisterin im Dreisprung Mara Häusler vom Ersten Leichtathletikverein Rostock. „Werfer, Läufer, Springer, Sprinter. Jetzt haben alle die Möglichkeit, hier zu trainieren.“ Während der Dauer der Bauarbeiten lief der Betrieb weitestgehend normal weiter. „Manchmal wussten wir nicht, wie wir das Training legen sollten, aber wir haben immer eine Möglichkeit gefunden“, sagt Mara Häusler.

1000 Quadratmeter zusätzlich

Die Sanierungsarbeiten haben sich in drei große Bauabschnitte gegliedert. Als erstes wurde 2002 die Gebäudehülle der Halle saniert. Zwei Jahre später begannen die Bauarbeiter mit der Sanierung der Innenräume inklusive der Umkleiden und Sanitäranlagen. 2006 leiteten die Verantwortlichen den dritten und umfangreichsten Bauabschnitt ein: Der Rundlaufkurs, in dessen Inneren sich nun die Weitsprunganlage befindet, wurde überdacht.

Außerdem erhielt die Hochsprunganlage ein neues Dach und ein weiterer Innenhof wurde erstmalig überdacht. Dadurch wurde der Hallenkomplex um mehr als 1000 Quadratmeter erweitert und bietet nun Platz für einen Kraftraum und Trainingsflächen für die Speerwerfer und Kugelstoßer.

Umfassende Modernisierung

Die gesamte Anlage ist aber nicht nur größer geworden, sondern auch moderner. 2000 Menschen dürfen sich nun gleichzeitig darin aufhalten. „Damit im Notfall alle schnell herauskommen, mussten zwei neue Türen eingebaut werden“, sagt Projektleiter vom KOE Mario Reinsberg.

Für Sicherheit sorgen zudem eine Sprinkler- und eine Brandmeldeanlage sowie Raumschürzen, die bei Feuer automatisch herunterfahren. Mobile Tribünen bieten den Zuschauern genügend Platz. Baulärm hört man derzeit nur noch von draußen: Mit einer Rüttelplatte verdichten die Bauarbeiter den Boden und bereiten so den Untergrund für 61 zusätzliche Parkplätze.

Bilder aus der sanierten Laufhalle:

Nach 17 Jahren sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Leichtathletikhalle am Barnstorfer Wald abgeschlossen. Sieben Millionen Euro wurden investiert.

Bürgermeister entpuppt sich als Leichtathletik-Fan

Bei der Eröffnung des Leichtathletikkomplexes war auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) dabei. „1974 gab es die Halle schon“, sagt er. „Da habe ich hier 15,30 Meter im Fünfer-Hop geschafft“, erinnert er sich. Was inzwischen aus der Anlage geworden ist, findet er großartig. Mit der sanierten Halle könne man junge Leute dazu motivieren, höchste Ziele zu erreichen. „Ich bin sehr stolz, dass wir hier geklotzt und nicht gespart haben“, sagt Roland Methling. „So etwas gibt es in Europa wirklich nicht allzu häufig“, sagt Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke). Der Ausbau hebe den Standort im deutschlandweiten Vergleich auf ein neues Level.

Talente sollen der Region treu bleiben

Dabei ist das Level bereits relativ hoch. „Zwei der drei ältesten Rekorde in der Leichtathletik haben mit Rostock zu tun“, sagt Roland Methling. Damit zielt der Oberbürgermeister auf die beiden Sportler Marita Koch und Jürgen Schult, die ihre Rekorde 1985 und 1986 aufstellten. „Es ist unsere Aufgabe, die Sporttalente in der Region zu halten“, sagt Detlef Nuelken vom Olympiastützpunkt MV in Rostock. Roland Methling würde am liebsten noch weiter gehen und denkt über einen Marita-Koch-Gedächtnis-Lauf nach. „Vielleicht kann man ja auch noch einen draufsetzen und wir kämpfen in Rostock um die drei ältesten Weltrekorde“, sagt der Oberbürgermeister lächelnd.

Mehr lesen: Rostocker Leichtathleten wollen zu Olympia

Dana Frohbös

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