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Rostock Rostocker Reiter sammeln Spenden für DKMS
Mecklenburg Rostock Rostocker Reiter sammeln Spenden für DKMS
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12:17 11.07.2019
Nach dem erfolgreichen Ritt von Rostock nach Berlin stehen Olaf Quinque und Martha Richard vor dem Brandenburger Tor. Quelle: privat
Rostock

Kaputt, aber mehr als glücklich stehen Olaf Quinque und Martha Richard vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Dass die beiden Rostocker die Aufmerksamkeit der Touristen erregen, liegt vor allem daran, dass sie ihre Pferde mit dabei haben. Hengst Kristall und Stute Abrakadabra haben eine lange und abenteuerliche Tour hinter sich – genau wie ihre Reiter. Am 1. Juli ist das Quartett am Stall in Rostock aufgebrochen. Genau wie geplant haben sie dann zehn Tage für die mehr als 300 Kilometer von der Hanse- in die Bundeshauptstadt gebraucht.

Auf ihrer Reise durch das Land unter dem Motto „Ein Ritt fürs zweite Leben“ haben die beiden Spenden für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gesammelt. Das Geld soll für Registrierungsaktionen verwendet werden. Mitmachen ist einfach: Jeder, der möchte, erhält ein Wattestäbchen und kann sich durch einen Abstrich aus dem Mund mit seinen Gewebemerkmalen registrieren lassen, um dann einem Blutkrebspatienten durch die Stammzellenspende die Chance auf ein neues Leben zu schenken.

Eine solche Typisierung kostet normalerweise 35 Euro. Spenden wie die von Olaf Quinque, Martha Richard und ihren Unterstützern helfen, dass jeder sich registrieren lassen kann, auch wenn er das Geld dafür nicht übrig hat.

Mehr als 2200 Euro gesammelt

„Wir haben am Ende 2226,50 Euro zusammenbekommen. 350 Euro allein an einem Abend, als wir in Krakow am See bei einer Veranstaltung sammeln durften“, erzählt der 55-Jährige. Nicht nur die Spendenbereitschaft der Menschen bleibe ihnen im Gedächtnis. „Sondern auch die Hilfsbereitschaft. Wir haben immer Unterkünfte gefunden, wurden mit Essen versorgt oder konnten einkehren, um Pausen zu machen“, sagt Quinque. Ihr Zelt, das sie für den Notfall eingepackt hätten, sei nie benötigt worden. „Dafür aber einmal der Hufschmied – Kristall hatte unterwegs ein Eisen verloren.“

Die Rückreise von Berlin nach Rostock erfolgte dann allerdings per Auto und Hänger. „Wir brauchen jetzt alle erst einmal eine Pause, Pferde und Reiter“, sagt Quinque. Er wird dieses Abenteuer nicht vergessen. Vor allem, weil er den Ritt seiner Schwester widmete, die vor fünf Jahren an Krebs starb. Deshalb war für den Berliner auch klar, dass die Hauptstadt das Ziel der Reise mit seiner Stallpartnerin Martha sein würde. „Dass dort meine Tochter und meine Eltern auf uns gewartet haben, hat mich emotional wahnsinnig berührt“, so Quinque.

Für Martha Richard war der Ritt quasi eine vorläufige Abschiedstour mit ihrer Stute. Die junge Frau, die gerade ihr Abitur gemacht hat, bricht im August auf, um sich für ein Jahr im Freiwilligendienst in Bolivien zu engagieren.

Claudia Labude-Gericke

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