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Rostock Rostocker Schüler freuen sich über 1,5 Millionen Euro aus Europa
Mecklenburg Rostock Rostocker Schüler freuen sich über 1,5 Millionen Euro aus Europa
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19:06 28.11.2019
Jenna (v. l., 12), Michelle (12) und Milla (12) von der Michaelschule in Dierkow freuen sich über den Fördermittelbescheid und auf ihre neue Sporthalle. Quelle: André Horn
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Dierkow/Überseehafen

Die Michaelschule am Dierkower Damm in Rostock wächst weiter: Auf dem neuen Schulhof soll in einem dritten Bauabschnitt nun ein Unterrichtsgebäude mit Sporthalle im vierten Geschoss entstehen. Kosten: Rund 4,5 Millionen Euro. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit 1,5 Millionen Euro. Landesbauminister Christian Pegel (SPD) hat den entsprechenden Fördermittelbescheid am Donnerstag an Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) überreicht.

Die Schüler sind happy: „Wir freuen uns auf unsere neue Sporthalle“, sagt Milla (12). Für sie und ihre Mitschüler sei es aufregend zu sehen, wie die Schule immer weiter wachse. Zuletzt ist das bestehende Hauptgebäude durch einen dreigeschossigen Ergänzungsbau mit dem Institut für berufliche Qualifizierung und der Mensa verbunden worden. Auch ist ein neuer Schulhof entstanden. „Wir haben inzwischen drei Klettergerüste und viele andere Spielmöglichkeiten“, sagt Milla.

„Eine Schule für alle“

An der Michaelschule, die sich in privater Trägeschaft befindet, werden aktuell 163 Grundschüler unterrichtet. Hinzu kommen 125 Förderschüler und 165 Schüler in der gymnasialen Oberstufe. Auch gibt es eine Kindertagesstätte mit 85 Kindern. Die pädagogische Leiterin Hellen Goeritz hebt den inklusiven Ansatz der evangelischen Einrichtung hervor: „Wir sind eine Schule für alle.“

OB Madsen bedankt sich bei Minister Pegel dafür, dass sich dessen Mitarbeiter in Europa für die Fördermittel eingesetzt und sie schließlich auch bekommen haben. Pegel sagt dazu: „Wir wissen immer, was alles schlecht läuft in Europa. Aber ich glaube, dass hier ganz viel passiert.“ Gerade Kitas und Schulen im Lande profitieren von Fördermitteln aus Brüssel. Im sogenannten EFRE-Programm „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung“ stehen MV zum Beispiel von 2014 bis 2020 rund 210 Millionen Euro zur Verfügung.

Hafen schafft Platz für größere Schiffe

Bauminister Christian Pegel (2. v. l.) übergibt den Fördermittelbescheid an OB Claus Ruhe Madsen. Daneben: Die Hafen-Geschäftsführer Gernot Tesch (1. v. l.) und Jens Aurel Scharner (4. v. l.). Quelle: André Horn

Keine Fördermittel aus Europa, dafür aber satte 9,7 Millionen Euro bekommt der Rostocker Hafen von Bund und Land. Den Fördermittelbescheid hat Pegel am Donnerstag ebenfalls OB Madsen überreicht. Das Geld erhält der Hafen für den Ausbau der Liegeplätze 62 und 63, an denen künftig auch Schiffe mit einer Länge von bis zu 220 und 250 Metern anlegen können. Es handelt sich dabei um sogenannte Ro-Ro-Schiffe. Heißt: Die Güter werden hier aufs Schiff gefahren.

„Bisher konnten am Liegeplatz 62 nur Schiffe mit 140 Metern Länge anlegen und am Liegeplatz 63 etwas größere“, sagt Hafen-Geschäftsführer Gernot Tesch. Die Nachfrage nach größeren Plätzen steige jedoch stetig. Die Gesamtkosten für den Umbau liegen bei 14 Millionen Euro. Madsen spricht von einer Investition in die Zukunft, auch wenn diese für den Bürger direkt an der Kai-Kante nicht unmittelbar zu sehen sei: „Das Geld kommt wieder rein. Es entsteht Wachstum“, betont der OB.

40 Millionen Euro werden investiert

Der Hafen investiert jährlich rund 20 Millionen Euro in seine Infrastruktur. Die Anlagen stammen hier teilweise aus den 60er, 70er und 80er Jahren – müssen also erneuert werden. „Zum Jahresende wollen wir sogar 40 Millionen Euro in die Hand nehmen“, sagt Geschäftsführer Jens Aurel Scharner.

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Von André Horn

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