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Mecklenburg Rostock Rostock feiert 2020 doppelten Hafengeburtstag: Das können Besucher erleben
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14:52 24.11.2019
Der Rostocker Überseehafen mit seinen Kränen. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Hansestadt Rostock gehen in die nächste Runde. Im kommenden Jahr stehen gleich zwei Hafengeburtstage an. Der Rostocker Fischereihafen (RFH) Marienehe und der Überseehafen feiern.

Die wechselvolle Geschichte der beiden maritimen Umschlagorte soll am 1. Mai 2020 in der ganzen Stadt gefeiert werden: Veranstaltungsorte sind unter anderem der Fischereihafen Marienehe, der Überseehafen, das Traditionsschiff und das Kreuzfahrtterminal Warnemünde. Diese „sollen an diesem Tag mit mehreren Fahrgastschiff-Shuttleangeboten für die Besucher miteinander verbunden werden“, erklärt der Leiter der Unternehmenskommunikation des Überseehafens, Christian Hardt.

Von Bühnenprogramm bis Hafentechnik

Im Überseehafen ist ein Bühnenprogramm von 10 bis 17 Uhr geplant. Darüber hinaus gibt es Aktionen für die ganze Familie, Vereine stellen sich vor, Schiffe öffnen für Besucher und es gibt Hafenrundfahrten mit dem Bus, kündigt Hardt an.

Fischkombinat Rostock im Jahr 1989. Ein Mitarbeiter verantwortlich für die Maschinenbeschickung in der Verarbeitung. Quelle: Hartmut Klonowski

Parallel zum Hafengeburtstag „wird das sechste Traditionstreffen der Hochseefischer auf unserem Gelände stattfinden“, kündigt Katrin Jonas-Brockhausen vom RFH an. Darüber hinaus soll Interessierten im Fischereihafen Marienehe ein vielfältiges Programm geboten werden. Beispielsweise soll Hafentechnik ausgestellt werden.

Jährlicher Umschlag von mehr als einer Million Tonnen

Für die Rostocker Häfen hat sich vieles verändert. Der bald 70-jährige Fischereihafen wurde anfänglich nur als Handelsplatz für Fischer genutzt. „Die heutigen Hauptumschlaggüter sind Holz und Düngemittel“, sagt Katrin Jonas-Brockhausen vom RFH. Gerade dieses Jahr sei eine neue Halle gebaut worden, in der bis zu 15 000 Tonnen Düngemittel lagern können.

Gegründet wurde der Hafen in Marienehe im Jahr 1950 als das sogenannte Fischkombinat. Damals arbeiteten in dem Betrieb etwa 100 Hochseefischer und 45 Beschäftigte an Land. Verkauft wurde Frischfisch.

Nach der Wende wurde der Fischereihafen von der Hansestadt Rostock aufgekauft. Die Umgestaltung zum Frachthafen folgte dann Anfang der 2000er-Jahre. „In den vergangenen Jahren gab es etwa 450 bis 500 Schiffsanläufe“, erzählt Jonas-Brockhausen. Mehr als 1,2 Million Tonnen Güter wurden umgeschlagen.

Rostocker Fischereihafen Marienehe von oben (1991). Zahlreiche Fischereischiffe haben im Hafen angelegt, um zu entladen. Quelle: Hartmut Klonowski

„Für die Umschlagarbeit eine enorme Erleichterung“

Der Rostocker Überseehafen ist zehn Jahre jünger. Die 60 Jahre Hafengeschichte ist von großen Umbrüchen geprägt. „Das heißt im Rückblick – leicht gerundet –30 Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik und 30 Jahre im vereinigten Deutschland“, erzählt Christian Hardt.

Die ersten 30 Jahre ist der Überseehafen per Schienen- und Autobahnanschluss zu einem Universalhafen ausgebaut worden. Nach der Wende haben sich vor allem die Handelspartner geändert, so Hardt. Die Geschäfte verlagerten sich zum großen Teil nach Nord- und Zentraleuropa.

Auch die Arbeit direkt am Standort hat sich über die Jahrzehnte entwickelt. Heute werden zum größten Teil sogenannte Normstücke umgeschlagen. Dabei werden Waren in Trailern oder auf Lkws transportiert. Genannt wird dieses Verfahren: Roll-on-roll-off (Roro). Beim Roro-Verkehr werden bewegliche Güter transportiert. Der Vorteil: Sie können ohne aufwändiges Umladen der einzelnen Waren auf die Schiffe gefahren werden. „Für die Umschlagarbeit eine enorme Erleichterung“, sagt Hardt.

Rostocker Überseehafen

Mit seinen 7,5 Millionen Quadratmetern Fläche bietet der Überseehafen mehr als 45 Liegeplätze für Schiffe. Dabei sind Tiefgänge von neun bis dreizehn Metern möglich. Der Seekanal bietet für die anlaufenden Wasserfahrzeuge eine Tiefe bis zu 14,5 Meter und 120 Meter Breite.

Die Anbindungen des Rostocker Überseehafens sind möglichst international ausgerichtet. Der Flughafen Rostock-Laage ist etwa 25 Kilometer entfernt. Es schließt die Autobahn A 19 direkt an den Hafen an. Auf diesem befindet sich auch ein Bahnhof mit insgesamt 45 Kilometern Gleisen auf dem Gelände.

Universalhafen in der Ostsee

Die größten Handelswaren vor 1990 waren: Schütt-, Stück- und Flüssiggüter. Nach der Wende wuchs vor allem der Anteil an Fährverkehr und Roro-Transporten. Mehr als 25 Millionen Tonnen Güter wurden 2018 umgeschlagen.

Im Schnitt laufen jährlich etwa 8000 Schiffe den Rostocker Überseehafen an. „Ende der 1980er-Jahre liefen rund 3000 Frachtschiffe Rostock an“, so Hardt. Um auch in Zukunft als Umschlagort zu wachsen, soll der Seekanal von aktuell 14,5 auf 16,5 Meter vertieft werden. Damit könnte „Rostocks Wettbewerbsposition als bedeutender Universalhafen in der südlichen Ostsee gestärkt werden“, betont Hardt.

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