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Rostock Rostocker Uni-Klinik wird Bistro-Betreiber
Mecklenburg Rostock Rostocker Uni-Klinik wird Bistro-Betreiber
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12:30 23.01.2019
Das „Türmchen-Café“ der Uni-Klinik in Gehlsdorf: Die Uni will den Betrieb jetzt in Eigenregie übernehmen. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Bis zu 325 Patienten, fast 540 Mitarbeiter und Hunderte Besucher pro Tag: Der Standort Gehlsdorf ist einer der größten und wichtigsten der Rostocker Uni-Medizin. Doch all jene, die nicht aus der Krankenhaus-Küche verpflegt werden, haben dort seit Jahresbeginn ein Problem. Denn das Bistro der Gehlsdorfer Klinik, das so genannte Türmchen-Café, ist größtenteils geschlossen. Der Betrieb läuft nur noch eingeschränkt. Die Uni-Medizin hat sich vom bisherigen, externen Betreiber getrennt und will nun selbst ins Bistro-Geschäft einsteigen.

Mitarbeiter-Essen soll günstiger werden

Bis vor wenigen Wochen kochte noch die Rostocker Catering-Firma Esko im Türmchen-Café. Das private Unternehmen betreibt unter anderem auch die Kantine der OstseeSparkasse am Vögenteich, die „Schilling Lounge“ auf dem Hauptgelände der Uni-Medizin an der Schillingallee sowie ein Bistro im Gesundheits- und Dienstleistungszentrum Lütten Klein. In Gehlsdorf aber ist für Esko Schluss. „Unsere Tochtergesellschaft UMR Service GmbH hat das Bistro zum 2. Januar übernommen“, bestätigt Harald Jeguschke, kaufmännischer Vorstand der Uni-Medizin. Wollte die Uni zu viel Miete vom externen Betreiber? Will sie das Geschäft lieber selbst machen? Lohnte es sich für einen privaten Pächter nicht mehr? Zu den Hintergründen des Wechsels äußert Jeguschke sich nicht, wohl aber zu den Zielen. Eines davon: „Wir gehen davon aus, dass wir unseren Mitarbeitern in Zukunft das Essen etwas günstiger anbieten können, als es bisher möglich war.“

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Umbau bis April

„Künftig“ – damit ist ab Frühjahr gemeint. Denn die Uni-Medizin will das Café vollständig renovieren und auch modernisieren, kündigt Jeguschke an. „Wir arbeiten ins zwei Bauphasen.“ Erst wird das Ober-, dann das Untergeschoss saniert. „Dadurch stellen wir den Betrieb trotz des laufenden Umbaus sicher.“ Aber ja: Das Angebot sei eingeschränkt, die Kapazitäten begrenzt. „Das Bistro wird in erster Linie von Mitarbeitern genutzt. Für die bieten wir auch während des Umbaus warme Mahlzeiten. Nur mit etwas weniger Auswahl. „Manche Mitarbeiter nehmen das Essen allerdings – wie schon immer – auch in einer Warmhalteverpackung mit und essen dann in den Aufenthaltsräumen. Darüber hinaus werden frisches Obst, Gebäck sowie heiße und kalte Getränke zum Mitnehmen angeboten“, so der kaufmännische Vorstand.

Im April soll dann zunächst das Obergeschoss neu eröffnet werden. Mit 60 Sitzplätzen. An „Kochinseln“ werde das Essen frisch zubereitet, sagt Jeguschke. Eine Grillstation ist geplant, ebenso Salat- und Suppenbuffets, Brot und Kaffeeautomaten. „Im Erdgeschoss planen wir einen großen Kiosk mit Salat-Angebot, Sandwiches, Getränken, Zeitschriften und Snacks.“

Neue Jobs an der Uni

Nicht nur baulich, auch personell rüstet die Uni-Medizin für ihr neues, eigenes Bistro auf: Jeguschke will zwei Köche und drei Küchenhilfen neu einstellen für den Standort Gehlsdorf. Und: Er will mehr Mitarbeiter vom Türmchen-Café überzeugen. „Bisher werden dort 50 bis 80 Essen pro Tag verkauft. Wir rechnen in Zukunft mit 150 bis 180 Mahlzeiten.“ Auch Patienten und Besucher sollen sich in dem Uni-eigenen Bistro speisen können.

Andreas Meyer

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