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Rostock Salmonellenverdacht bei Rostocker Wurstwaren – das müssen Verbraucher jetzt wissen
Mecklenburg Rostock

Rostocker Wurstwaren ruft Produkt zurück – das müssen Verbraucher jetzt wissen 

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14:20 30.07.2020
Weil die Gefahr von Salmonellen besteht, ruft die Rostocker Fleisch- und Wurstwaren GmbH Mett- und Teewurst zurück.
Weil die Gefahr von Salmonellen besteht, ruft die Rostocker Fleisch- und Wurstwaren GmbH Mett- und Teewurst zurück. Quelle: Hersteller
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Rostock

Verbraucher, die in jüngster Zeit Streichmettwurst oder Teewurst von „Die Rostocker Fleisch- und Wurstwaren GmbH“ gekauft hatten, sollten auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Weil die Gefahr einer Verunreinigung durch Salmonellen besteht, werden die 125-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. bis 11. August 2020 zurückgerufen.

Die Ware wurde in Filialen von Netto, Norma, Edeka, Rewe, Globus und Real in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Teilen von Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg vertrieben und kann dort auch zurückgegeben werden. Andere Produkte des Herstellers sind davon nicht betroffen.

Rückruf aus vorbeugendem Verbraucherschutz

„Ein solcher Rückruf zeigt, dass die Kontrollen und damit der Verbraucherschutz funktionieren“, sagt Tobias Blömer, Geschäftsführer von „Die Rostocker“. In einer Charge, die aus mehreren Tausend solcher abgepackten Streichwürste besteht, habe es eine positive Probe gegeben. „Ein Vorkommen von Salmonellen ist im rohen Fleisch nicht ungewöhnlich“, sagt er. Das Problem bei der Weiterverarbeitung bestünde darin, dass Streichmettwurst nicht gekocht wird. „Sobald das Produkt einen Kochprozess durchläuft, sind mögliche Keime tot“, so Blömer. Salmonellen könnten nach dem Verzehr für Übelkeit oder Durchfall sorgen.

Dass es eine positive Probe gab, würde zudem nicht bedeuten, dass automatisch alle Produkte dieser Charge betroffen wären. „Gerade Salmonellen kommen in Nestern vor – das heißt, sie verbreiten sich nicht weiter, wie beispielsweise Schimmel. Und wenn ich vorn an einer Wurst ein solches Vorkommen habe, kann es am anderen Ende schon nicht mehr so sein“, sagt Blömer. Weil ein Restrisiko aber nicht auszuschließen war, sei entschieden worden, alle Produkte der Charge zurückzurufen. „Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern funktioniert gut, der Rückruf ist innerhalb von zwei bis drei Stunden nach dem Befund erfolgt“, erklärt der Geschäftsführer.

Regelmäßige Proben von der Rohware bis zum Endprodukt

Der Rostocker Wurst- und Fleischspezialist ist ein reiner Verarbeitungsbetrieb. Regelmäßige Tests seien dabei an der Tagesordnung. „Und zwar an verschiedenen Stellen des Prozesses – von der Rohware bis zum Endprodukt und auch, wenn es den Betrieb schon verlassen hat“, erklärt Blömer.

Wie das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Hansestadt am Donnerstag erkläre, dauern die Prüfungen des aktuellen Falls noch an. Die Behörde stehe in engem Kontakt zum Unternehmen, das sich sofort kooperationsbereit gezeigt hat, heißt es von Stadtsprecherin Kerstin Kanaa.

Verbraucheranfragen werden vom Unternehmen unter der Telefonnummer 0381 / 65 84 440 (Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 16 Uhr) sowie per E-Mail an info@die-rostocker.com beantwortet.

Von Claudia Labude-Gericke