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Rostock Rostocker horten Milliarden auf ihren Konten
Mecklenburg Rostock Rostocker horten Milliarden auf ihren Konten
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12:34 26.09.2015
Die Taschen voller Geld: Die Rostocker horten immer mehr Geld auf ihren Konten (Symbolbild).
Die Taschen voller Geld: Die Rostocker horten immer mehr Geld auf ihren Konten (Symbolbild). Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Die Bank-Kunden in der Hansestadt und dem Landkreis Rostock halten ihr Geld zusammen - und genau das bringt nun die Geldinstitute in die Bredouille. Nach Berechnungen der OstseeSparkasse (Ospa) haben die Menschen in der Region die gigantische Summe von rund zehn Milliarden Euro zusammengespart.

Problem nur: Das Geld lagert auf Giro- und Tagesgeldkonten, wird kaum verzinst. „Die Zinsen liegen deutlich unter der Inflationsrate. Mittelfristig verliert das Vermögen der Menschen deshalb an Wert“, warnt Axel Neubert, Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank. Allein die rund 300 000 Kunden der Ospa haben auf ihren Konten mittlerweile rund 2,5 Milliarden Euro liegen - Tendenz steigend. „Im Durchschnitt hat jeder Bürger in der Region 8500 Euro ,rumliegen‘, die nicht sinnvoll angelegt sind“, sagt Ospa-Vorstand Karsten Pannwitt.

Die Bank raten ihren Kunden, sich dringend über alternative Anlagen zu informieren: „Ob Aktien, Immobilien oder ein Mix aus beiden Strategien - das hängt davon ab, was der Kunde will und wie viel Risiko er bereit ist einzugehen“, sagt Pannwitt.

Auch die Banken haben indes Problem mit den hohen Spar-Einlagen ihrer Kunden: „Wir müssen das Geld bei der Europäischen Zentralbank anlegen - und zahlen bereits jetzt 0,25 Prozent Strafzinsen auf die hohen Guthaben“, sagt Pannwitt. Im Moment wolle die Ospa diese Strafzinsen aber nicht an die Kunden weitergeben: „Das ist derzeit kein Thema. Jedenfalls nicht für die Privatanleger.“



Andreas Meyer