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Rostock Rostocks Stadtteil Lichtenhagen freut sich auf Fördermillionen
Mecklenburg Rostock Rostocks Stadtteil Lichtenhagen freut sich auf Fördermillionen
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15:25 27.11.2019
Blick auf den Stadtteil Lichtenhagen. Ab 2020 soll durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ viel im Viertel investiert werden. Quelle: Picasa
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Rostock

Das Vertrauen in seine Person scheint groß, die Wahl erfolgte ohne Gegenstimme: Ralf Mucha (SPD) bleibt auch weiterhin der Vorsitzende des Ortsbeirates Lichtenhagen. Er freue sich sehr über die Bestätigung im Amt, so der 56-Jährige. „Vor allem, weil jetzt besonders spannende Jahre auf unseren Stadtteil zukommen“, sagt Mucha.

Aus Schwerin sei bereits die Vorankündigung gekommen, dass Lichtenhagen ins Förderprogramm Soziale Stadt aufgenommen würde. „Ich hoffe, dass das 2020 passiert und wir dann vielleicht auch einen Stadtteilmanager bekommen“, erklärt Mucha. Mithilfe der Fördergelder kann und soll im Stadtteil richtig viel passieren.

„Für mich ist aber auch klar, dass wir das Geld nicht dafür einsetzen, städtebauliche Missstände zu beseitigen – wie zum Beispiel die nötige grundhafte Sanierung der Eutiner Straße“, erklärt der Ortsbeiratschef. Was lange kaputtgespart wurde, müsse durch die Stadt selbst und nicht mit den zu erwarteten Geldern repariert werden.

Geld für Bürgerprojekte und festen Weihnachtsbaum

Die Fördermittel aus dem Topf Soziale Stadt ermöglichen stattdessen unter anderem Bürgerprojekte oder Stadtteilfeste. „So etwas haben wir leider schon lange nicht mehr, könnten es aber dadurch in Angriff nehmen“, sagt Mucha. Auch die Aufwertung der Grünflächen sei möglich. Viele Einwohner würden sich beispielsweise auch einen festen Tannenbaum im Viertel wünschen, der dann zur Weihnachtszeit beleuchtet werden könnte.

Diese Mitglieder gehören zum Ortsbeirat

Der neue Ortsbeirat von Lichtenhagen besteht aus elf Mitgliedern. Ralf Mucha (SPD) wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter sind Michael Kluge (Linke) sowie Rüdiger von Leesen (Grüne), der sich bei der Wahl knapp gegen Maja Woest (CDU) durchsetzte. Weiterhin im Ortsbeirat sind Vera Petzold und Monika Schmidt (beide Linke), Joachim Hoppe und Eric Manischewski (beide CDU/UFR-Fraktion), Anne Mucha (SPD) sowie Stefan Bars und Detlef Dietzsch (beide AfD). Die Sitzungen finden planmäßig immer am letzten Dienstag des Monats um 18.30 Uhr im Kolping Begegnungszentrum in der Eutiner Straße 20 statt.

„Was wir außerdem dringend im Stadtteil brauchen, sind öffentliche Toiletten“, zählt Mucha weitere Wünsche auf. Auch „die Ecke beim Nordlicht, die wir als Schmuddelecke bezeichnen, muss endlich weg“, so der Lichtenhäger. Im Süden des Stadtteiles fehle eine Versorgungseinrichtung. „Wir hoffen, dass sich mit dem Bauvorhaben der Wiro dort nicht nur mehr Menschen ansiedeln, sondern auch ein kleiner Einkaufsmarkt oder Ähnliches.“

Identifikation der Bürger mit dem Stadtteil erhöhen

Ralf Mucha hofft, dass das in Aussicht stehende Förderprogramm mit allen dazugehörigen Projekten auch dazu beiträgt, die Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil Lichtenhagen zu stärken. Das von der Bürgerschaft ins Leben gerufene Budget für die Ortsbeiräte hätte dazu nur bedingt beigetragen. „Wir sind da relativ unzufrieden mit dem Verfahren und müssen uns dazu nochmal zusammensetzen, damit wir nicht wie in diesem Jahr Geld ungenutzt zurückgeben“, so Mucha.

Was er für die gerade begonnene Amtszeit ebenfalls auf der Agenda hätte, sei das Thema wildes Parken im Stadtteil. „Das wird immer schlimmer, gerade abends und an den Wochenenden.“ Aktuell sei man dabei, fehlende Markierungen für Parkflächen im Stadtteil nachzubessern, um das Wildparken zumindest teilweise in den Griff zu bekommen.

Sanierung von Hockeyplatz und Freifläche am Brink geplant

Das Städtebauförderprogramm „Die soziale Stadt“ hat bereits mehreren Teile Rostocks aufgewertet, zum Beispiel Groß-Klein, Schmarl oder Dierkow und Toitwinkel. Zuständig für die Umsetzung ist die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und -entwicklung (RGS). In Toitenwinkel wird durch die finanziellen Mittel beispielsweise ein Bürgerpark gestaltet, für den die Menschen aus dem Viertel Wünsche äußern durften.

Auch für den Stadtteil Lichtenhagen nennt die RGS bereits Maßnahmen, die nach Start des Förderprogrammes angegangen werden könnten. Zum Beispiel die Sanierung des Hockey­platzes in der Danziger Straße, die Sanierung der südlichen Freifläche des Lichtenhäger Brinks oder den Ausbau der Grabower Straße.

Insgesamt haben bis zum Jahr 2018 934 Gebiete in 533 Städten und Gemeinden Deutschlands am Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" teilgenommen.

Von Claudia Labude-Gericke

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