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Rostock Rostocks Stadtteile wollen mitfeiern
Mecklenburg Rostock Rostocks Stadtteile wollen mitfeiern
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15:38 26.06.2018
Die engagierten Einwohner Hartmut Lindner und Christel Tröger zeigen einen Nachbau Schmarls. Dies ist nur ein Projekt der langen Back. Neun Stadtteile Rotocks präsentieren sich am 4. Juli mit vielen verschiedenen Aktionen vor dem Kröpeliner Tor. Quelle: Johanna Hegermann
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Rostock

Unter dem Motto „An der langen Back – Geschichte(n) aus den Stadtteilen“ sollen am 4. Juli, 11 bis 15 Uhr, vor dem Kröpeliner Tor in Rostock auf einem rund 100 Meter langem Tisch Projekte und Exponate gezeigt werden. Es ist ein generationsübergreifendes Projekt, an dem sich Schulen, Kitas, Senioren und Ehrenamtliche beteiligen. „Es ist eine Gemeinschaftsaktion aller Stadtteile, die ein Stadtteilbegegnungszentrum haben“, sagt Katja Eisele vom Haus 12 in Schmarl. Die Pläne der neun Stadtteilzentren sind dabei ganz verschieden.

Toitenwinkel

Toitenwinkel habe drei Projekte vorbereitet. „Wir stellen zum Beispiel den Toitenwinkler Augenzeugen vor, der monatlich über den Stadtteil berichtet“, erzählt Cindy Kirschnick vom Twinkelhus. Der Augenzeuge soll auch an dem Festtag eine Dokumentation drehen. „Der Film wird ein Geschenk für Rostock.“

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Dierkow

Dierkow will auch seine Straßennahmen in den Vordergrund rücken. „Wenn man an Dierkow denkt, denkt man an den Kurt-Schuhmacher-Ring. Aber es gibt andere Namen, darunter viele Architekten“, erklärt Steffen Ohm vom dortigen SBZ. Sie wollen mithilfe eines Buchs diese Personen kurz vorstellen. Er macht deutlich: „Wir haben überall in den Stadtteilen Menschen, die mir viel Herz die Leute mitreißen.“ Ohne solch einen Einsatz wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Lichtenhagen

Für Rainer Fabian vom Kolping Begegnungszentrum Lichtenhagen ist die lange Back etwas Besonderes. „Wir wollen zeigen, dass Rostock mehr ist als ihre Innenstadt. Auch wir sind Rostock.“ Sein Stadtteil habe immer das Image vom Sonnenblumenhaus und den Ereignissen 1992. „Die Lichtenhäger haben davon Abstand genommen“, sagt Fabian. Als Symbol soll vor dem Stand eine Sonnenblume stehen, auf der Bilder aus dem bunten Stadtteil gezeigt werden. „Auch unsere Schulen wollen zeigen, wie kunterbunt sie sich entwickelt haben.“

Schmarl

Der Tag sei eine Image-Pflege, erklärt Katja Eisele. „Wir wollen auf die Stadtteile neugierig machen.“ Mit ganz viel Herzblut sind auch die Schmarler dabei. Für sie war es wichtig an 800 Jahre Rostock anzuknüpfen. „Viele Stadtteile haben eine ähnlich lange Geschichte“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Michael Berger, er spielt auch auf das Kloster zum Heiligen Kreuz an, das einst auf der Fläche Schmarls lag. Auch Pläne aus DDR-Zeiten werden hier gezeigt. „Wir werden beweisen, dass es sich hier gut leben, wohnen und auch arbeiten lässt“, verspricht der engagierte Einwohner Hartmut Lindner.

Hegermann Johanna