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Rostock Zwischen Lernstress, Unialltag und Freizeit: Studenten bereiten sich auf Prüfungen vor
Mecklenburg Rostock Zwischen Lernstress, Unialltag und Freizeit: Studenten bereiten sich auf Prüfungen vor
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16:52 14.01.2019
Vinaykumar Vernekar (30) studiert Elektrotechnik und muss noch vor den Semesterferien einen umfangreichen Forschungsbericht abgeben. Seit mehr als drei Monaten schreibt er schon an der Arbeit. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

Die Plätze in der Südstadtbibliothek werden knapper, die Nächte länger und die Zeit bis zu den Prüfungen immer kürzer. Für viele Studenten der Universität Rostock beginnt das neue Jahr mit einer Menge Lernstress. Neben den Vorbereitungen für laufende Seminare müssen sie bereits für die anstehenden Prüfungen pauken. Doch auch die Freizeit darf nicht zu kurz kommen.

Feli Kühn schreibt zwei Prüfungen in diesem Semester. „Hinzu kommen noch drei Hausarbeiten, die ich alle an einem Tag abgeben muss“, sagt die 21-Jährige. Damit sie nicht in Zeitnot gerät, hat die Lehramtsstudentin bereits vor Weihnachten mit den Vorbereitungen begonnen. „Eigentlich schiebe ich Sachen gerne vor mir her“, gesteht sie. „Diesmal habe ich aber Angst, dass ich nicht rechtzeitig mit allem fertig werde.“ Mindestens drei Stunden am Tag verbringe sie in der Bibliothek. Die Stille und „angenehme Lernatmosphäre“ lassen sie produktiver sein. „In meiner WG ist immer etwas los und ständig werde ich abgelenkt.“

„Unter Druck kann ich am besten arbeiten“, meint hingegen Markus Stahl. Ende Januar müsse er zwei Vorträge halten, die bislang beide auf seiner To-do-Liste untergegangen sind. „Ich setzte mich am Wochenende davor ran, das reicht.“ Auch der bevorstehenden Prüfungsphase sieht der 23-Jährige eher locker entgegen. Insgesamt drei Klausuren müsse er bestehen, um das Semester erfolgreich abzuschließen. Gelernt habe er noch nicht. „Ich nutze die Zeit, um Sport zu treiben und mich mit meinen Freunden zu treffen, bevor alle in ihren Bunkern verschwinden“, sagt er lachend.

„Man sollte sich auf keinen Fall einsperren und soziale Kontakte vermeiden“, findet Anne Lehmann. Sie plane sich stets feste Termine ein, an denen sie etwas nur für sich tut. Ob Yoga machen, ins Kino gehen oder Freunde treffen – Hauptsache für ein paar Minuten abschalten und die Uni vergessen. Die Zeit, in der sie an ihrer Examensarbeit schreibt, versuche sich die 33-Jährige so strukturiert wie nur möglich zu gestalten „Ich gehe immer in die Bibliothek. Das ist für mich ein tägliches Ritual“, berichtet Sonderpädagogik-Studentin. Außerdem brauche sie einen neutralen Ort zum Lernen. Arbeit und Privatleben sollen strikt getrennt bleiben.

Das sieht Freundin Sarah Tiedemann anders. Auch sie sitzt derzeit an ihrer Examensarbeit. Im Gegensatz zu Anne Lehmann schreibt sie lieber in ihren eigenen vier Wänden. „Ich kann mich in der Bibliothek zwar besser konzentrieren, doch zu Hause fühle ich mich wohler“, meint die 28-Jährige. Im vergangenen Sommer hat die Studentin mit den Vorbereitungen für ihre Abschlussprüfung begonnen. Bis August bleibt ihr noch etwas Zeit. „Schubweise fühle ich mich gestresst. An manchen Tagen ist alles schön und dann überkommt mich die Panik“, sagt sie. „Dabei hab ich schon so viel überstanden. Es kann nichts Schlimmes mehr passieren“, ermutigt sie sich selbst. Schließlich hänge das Leben ja nicht von der Abschlussarbeit ab.

Vinaykumar Vernekar hat die meisten seiner Prüfungen bereits absolviert, jetzt stehen noch ein umfangreicher Forschungsbericht und anschließend die Masterarbeit an. Ersteres muss der Elektrotechnik-Student noch vor den Semesterferien abgeben. „Ich hab noch ein bisschen was daran zu machen“, sagt der 30-Jährige. Auch er ist eher selten in der Bibliothek anzutreffen. „Es ist immer unglaublich voll und am Nachmittag findet man keine freien Plätze mehr. Besonders beliebt seien die Einzelarbeitskabinen. „Eine Zeit lang bin ich früh aufgestanden, um pünktlich um 8 Uhr an der Bib zu sein.“ Dieser Trick sei aber längst auch bei anderen Studenten bekannt. Weil vor allem die letzten Wochen vor der Abgabe besonders stressig und anstrengend sind, geht Vernekar regelmäßig spazieren. „Es ist nicht schwer, sich zu motivieren. Das Problem ist, motiviert zu bleiben. Kleine Pausen und etwas frische Luft können Wunder bewirken.“

Susanne Gidzinski

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