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Rostock Rostocks Wohnungen werden Smart Homes: So können Sie die Technik kostenlos testen
Mecklenburg Rostock Rostocks Wohnungen werden Smart Homes: So können Sie die Technik kostenlos testen
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19:00 18.04.2019
Christin Wissel führt Interessenten durch die neue Wiro-Ausstellung „Schlaues Zuhause“. An ihrer Seite ihr neuer „Arbeitskollege“: Roboter Pepper. Quelle: ANTJE BERNSTEIN
Lütten Klein

Die Kühlschranktür steht offen. Stundenlang und unbemerkt. „Das ist mir im Eifer des Gefechts schon öfter passiert“, sagt Christin Wissel. Ärgerlich, wenn sie dann feststellen muss, dass schnell verderbliche Lebensmittel hinüber sind. Die Lösung des Problems ist kaum größer als ein Feuerzeug: Ein Pförtner-Sensor an der Tür bemerkt, wenn diese lange offen steht und schickt eine Warnmeldung auf’s Handy. „Einfach genial“, sagt Christin Wissel.

Ein Blick ins schlaue Zuhause

Mit cleveren Helfern, wie diesem, will Rostocks größtes Wohnungsunternehmen, die Wiro, ab 2020 seine Mieter ausstatten. Smart Home – vernetzte und per Smartphone steuerbare Geräte für den Haushalt – soll das Leben leichter, sicherer und billiger machen. Ein Trend, auf den auch andere Vermieter setzen.

Bevor die Wiro die ersten Wohnungen digitalisiert, dürfen Interessenten die intelligente Technologie ausprobieren. In Lütten Kleins Magnetpassage zeigt Wiro-Mitarbeiterin Christin Wissel Besuchern in einer Modellwohnung, wie das „schlaue Zuhause“ funktioniert:

Wenn Herd und Heizung mitdenken

Das Licht in allen Zimmern wird über eine Schaltzentrale gesteuert oder von unterwegs mit dem Handy fernbedient. Ein smartes Thermostat senkt die Nebenkosten, denn es erkennt, wenn das Fenster offen steht und reguliert die Heizung runter. Um Katastrophenschutz geht’s in der Küche: Am Herd schlägt ein Wächter Alarm, wenn eine Kochplatte ungewöhnlich lange glüht oder das Essen anbrennt. Ein Sensor im Boden meldet, wenn nach einem Rohrbruch die Küche schwimmt und dreht das Wasser ab.

Wiro sucht Testmieter

Um herauszufinden, wie sich diese Geräte in der Praxis bewähren, sucht die Wiro Mieter, die ein oder mehrere Smart-Home-Produkte kostenlos in ihren vier Wänden testen wollen. Nach neun Monaten sollen Wohnungen auf Wunsch dauerhaft damit bestückt werden. „Wir bieten die Technik für alle Bewohner an, auch für Bestandskunden“, betont Wiro-Chef Ralf Zimlich. Sie funktioniere nahezu in jeder Wohnung, ohne dass dafür großartig Kabel verlegt werden müssten.

Smart-Home-Tester gesucht

Die Ausstellung „Das schlaue Zuhause“ in der Magnetpassage in der Warnowallee 7 ist wie folgt geöffnet: dienstags 10-12 Uhr, mittwochs 14-16 Uhr und donnerstags 15-17 Uhr.

Wiro-Mieter, die die schlaue Haustechnik in den eigenen vier Wänden ausprobieren möchten, können sich als Tester bewerben. Die dafür nötigen Formulare gibt es in der Magnetpassage, in den Wiro-Kundencentern und unter www.wiro.de/schlau.

Kosten für Smart-Home-Nutzer

Damit sie zu den Bedürfnissen des jeweiligen Bewohners passt und einwandfrei läuft, installieren, programmieren und warten Profis die Geräte. Die Kosten will die Wiro auf die Miete umlegen. „Es wäre, je nachdem was gewünscht wird, nur ein kleiner Betrag“, sagt Wiro-Sprecher Carsten Klehn. Und für viele Nutzer falle auch der weg: Bei Älteren könnten Pflege- und Krankenkasse die Kosten übernehmen.

Im Alter zu Hause wohnen bleiben

Beispielsweise für den Sturzmelder: Das Armband setzt automatisch einen Notruf ab, wenn sein Träger hinfällt. Potenzielle Nutzer gibt es viele. Allein in Lütten Klein leben in rund 800 Wiro-Wohnungen Mieter, die mehr als 80 Jahre alt sind. Sie könnten mit Smart-Home-Geräten länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Zeitgleich müssten sich ihre Angehörige weniger Sorgen machen.

Mit der Idee ist die Wiro nicht allein: Die WG Schiffahrt-Hafen hat im vergangenen Jahr Wohnungen, die saniert werden mussten, mit Smart-Home-Technik wie einer zentralen Steckdosensteuerung, einer schlüsselfreien Eingangstür oder einer automatische Herdabschaltung ausgerüstet.

Smart-Home-Markt wächst

Immer mehr Verbraucher vernetzen ihr Zuhause. In diesem Jahr setzt der Smart-Home-Markt laut Bundesstatistikamt 3,5 Milliarden Euro um, in vier Jahren soll es fast doppelt so viel sein. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts mafo.de hat ergeben, dass inzwischen jeder Dritte eine Smart-Home-Lösung benutzt, um Energiemanagement oder Sicherheit in der Wohnung zu verbessern, den Wohnkomfort zu erhöhen oder einfach als Entertainment-Faktor.

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Antje Bernstein

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