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Rostock SV  Warnemünde: Die Bundesliga bleibt das Ziel
Mecklenburg Rostock SV  Warnemünde: Die Bundesliga bleibt das Ziel
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16:30 28.05.2019
Sie sorgten für gute Stimmung bei den Heimspielen des SV  Warnemünde. Im Schnitt kamen 525 Fans in die Ospa-Arena. Quelle: Tommy Bastian
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Rostock

Frank Thiessenhusen hat einen großen Traum. Irgendwann möchte der 41-jährige Manager der Zweitliga-Volleyballer des SV  Warnemünde mit seinem Verein erstklassig spielen. Deshalb hat der Rostocker 2016 mit weiteren Mitstreitern das Projekt „Bundesliga“ ausgerufen. Die ersten Schritte auf dem Weg dorthin haben die Ostseestädter geschafft. 2017 gelang ihnen der anvisierte Aufstieg in die 2.  Bundesliga Nord. Dort hat sich der SVW in den vergangenen zwei Jahren eta­bliert. Für die Spielzeit 2019/20 hatten die Warnemünder Verantwort­lichen ausgerufen, in den Titelkampf eingreifen zu wollen. Das dürfte allerdings nichts werden.

Thiessenhusen erklärt: „Für die Ligaspitze fehlt uns noch das notwendige Budget, dafür müssten wir unseren Etat erhöhen. In zwei, drei Jahren können wir vielleicht ganz oben mitspielen.“ In der neuen Saison werde ein Mittelfeldrang angepeilt. „Wir wollen die Leistung aus der abgelaufenen Spielzeit bestätigen, als wir am Ende Tabellenachter geworden sind“, sagt er.

Den Warnemündern stehen bislang rund 150  000 Euro zur Verfügung, davon gehen allein 15 000 für Reisekosten drauf. „Die Tendenz sollte dahingeben, dass wir mit 200  000 Euro arbeiten können“, sagt Frank Thiessenhusen und ­ergänzt: „Allerdings werden wir die finanzielle Sicherheit des Gesamtvereins nicht gefährden.“

Sechs Spieler bleiben

Derzeit ist der frühere Zweitliga-Spieler besonders gefordert. Gemeinsam mit Trainer Jozef Jánošik, der seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert hat, muss Thiessenhusen die Mannschaft für die neue Saison zusammenstellen. Mit den Akteuren der abgelaufenen Serie hat das Duo gesprochen. Ergebnis: „Josef Günther, Konstantin Rode, Ole Ernst, Tommy Mehlberg, Jan-Philipp Krabel und Sören Schröder haben zugesagt, weiter für unseren Verein spielen zu wollen“, erzählt Frank Thiessenhusen. Offen bleibt, wie es mit Oldie Thomas Liefke (38) sowie den weiteren Routiniers Eric Nikolaus (30), Efrain Förster (27) und Hannes Strübing (31) weitergeht. Sie müssen berufliche Dinge klären und/oder entscheiden, ob sie weiter so viel Zeit für das Spielen in der zweiten Liga investieren können und wollen.

„Außerdem arbeiten wir daran, neue Spieler für den SV  Warnemünde zu gewinnen. Mit ein, zwei Akteuren sind die Gespräche weit fortgeschritten“, meint Thiessenhusen, ohne Namen zu nennen. Er sucht besonders nach einem Ersatz für Außenangreifer Piotr Adamowicz (28). Der beste Punktesammler und Publikumsliebling hat den SVW nach nur einer Saison wieder verlassen. Verein und Spieler, der nach OZ-Informationen der bestbezahlte Warnemünder Akteur war, konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen.

Fans gelten als Faustpfand

Die Zweitliga-Lizenz dürfte für den SV Warnemünde kein Problem sein. „Wir haben keine Nachforderungen von der Volleyball-Bundesliga erhalten. Im vorläufigen Spielplan tauchen wir auf. Also ich erwarte keine Probleme“, betont Frank Thiessenhusen. Faustpfand für seinen Club sind die Fans und die Ospa-Arena als Heimspielstätte. Dorthin strömten in der vergangenen Saison im Schnitt 525  Zuschauer und damit mehr als in jede andere Halle in der 2.  Bundesliga Nord. Vom Umfeld her zählen die Rostocker zu den Top-Vereinen in ihrer Staffel.

Der Vorbereitungsstart beim SV  Warnemünde erfolgt Mitte Juli. Bis dahin soll das Team im Großen und Ganzen stehen. Geplant wird auch ein Testspiel gegen einen Erstligisten. „Dazu kann ich noch nichts sagen“, meint Thiessenhusen. Mitte September wird die Spielzeit 2019/20 voraussichtlich mit dem Heimspiel gegen den VC  Bitterfeld-Wolfen beginnen. Das besagt der vorläufige Spielplan. Neu in die Liga kommt Aufsteiger TuS Mondorf aus Niederkassel in Nordrhein-Westfalen aus der 3.  Liga West. Ein Landesduell wird es dagegen nicht geben. Der PSV Neustrelitz, Tabellenzweiter in der 3.  Liga Nord hinter der Bundesliga-Reserve der SVG  Lüneburg, verzichtet auf den Sprung nach oben. Deshalb wird der USC  Braunschweig, Tabellenvorletzter der 2.  Bundesliga Nord, ebenso zweitklassig bleiben wie Staffelsieger CV  Mitteldeutschland und der Zweite SV  Lindow-Gransee, die nicht für den Aufstieg in die Bundesliga gemeldet haben.

Tommy Bastian

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