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Rostock SV Warnemünde: Zur Strafe gibt es kalte Pizza
Mecklenburg Rostock SV Warnemünde: Zur Strafe gibt es kalte Pizza
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13:42 16.04.2019
Zuspieler und Kapitän Ole Ernst (27) möchte auch in der neuen Saison für den SV Warnemünde spielen. Quelle: Tommy Bastian
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Bocholt/Rostock

Ihr letztes Saisonspiel hatten sich die Volleyballer des SV Warnemünde anders vorgestellt. Sie wollten sich mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden. Doch trotz einer 2:0-Satzführung mussten sich die Ostseestädter noch mit 2:3 (25:21, 25:20, 21:25, 23:25, 11:15) bei TuB Bocholt geschlagen geben. Sie beenden die Spielzeit 2018/19 in der 2.  Bundesliga Nord mit 31 Punkten auf dem achten Tabellenrang. Staffelsieger wurde der CV  Mitteldeutschland (54). Der USC  Braunschweig (24) und die DJK  Delbrück (4) müssen absteigen in die 3.  Liga.

Die ersten beiden Sätze liefen ­nahezu gleich ab. Der SV  Warnemünde geriet zweimal schnell in Rückstand – mit jeweils 1:6. Doch dann gaben die Gäste richtig Gas und machten zwölf Punkte, während der Gegner nur noch einen erkämpfte. „So lagen wir sichere sechs bis sieben Punkte vorn. In den Phasen ­hatte TuB keine Chance. Wir dominierten“, meinte SVW-Teammanager Michael Stark.

Doch zum Ende des zweites Satzes ließ die Aufmerksamkeit und Konzentration bei den Rostockern nach. Die Hausherren konnten den Abstand noch verkürzen, die Warnemünder allerdings nicht mehr gefährden. Nach der zehnminütigen Pause begann TuB  Bocholt wieder stark. Anders als in den ersten beiden Durchgängen lief der SV  Warnemünde fortan aber nur noch hinterher (u.  a. 6:9 und 7:11). „Ohne erkennbaren Grund ließen wir den Gegner gewähren, der sich deutlich in Annahme und Feldabwehr steigerte. Folgerichtig unterlagen wir mit 21:25. Danach war Bocholt wieder richtig im Spiel und erkämpfte sich auch den vierten Satz“, ärgerte sich Michael Stark.

Im entscheidenden Tiebreak gingen die Warnemünder dann mit 3:1 in Führung. Sie schienen gerade rechtzeitig, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Doch schon beim letzten Seitenwechsel, Mitte des fünften Satzes, lagen die Gäste von der Ostsee mit 6:9 zurück und unterlagen mit 11:15.

„Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass wir das Spiel trotz starker Überlegenheit noch aus der Hand gegeben haben. Zur Strafe gab es hinterher nur kalte Pizza, denn die hatte ich schon nach dem 2:0 bestellt“, meinte Michael Stark.

SVW-Coach Jozef Jánosik analysierte: „Wir waren stärker in den ersten beiden Sätzen, da hatten wir genug Power. Nach der längeren Pause nach dem dritten Satz spielte der Gegner mit mehr Risiko. Danach entwickelte sich ein Kampf um jeden Punkt, für den wir nach der siebenstündigen Anreise nicht mehr genug Kraft hatten.“ Seine Team habe eine Lehrstunde erhalten, wie wichtig mentale Stärke und spiele­rische Qualität über fünf Sätze sind, meinte der 39-Jährige. „Jedes Training und jedes Spiel bringt unseren jungen Spielern weitere wichtige Erfahrungen. Das ist ein langer Prozess“, verdeutlichte Jánosik.

In dieser Woche sollen weitere Gespräche zwischen dem Trainer und den Vereinsverantwortlichen geführt werden. Jozef Jánosik möchte seinen Ende des Monats auslaufenden Vertrag gern verlängern. Der Club versucht, seine Forderungen zu erfüllen. „Wir haben in dieser Saison einen großen Schritt vorwärts gemacht. Neue Herausforderungen und Pläne sind in unserem Kopf. Wir arbeiten pausenlos“, sagt der Slowake.

SVW-Manager Frank Thiessenhusen muss Anfang Mai die Lizenzunterlagen für die neue Zweitliga-Saison abgeben. Bis dahin dürfte auch klar sein, ob Jánosik und die Leistungsträger wie Piotr Adamowicz, Ole Ernst, Josef Günther oder Tommy Mehlberg bleiben werden. Sie alle haben angekündigt, gern weiter für den SV  Warnemünde spielen zu wollen.

SV Warnemünde: Schröder, Ernst, Mehlberg, Liefke, Förster, Adamowicz; Schille, Krabel, Günther.

Tommy Bastian

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