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Rostock SV Warnemünde krönt tolle Aufholjagd
Mecklenburg Rostock SV Warnemünde krönt tolle Aufholjagd
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15:45 27.01.2019
Warnemündes Kapitän und Zuspieler Ole Ernst (l.), der zuletzt krank gefehlt hatte, brachte diesmal wieder mehr Struktur in Angriffsspiel seines Teams. Quelle: Marten Vorwerk
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Rostock

Mentalität haben am Sonnabend die Zweitliga-Volleyballer des SV Warnemünde gezeigt. Vor 464  Zuschauern in der heimischen Ospa-Arena drehte der SVW das Spiel gegen den USC Braunschweig, gewann nach 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (21:25, 21:25, 25:11, 25:18, 15:9) und sicherte sich zwei Punkte. Mit nun 26 Zählern eroberten die Ostseestädter den dritten Tabellenrang zurück. Spitzenreiter bleiben die CV  Mitteldeutschland (33).

Warnemündes Diagonalangreifer Efrain Förster, der zum besten Spieler der Partie gewählt wurde, war glücklich und meinte: „Mental bringt das sehr viel, wenn du nach 0:2-Rückstand noch zurückkommst.“ SVW-Trainer Jozef Jánošík sprach von einem großen Fight. „Der Gegner war sehr stark und hatte nichts zu verlieren. Wir haben am Ende mit viel Emotionen gewonnen. Die Fans haben uns super unterstützt.“

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Zu Beginn der Partie wirkten die Gastgeber nicht wach und machten einfache Fehler. Vier Aufschläge fanden im ersten Satz nicht den Weg ins Feld. Die Gäste aus Niedersachsen (Tabellenzehnter, 12 Punkte) nutzten die Fehler eiskalt aus und sicherten sich den ersten Durchgang verdient mit 25:21. Besser lief es im zweiten Satz. Auch durch die Einwechslung von Efrain Förster. Der SVW führte 13:8 und noch 21:18. Doch danach lief gar nichts mehr bei den Hausherren. Sieben Punkte in Serie mussten sie hinnehmen und unterlagen noch mit 21:25. „Das darf uns nicht passieren. Wenn du den Gegner im Griff und den Satz fast gewonnnen hast, dann musst du ihn auch für dich entscheiden“, schimpfte Jánošík. Förster fand „keine Erklärung“ für die Schwächephase.

Nach dem Motto ’Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren’ starteten die Warnemünder in den dritten Satz und spielten sich in einen Rausch. Die Aufschläge kamen fortan deutlich besser und stellten die Braunschweiger vor große Probleme. Zudem agierte der Mittelblock um Thomas Liefke und Konstantin Rode stark. Mit 25:11 holten sich die Mecklenburger den dritten Abschnitt. Der vierte Durchgang begann ausgeglichen (4:4, 7:7). Beim Stand von 10:10 startete Efrain Förster eine starke Aufschlagserie und führte sein Team zum 15:10. Zuspieler Ole Ernst setzte seine Teamkameraden gut in Szene. Allen voran Förster und Tommy Mehlberg, die viele Punkten zugunsten der Rostocker erzielten. Auch der vierte Durchgang ging deutlich an den SVW (25:18).

Im Entscheidungssatz bestimmte der SV Warnemünde, beflügelt durch die tolle Aufholjagd und das lautstarke Publikum, weiter das Geschehen und führte schnell mit 4:0. Zwar rafften sich die Braunschweiger noch einmal auf und kamen auf 4:6 heran. Doch mit fünf Punkten in Serie sorgten die Ostseestädter dann für die Entscheidung. Endstand 15:9 für den SV  Warnemünde.

Teammanager Michael Stark sagte: „Wir waren anfangs nicht da. Nach dem 0:2 gab es in der Kabine eine emotionale Ansprache. Die hat gefruchtet.“ Für Efrain Förster war nicht nur der Sieg sehr wichtig. „Ich hatte in den vergangenen Jahren mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Momentan läuft es im Training und nun auch im Spiel sehr gut“, sagte der Zwei-Meter-Riese erfreut.

Am kommenden Sonntag (16  Uhr) wird es für den SV  Warnemünde in der 2.  Bundesliga Nord beim VV  Humann Essen (9.  Platz, 12 Punkte) weitergehen. Im Hinspiel unterlag der SVW mit 2:3. Diesmal soll ein Sieg gelingen, es wäre dann der zehnte Erfolg im 15. Saisonspiel.

SV  Warnemünde: Krabel, Günther, Liefke, Ernst, Kowalkowski, Mehlberg, Adamowicz, Förster, Schröder, Rode.

Marten Vorwerk

27.01.2019
27.01.2019