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Rostock SV  Warnemünde verpasst Punktgewinn
Mecklenburg Rostock SV  Warnemünde verpasst Punktgewinn
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19:27 10.02.2019
Angreifer Piotr Adamowicz (3. v. r.) vom SV Warnemünde konnte im vierten Satz keine entscheidenden Akzente setzen. Quelle: FOTO: Tommy Bastian
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Rostock

Nach dem letzten Ballwechsel der Partie musste Jan-Philipp Krabel von den Zweitliga-Volleyballern des SV  Warnemünde getröstet werden. Youngster Sören Schröder (18) nahm seinen zwei Jahre älteren Mitspieler in den Arm und sprach ihm aufbauende Worte zu. Sekunden zuvor war Krabel mit seinem Angriffsschlag gescheitert und hatte damit die 1:3 (20:25, 19:25, 25:18, 25:27)-Niederlage seiner Mannschaft gegen den VC  Bitterfeld-Wolfen besiegelt.

Warnemündes Trainer Josef Jánošík machte allerdings weder seinem Schützling noch seinem Team einen Vorwurf. „Als wir in die Saison gestartet sind, waren wir fast immer der Außenseiter. Jetzt sind wir öfter mal der Favorit. Für fast alle in unserem Team ist das eine neue Situation“, meint der 39-Jährige. Es sei schwieriger, als Favorit in ein Spiel zu gehen. „Selbst wenn alle sagen, dass wir befreit aufspielen können und keinen Druck haben, sogar eine Niederlage nicht schlimm sei, ist es für uns durchaus stressig.“ Seine Mannschaft müsse erst noch lernen, mit den gestiegenen Erwartungen umzugehen.

Die Nervosität war den Gast­gebern vor 492 Zuschauern in der Ospa-Arena anzumerken, besonders im zweiten Satz. Sie durchlebten ein Wechselbad der Gefühle, allen voran Jan-Philipp Krabel. Der Diagonalangreifer und der SV  Warnemünde spielten einen ganz ordentl­ichen ersten Abschnitt. Allerdings war der Gegner, der jüngst noch neue Spieler verpflichtet hatte, da zu stark und entschied den Durchgang für sich. Im zweiten Satz leisteten sich die Rostocker zu viele Fehler – in der Annahme, beim Zuspiel, im Angriff und in der Blockabwehr, die oft zu spät kam. Auch Krabel spielte mehrere Bälle ins Netz oder ins Aus.

„Ein bisschen Stress ist gut, da die Spieler sich dann ordentlich konzentrieren. Aber wenn es zu viel wird, können sich einige nicht mehr genug fokussieren und machen Fehler“, sagte Coach Jánošík. Bereits eine Woche zuvor beim 0:3 in Essen hätte sich seine Mannschaft deshalb schwer getan.

Die Warnemünder standen zwischenzeitlich auf dem dritten Tabellenplatz in der 2.  Bundesliga Nord und träumten schon von einem Medaillenrang am Saisonende. Mittlerweile sind sie auf den sechsten Rang zurückgefallen.

Nach dem 0:2-Satzrückstand steigerte sich der SVW, gewann den dritten Abschnitt souverän mit 25:18 – auch weil Jan-Philipp Krabel fortan auftrumpfte und zum Punkte-Garanten wurde. Vom gegnerischen Trainer wurde er später zum wertvollsten Warnemünder Spielr der Partie gewählt.

Im vierten Durchgang boten die Gastgeber dem Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt einen großen Kampf. Es gab viele lange Ballwechsel. Krabel brachte sein Team mehrfach in Führung. Allerdings vergab die Heimmannschaft mehrere Satzbälle und wurde dafür bestraft.

„Schade, denn es war mehr drin. Wir haben ab dem dritten Satz gezeigt, was in uns steckt. Die Mannschaft wird aus dem Spiel lernen“, meinte Warnemündes Sportlicher Leiter Christian Hinze. Auch wenn die Rostocker in der Tabelle zurückgefallen sind, verdeutlicht der 39-Jährige die positive Entwicklung der Mannschaft, die im Vorjahr sportlich abgestiegen war. „Der Klassenerhalt sollte nicht mehr in Gefahr geraten. Für uns gilt es, die Planungssicherheit zu nutzen. Die Spieler sollen sich in Ruhe weiterentwickeln und wir als Verantwortliche müssen die finanzielle und strukturelle Basis für eine noch bessere Saison 2019/20 schaffen“, meint Christian Hinze.

Trainer Josef Jánošík hat erst einmal nur das nächste Spiel im Blick. Am Sonnabend (19.30  Uhr) geht es zu Ligaprimus Chemie Volleys Mitteldeutschland nach Leuna (Sachsen-Anhalt). „Wir müssen lernen, mit Stress umzugehen. Da stimmen unsere Technik und Körpersprache nicht. Das kannst du nicht einfach trainieren. Gerade die jungen Spieler müssen ihre Erfahrungen machen“, sagt der Slowake und ergänzt: „Für uns ist es gut, dass wir im ersten Teil der Saison viele Punkte gemacht haben. Wir können im Prinzip jedes Spiel genießen, dabei dürfen die Spieler nicht vergessen, dass wir nicht unbesiegbar sind.“ SV Warnemünde: Ernst, Mehlberg, ­Liefke, Krabel, Adamowicz, Rode; Günther, Kowalkowski, Förster, Nikolaus, Schröder, Strübing.

Tommy Bastian

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