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Rostock Sanitzer Kammerkonzerte haben eine lange Tradition
Mecklenburg Rostock Sanitzer Kammerkonzerte haben eine lange Tradition
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00:10 11.04.2018
Das Wupper-Trio unter der Leitung von Sayaka Schmuck (Klarinette) musizierte mit Geige und Klavier zum Saisonabschlúss FOTOs (3): JÜRGEN FALKENBERG
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Sanitz

Die 27. Konzertsaison des Vereins „Stunde der Musik - Freundeskreis Friedrich von Flotow“ ging mit einem hinreißenden Konzert des Wupper-Trios zu Ende. Wieder waren in den sechs Winterkonzerten in der Welt gefragte Kammersolisten vertreten wie Ragna Schirmer (zum sechsten Mal), das Gitarrenduo Katonias Twins oder der Cellist Peter Bruns. Nur selten gab es Konzertausfälle wie in diesem Jahr, wo auch der Auftritt des Morgenstern-Quartetts am 14. April abgesagt werden muss.

Künstler aus vielen Ländern sind vom Publikum begeistert

Die Sanitzer Kammerkonzerte haben eine Tradition, die bis in die 70er Jahre zurückreicht und die mit dem Namen Barbara Bathke eng verknüpft ist. 1980 gab es den Konzertwinter auf dem Lande mit vier Konzerten, 1984 dann die Stunde der Musik. Schon damals wurde im Kulturraum der GPG „Obstblüte“ musiziert. Auch heute ist er noch Spielstätte des Vereins. Schon in den Achtzigern wurde das Gedenken an Friedrich von Flotow hochgehalten, ist sein Geburtsort doch Teutendorf. 1983 studierte das Volkstheater Rostock eigens zum 100. Todestag des Komponisten für Sanitz ein Stück „Ach wie so fromm...“

ein.

Antje Weithas, Dieter Zechlin, das Vogler-Quartett waren zu Gast. Rainer Süß wünschte noch viele Konzerte, denn „das Publikum ist herrlich“, wie er sagte. Gerhard Erber, vor und nach der Wende in Sanitz, schrieb ins Gästebuch: „Wer hier nicht gern spielt, sollte sein Instrument an den Nagel hängen“. Gerhard Erber war Pianist. Heute füllen die Kommentare der Künstler viele Gästebücher.

34 Musikliebhaber führten die Kammermusik 1991 zum Verein. Die guten, teilweise persönlichen Verbindungen der Vereinsvorsitzenden Barbara Bathke zu den Künstlern wurden zum Ausgangspunkt des Konzertfortlebens trotz schmaler Kassen. Die Zahl der Konzerte in der Saison wuchs. 1996 hatte der Verein 80 Mitglieder. Heute sind es über 120, die die Treue halten. Immer mehr Künstler von Weltformat fanden nach Sanitz. Unter ihnen das Deutsche Hornensemble, das Verdi-Quartett, der Sänger Peter Ulrich und die Klarinettistin Nina Jansen.

Von Beginn an war die Förderung der Jugend, auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule und der Hochschule für Musik und Theater, ein Ziel. Vor jedem Konzert gibt es Auftritte junger Künstler vor großem Publikum. Über Jahre wurde der Flotow-Wettbewerb ausgetragen. Künstler der Hochschule für Musik und Theater (HMT) und des Volkstheaters Rostock kamen zu den Neujahrskonzerten, die noch stattfinden, und den „Musik im Glashaus“-Veranstaltungen, die der Vergangenheit angehören. Stolz sind die Vereinsmitglieder auf ihr „Ziehkind“ Corina Golomoz aus Moldawien, die an der HMT Violine und Bratsche studierte. Ihr Weg wurde durch ein Stipendium und andere Unterstützung geebnet. Nach zehn Jahren des Studiums ist sie nun als Kammersolistin im In- und Ausland gefragt. Immer am 1. Mai ist ein Dankeschönkonzert, bei dem es ein herzliches Wiedersehen gibt. Astrid Burkhard, die jetzige Vereinvorsitzende, konnte die besten Wünsche zur Hochzeit nach Österreich überbringen.

Auch Oksana Goretska, die als 16-Jährige aus der Ukraine an die HMT zum Klavierspielerlernen nach Rostock kam, haben die Sanitzer aus privaten Spenden ein Auffangnetz geschaffen. Oksana wird am 1.

Mai ihr zweites Dankeschön-Konzert in Sanitz spielen. Die Musikfreunde sind auf ihre Fortschritte gespannt.

Jürgen Falkenberg

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