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Rostock Scandlines nach P+S-Pleite: Bau neuer Fähren in Finnland
Mecklenburg Rostock Scandlines nach P+S-Pleite: Bau neuer Fähren in Finnland
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21:27 04.07.2013
Firmenschriftzug der Reederei Scandlines in Warnemünde. Foto: Hans Wiedl/Archiv
Firmenschriftzug der Reederei Scandlines in Warnemünde. Foto: Hans Wiedl/Archiv
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Rostock

Nach der Stornierung ihres Millionen-Auftrages für die insolvente P+S-Werft in Stralsund lässt die Fährreederei Scandlines nun zwei neue Fähren in Finnland bauen. Mit dem Werftenkonzern STX Finland Oy sei dafür jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, teilte Scandlines am Mittwoch in Rostock mit. Die Schiffe sollen im Frühjahr 2015 ausgeliefert werden und dann auf der Route zwischen Rostock und der dänischen Hafenstadt Gedser eingesetzt werden.

Der Vertragsabschluss über den Bau der beiden Doppelendfähren, die aufgrund ihrer Bauweise dann auch zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødby eingesetzt werden könnten, solle in Kürze erfolgen. Jede Fähre werde 1300 Passagiere und 72 Lkw oder 382 Pkw transportieren können, hieß es. Zu STX Finland Oy gehören drei Werften in Turku, Rauma und Helsinki.

Zwischen Rostock und Gedser sollten früheren Planungen zufolge bereits zwei neue Fähren verkehren, die in Stralsund gebaut wurden. Doch hatte es erhebliche Probleme und zeitliche Verzögerungen beim Bau gegeben. Die Schiffe waren unter anderem wesentlich schwerer als vorgegeben und hätten nicht an den Fähranlegern andocken können. Scandlines trat daraufhin vom Kauf zurück, Nachverhandlungen über einen geringeren Preis blieben erfolglos. Der Insolvenzverwalter der P+S-Werft sucht nach neuen Käufern für die Fähren.

Scandlines-Informationen zum Auftrag

dpa