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Rostock Schausteller feiern Eröffnung des Rostocker Weihnachtsmarktes
Mecklenburg Rostock Schausteller feiern Eröffnung des Rostocker Weihnachtsmarktes
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16:30 22.11.2019
Freuen sich auf den Weihnachtsmarkt 2019 in Rostock: Großmarkt-Chefin Inga Knospe, Schankwirt Frank Kropp und Schaustellerverbandsvorsitzende Marlies Urbigkeit. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Zwei anstrengende Wochen liegen hinter ihnen. Nun konnten Schausteller, Organisatoren, Handwerker und andere, die am Aufbau des Rostocker Weihnachtsmarktes beteiligt waren, kurz durchatmen. Bei der feierlichen Eröffnung am Donnerstagabend trafen sie sich beim Weihnachtsdorf am Brink und genossen die Ruhe vor der Adventszeit bei Glühwein und Büfett.

Ab Montag stehen ihnen 28 ereignisreiche Tage auf dem Weihnachtsmarkt bevor. Inga Knospe, Geschäftsführerin des Rostocker Großmarktes bedankte sich bei allen Anwesenden für die Zusammenarbeit: „Man arbeitet gemeinsam an einer Großveranstaltung, mit der jeder zufrieden sein möchte“ Knospe weiter: „Aus Problemen werden Lösungen und jeder trägt ein Puzzleteil dazu bei.“

Schaustellerverband bekommt neuen Vorstandsvorsitzenden

Marlies Urbigkeit, Chefin des Schaustellerverbandes, hatte bei der Feier eine Ankündigung zu machen. Sie werde ihr Amt Ende November aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Ihr Stellvertreter Lothar Welte übernimmt den Posten bis zur Neuwahl des Vorstandes. Für den Rostocker Weihnachtsmarkt wünscht Urbigkeit sich, dass er ein „sicheres und friedliches Fest“ wird. „Wir wollen angenehme Temperaturen, Sonnenschein und keinen Regen, dann kann er nur ein Erfolg werden“, zeigte sie sich optimistisch.

Bildergalerie: Eröffnungsfeier des Weihnachtsmarktes

Der Rostocker Weihnachtsmarkt ist ab Montag eröffnet. Für alle, die am Aufbau und der Organisation beteiligt waren, ein Grund zum Feiern. Am Donnerstagabend trafen sie sich auf Glühwein und Büfett im Weihnachtsdorf am Brink.

Urbigkeits Nachfolger, Lolthar Welte, ist stolz auf den traditionsreichen Markt. „Wenn anderorts vom Rostocker Weihnachtsmarkt gesprochen wird, sind die Leute begeistert“, erzählt er. Der 61-Jährige weiter: „Etwas so Großes mit so vielen Besuchern trauen viele der Hansestadt gar nicht zu.“ Die Vielzahl unterschiedlichster Eindrücke, wie der Mittelaltermarkt, die Fahrgeschäfte und die zahlreichen Stände seien eine Besonderheit, meint Welte. Sein Highlight: Die Weihnachtspyramide am Neuen Markt. „Ich habe viele Gäste eingeladen, mit denen ich da hingehe und das prickelt immer richtig im Rücken, wenn man da ist“, freut er sich.

Gute Zusammenarbeit und vernünftiger Umgang

Auch Gisbert Ruhnke, der ehemalige Rostocker Hafenkapitän war bei der Eröffnungsfeier. Als Chef des Hafens leistete er 12 Jahre lang seinen Beitrag zum Weihnachtsmarkt. „Wir waren ja für die Logistik und die Organisation an der Marktfläche am Hafen zuständig“, erklärt der 66-Jährige. Er erinnert sich gerne an die gute Zusammenarbeit, vor allem mit dem Rostocker Großmarkt zurück: „Es war immer ein guter, vernünftiger Umgang und wir hatten nie große Probleme.“

Er vermisse die Arbeit zwar schon, aber noch mehr freut er sich auf die kommenden Wochen. Für ihn und seine Frau sei der Weihnachtsmarkt jedes Jahr ein Höhepunkt. Ruhnke wohnt seit 1977 in der Hansestadt und hat die Entwicklung beobachtet: „Man merkt, dass es immer mehr Besucher gibt und der Markt größer und schöner wird.“ Gerade für Kinder seien Kinderkarussell und Kindermärchen „unheimlich schön“. Seine persönliche Leidenschaft: „Ich sammle seit 2000 die Glühweintassen, die es dort gibt“, lacht der 66-Jährige.

Glühweingenuss am Brink

Bürgerschaftsmitglied Matthias Krack genoss ebenfalls einen Glühwein bei der Feier. Er betonte die Vorteile des Weihnachtsmarkt für die Hansestadt. Dieser helfe, Menschen in die Stadt zu locken, wovon vor allem die Einzelhändler profitieren würden. Außerdem: „Ich freue mich, hier am Brink nach der Arbeit entspannen zu können.“

Gastgeber der Feier war Frank Kropp, Leiter des Weihnachtsdorfes am Brink. Er und sein Team waren sogar vier Wochen mit dem Aufbau beschäftigt, bei dem 350 Quadratmeter Holz verarbeitet wurden. Kropp wird über die nächsten Wochen viel zu tun haben, sagt er. „Ich bin jeden Tag von 8 bis 23 Uhr hier komme eigentlich gar nicht raus.“ Das Weihnachtsdorf wird sogar bis Anfang Januar geöffnet haben.

Trotzdem ist es für ihn eine schöne, wenn auch intensive Zeit. „Es ist besinnlich, die Leute sind gut drauf und entspannt.“ Die allabendlichen, bekannten Gesichter beim Glühweingenuss zu sehen, freue ihn. Das Weihnachtsdorf lädt zudem regelmäßig Kindergarten- und Hortgruppen zum Basteln ein. Den Kindern damit eine Freude zu bereiten, macht ihm am meisten Spaß.

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Von Anh Tran

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