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Rostock Schiffsbäuche aus Rostock für sieben neue Kreuzfahrt-Riesen
Mecklenburg Rostock Schiffsbäuche aus Rostock für sieben neue Kreuzfahrt-Riesen
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00:00 07.09.2017
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Hamburg/Rostock

Sieben auf einen Streich: Der weltweit größte Kreuzfahrt-Konzern, die amerikanische Carnival Corporation-Gruppe, gab gestern in Hamburg den Startschuss für den Bau von sieben Luxuslinern einer neuen Schiffsgeneration. Zwei davon sind für die Rostocker Reederei Aida Cruises bestimmt. Die Antriebsmaschinen für alle sieben Schiffe liefert der Warnemünder Motorenbauer Caterpillar. Die vollständigen Maschinenraumsektionen – die mehr als 200 Meter langen Mittelteile des Schiffsrumpfes – kommen von der Warnemünder Neptun Werft.

Der erste Block für den Schiffsrumpf der „Aidanova“ senkt sich von einer Lichtshow begleitet in die Montagehalle der Meyer Werft in Papenburg. Quelle: Foto: Aida

Für den Serien-Erstling, die „Aidanova“, wurde auf der Branchenmesse Seatrade Europe mit einer virtuellen Zeremonie die Kiellegung gefeiert. Die „Aidanova“ wird weltweit der erste Kreuzliner sein, der sowohl im Hafen als auch auf See vollständig mit dem emissionsarmen Treibstoff Flüssiggas (Liquefied Natural Gas/LNG) betrieben werden kann.

Zuschauer konnten verfolgen, wie sich der erste Block für den Schiffsrumpf – effektvoll von einer Lichtshow begleitet – in die Montagehalle der Meyer Werft in Papenburg (Niedersachsen) senkte.

Traditionell wurden Münzen unter den Schiffsrumpf gelegt – von zwei Auszubildenden: Louisa Tröbner von Aida Cruises und Martin de Boer von der Meyer Werft platzierten sie als Glücksbringer unter dem Kiel.

Es war ein symbolischer Startschuss. Der erste Stahlschnitt für das fast 340 Meter lange Luxushotel mit 2600 Kabinen fand schon im Februar in Papenburg statt (die OZ berichtete). Auf der Warnemünder Neptun Werft wächst indessen der Maschinenraum der „Aidanova“. Die vier Motoren sind bereits montiert. „Am 28. September kann die erste Sektion nach Papenburg verschifft werden“, sagt Neptun-Geschäftsführer Raimon Strunck. Auf der Meyer Werft wird das Schiff dann zusammengesetzt, Ende 2018 soll es seine erste Reise antreten.

Mit einem „Volle Fahrt voraus!“ läutete Carnival-Präsident Arnold Donald die neue Ära in der Nutzung von Flüssig-Erdgas als Schiffs-Treibstoff ein. „Wir wollen verantwortungsvoll in die Zukunft investieren, damit wir unseren Kindern eine ebenso schöne Welt hinterlassen, wie wir sie heute erleben“, sagte Donald. Neben Aida Cruises erhalten die Marken Costa Cruises sowie Carnival Cruise Lines und P&O Cruises Großbritannien LNG-Schiffe der neuen Serie. Bis 2022 sollen alle sieben Schiffe auf den Meyer Werften in Papenburg und Turku (Finnland) fertiggestellt sein.

Aida-Präsident Felix Eichhorn betonte, dass die Rostocker Reederei ihr „Green Cruising“-Konzept konsequent verfolge. Durch den Einsatz von Flüssig-Erdgas würden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden sowie der Ausstoß von Stick- und Kohlendioxid deutlich gesenkt. Die beiden 2016 und 2017 in Dienst gestellten Schwesterschiffe „Aidaprima“ und „Aidaperla“ nutzen bereits ebenfalls den umweltfreundlichsten fossilen Treibstoff, jedoch nur im Hafen.

Elke Ehlers

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