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Rostock Schlimme Schlaglöcher: Gehlsdorfer fordern neue Straßen
Mecklenburg Rostock Schlimme Schlaglöcher: Gehlsdorfer fordern neue Straßen
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19:14 31.05.2019
Nach dem Hochwasser im Januar: Gehlsdorfs Ortsbeiratschef Kurt Massenthe (UFR) zeigt Schäden auf dem Radweg zwischen den Ortsteilen Langenort und Krummendorf. Quelle: André Horn
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Gehlsdorf

 Kurt Massenthe (UFR), Ortsbeiratschef in Gehlsdorf, hat schon beim Bau des Radweges zwischen Langenort und Krummendorf gefordert: „Hebt die Senke auf der Straße für den Autoverkehr gleich mit an. 50 Zentimeter reichen schon.“ Das wäre damals auch nicht teuer gewesen, sagt Massenthe. Dennoch sei nichts geschehen. Ergebnis: Weil sich in der Senke nun ständig das Wasser ansammelt, ist der Straßenbelag stark angegriffen. Es kommt zu Absackungen. Und um den Schlaglöchern auszuweichen, lenken Autofahrer teilweise ihr Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn.

Beim Hochwasser Anfang Januar musste die Straße sogar komplett gesperrt werden, weil die Senke komplett vollgelaufen war. Doch die Autofahrer missachteten die Sperrung und wichen auf den Radweg daneben aus, was zu Schäden führte. Teilweise blieben die Autofahrer sogar in der Senke stecken und mussten von anderen herausgezogen werden.

Bei der Verkehrsschau in Gehlsdorf ist die Straße nun erneut in den Fokus gerückt. Fazit der städtischen Verkehrsbehörde: Die Straße muss unverzüglich ausgebessert werden, schließlich gefährden die ausweichenden Fahrzeuge den Gegenverkehr. Doch warum ist nicht schon beim Bau des Radweges etwas unternommen worden? „Eine Rekonstruktion der Fahrbahn war in den damaligen Ausführungsunterlagen nicht vorgesehen“, antwortet das städtische Amt für Verkehrsanlagen. Ausschließlich für den Neubau des Geh- und Radweges habe das vorhandene Durchlassbauwerk verlängert werden müssen. „Nach nochmaliger Prüfung der Anhebung der Straße in dem betreffenden Abschnitt ist von einem Kostenvolumen von 350 000 Euro auszugehen, da dann der bestehende Durchlass auch hätte erneuert werden müssen“, so das Amt weiter.

Dass nun unverzüglich eingeschritten werden soll, erfreut den Ortsbeirat. Einerseits. Andererseits sagt Massenthe: „Wer hält sich schon daran? Das ist ja das Schlimme.“ Er rechnet damit, dass mindestens ein Jahr vergehe, bis sich etwas tut. Dabei sei Eile geboten: „Wir haben befürchtet, dass es dort schon in diesem Winter knallt. Wenn die Straße anfriert.“ Es sei aber zum Glück nichts passiert. „Noch nicht“, betont Massenthe.

Notfallstraße für den Überseehafen

Auch an anderer Stelle sieht der Ortsbeirat dringenden Handlungsbedarf: die Petersdorfer Straße zwischen Abzweig Krummendorf und DB Cargo AG Werk. „Da kann kein Fahrzeug lang fahren. Dieser Abschnitt ist lebensgefährlich“, sagt Massenthe. Kopfsteinpflaster und Betonplatten wechseln sich hier ab. Dabei habe die Strecke eine hohe Bedeutung für den Überseehafen. „Das ist die Notfallstraße. Doch was passiert, wenn einmal über diesen Weg Hilfe gebraucht wird und es geht hier nicht lang?“

Der Ortsbeirat hat bereits in der Bürgerschaft einen Antrag zur Sanierung gestellt. Noch-OB Roland Methling (UFR) ließ sogar 4,2 Millionen Euro im städtischen Haushalt einplanen. Doch nun ist von Gesamtkosten in Höhe von zwölf Millionen Euro die Rede. In den Ausschüssen und in der Bürgerschaft ist das Thema zuletzt vertagt worden. „Die Verzögerungen kann ich nicht nachvollziehen. Die Straße muss endlich gemacht werden“, sagt Massenthe.

Zumal der Bedarf wächst. „Das Gewerbegebiet Toitenwinkel zieht mehr Verkehr an“, sagt Massenthe. Auch plant der japanische Elektronik-Riese Toshiba in Krummendorf ein neues Werk für Hybrid-Loks. Die Japaner erhoffen sich dabei unter anderem durch die Hafenanbindung Vorteile für den Export – dafür müsse jedoch erst einmal die Straße funktionieren, sagt Massenthe.

André Horn

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