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Rostock Geschenke für Leseratten: Bücher über und aus Rostock
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Schöne Geschenke: Bücher über und aus Rostock

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16:00 17.12.2019
Logopädin und Stadtführerin Antje Jonas hat ein Kinderbuch geschrieben: „Der Storch mit dem Pfeil“. Hier steht sie neben dem Protagonisten ihres Buchs im zoologischen Institut der Universität Rostock. Quelle: Jana Schubert
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Rostock

Wie jedes Jahr ist es die gleiche Qual: Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk für Freunde und die Familie. In diesem Jahr kann man aber gleich zwei Geschenke kombinieren: Ein gutes Buch und ein Stück Rostock. Denn die Rostocker Verlage haben pünktlich zum Beginn der Weihnachtssaison neue Werke herausgebracht, die von Rostockern geschrieben wurden und in der Hansestadt spielen. Vom Kinderbuch über literarische Spurensuchen bis hin zu Rostocker Familiengeschichten ist für Leser jeden Alters etwas dabei.

Für Kinder: „Der Storch mit dem Pfeil“

Wer dem zoologischen Institut der Universität einen Besuch abgestattet hat, der ist ihm schon begegnet: Direkt hinter dem großen Eisbären steht der Held des Buchs von Antje Jonas – der Pfeilstorch. In Versen erzählt Jonas die Geschichte des Storchs, der den Wissenschaftlern 1882 auf ungewöhnliche Art und Weise zeigte, dass die Störche in Afrika überwintern – durch den Pfeil eines afrikanischen Jägers in seinem Hals. Nebenbei wird auch die Geschichte zweier Reichsgrafen, eines englischen Königs und des Schlosses Bothmer erzählt.

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Die Geschichte des berühmt gewordenen Storchs ist der gebürtigen Rostockerin nach einem Besuch im zoologischen Institut im Kopf geblieben und in Zusammenarbeit mit dem erimitierten Professor für Zoologie, Prof. Ragnar Kinzelbach, hat sie die Erzählung jetzt zu ihrem ersten Kinderbuch verarbeitet. „Es ist ein klassisches Kinderbuch und ich war ganz bezaubert von den Illustrationen“, erzählt Jonas, die Theaterpädagogin, Logopädin und nebenbei auch Stadtführerin ist. Durch die Verse sei das im Klatschmohn-Verlag erschienene Buch sowohl zum Vor- als auch zum Selberlesen geeignet.

Anja Jonas hat ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht: Der Storch mit dem Pfeil. Quelle: Verlag Klatschmohn

Literarische Spurensuche über 200 Jahre

„Wenn man sich zwischen Büchern über Rostock entscheiden muss, in diesem sind sie alle“, sagt Matthias Dettmann über „Rostock. Mein Arkadien“. Das von ihm herausgegebene Buch versammelt alle belletristischen Texte, in denen Rostock vorkommt, die zugehörigen Illustrationen hat Dettmann selbst angefertigt. Angefangen hat das Projekt mit einer Liste, die der 39-jährige Illustrator in seiner Freizeit führte: „Ich habe schon immer gerne gelesen und bin selbst Rostocker. Da fand ich es umso interessanter, wenn Rostock in Büchern und Texten auftauchte.“

Mit der Zeit wurde die Liste immer länger und ist schließlich zu einem 360 Seiten starken Buch aus dem Hinstorff-Verlag mit rund 20 Illustrationen geworden. In den verschiedenen Kapiteln werden einzelne Schwerpunkte beleuchtet, zum Beispiel das Theater oder die Werft.

Es geht nicht nur um Autoren, die die Hansestadt besuchten oder in ihr lebten, sondern auch darum, wie Rostock sie und ihre Werke beeinflusst hat. Ausdrücke von Liebe, Eindrücke aus einer Hölle, Meeresluft und Abgase sind genauso zwischen den Buchdeckeln zu finden wie Träume und Erinnerungen.

„Rostock. Mein Arkardien“ wurde von Matthias Dettman anlässlich des Stadtjubiläums herausgegeben und illustriert. Quelle: Hinstorff-Verlag

Wenn Rostocker Geschichten erzählen

Der Rostocker Verlag Redieck und Schade hat eine Spezialität: „Richtige Rostock-Literatur“, sagt Verleger Achim Schade mit Blick auf das Programm. Vor allem ihre Bücher über regionale Stadtgeschichte(n) landen immer wieder unter dem Weihnachtsbaum: „Meistens verschenken die Älteren die Bücher an die Jüngeren, um deren Interesse an der Heimatstadt zu erwecken und wachzuhalten“, erklärt Matthias Redieck. Viele der Bücher dienen aber auch als Verbindung zur alten Heimat – sie werden auf alle Kontinente verschickt.

Beide Verleger sind immer wieder erstaunt, wie viele Geschichten auch nach 800 Jahren Stadtgeschichte noch zu erzählen sind. „Gerade bei den Sammelbänden war unsere Angst, dass wir irgendwann kein neues Material mehr finden“, so Schade „Es ist aber erstaunlich, wie viele Geschichten dann doch ausgegraben werden.“

Unter den Kuriositäten findet sich dann die älteste Postkarte von Warnemünde neben Geschichten von Flügen über Feuerland – auch deshalb hat das letzte Buch ihrer Tidingsbringer-Reihe rund 32 Seiten mehr als geplant. Gerade bei den älteren Menschen sei es wichtig, diese Erinnerungen aufzuschreiben, sonst seien sie irgendwann verloren. „Auch, wenn die Leute sie nicht für bedeutend genug halten“, so Schade.

Die Autorin: Jana Schubert

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Von Jana Schubert

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