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Rostock Schrecksekunde um „Fehmarnbelt“, aber: Diese Sail verlief reibungslos
Mecklenburg Rostock Schrecksekunde um „Fehmarnbelt“, aber: Diese Sail verlief reibungslos
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16:12 11.08.2019
Achim Segebarth, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, und Stefan Büchern, Leiter der Wasserschutzpolizeiinspektion in der Hansestadt, zogen ein zufriedenes Fazit zur Hanse Sail 2019. Quelle: Andreas Meyer
Rostock

So entspannt hat man Rostocks Polizeichefs lange nicht mehr gesehen – jedenfalls nicht auf der Hanse Sail: Am letzten Tag des größten Volksfestes in MV zogen Achim Segebarth, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, und Stefan Büchner, Chef der Wasserschutzpolizei in der Hansestadt, ein rund um zufriedenes Fazit. Die Kurzform: An Land und auch auf dem Wasser lief alles nach Plan, entspannt und friedlich. Nur das 111 Jahre alte FeuerschiffFehmarnbelt“ sorgte kurzzeitig für Schrecksekunden bei den Sail-Verantwortlichen.

Fahrpläne machen Sail sicherer

„170 Traditionsschiffe, die Großsegler – und dazu Fähren, Kreuzfahrer und das normale Geschäft im größten deutschen Ostseehafen: Ja, die Sail war wieder eine Herausforderung“, sagt Wasserschutz-Polizist Büchner. Doch nach der Kollision zwischen dem Dampfeisbrecher „Stettin“ und der Fähre „Finnsky“ auf der Hanse Sail 2017 wurden die Regeln auf dem Wasser überdacht: „Wir arbeiten jetzt mit Bewegungsplänen – mit Fahrplänen für alle Schiffe“, so Büchner. Polizei und Verkehrszentrale würden jetzt schon vorab wissen, wann welches Schiff unterwegs ist. „So können wir besser steuern, Gefahren minimieren und rechtzeitig in den Verkehr im engen Revier eingreifen. Das läuft sehr gut.“

Auch Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke ist zufrieden. Nur eine kleine Schrecksekunde habe es in diesem Jahr gegeben: „Das Feuerschiff ,Fehmarnbelt’ hatte eine kleine Grundberührung“, sagte Ruhnke der OZ. Der 111 Jahre alte Oldtimer mit Heimathafen Lübeck musste zurück in den Hafen, der Rumpf wurde von Tauchern untersucht. „Danach gab es Entwarnung“, so Ruhnke. „Alles in allem ist es dieses Jahr wirklich gut gelaufen.“

Friedlich auch an Land

Ähnlich zufrieden äußert sich auch Rostocks neuer Land-Polizeichef Achim Segebarth. Insgesamt 1400 Beamte waren dieses Jahr auf dem Volksfest im Einsatz, zu Spitzenzeiten 480 gleichzeitig. „Der Besuch der Staatsgäste am Donnerstag und Freitag war noch einmal eine besondere Herausforderung“, so Segebarth nach seinem ersten Sail-Einsatz als Polizeichef in der Hansestadt. Am Ende der vier tollen Tage stehen aber gerade mal 20 Anzeigen und drei Ordnungswidrigkeiten in der Bilanz – kleinere Körperverletzungen, Diebstahl, Sachbeschädigung. „Für ein Fest dieser Größe ist das noch sehr im Rahmen“, so Segebarth. Auch bei den Jugendschutz-Kontrollen mit der Hansestadt gab es nichts Außergewöhnliches: „16 Mal haben wir Minderjährige beim Rauchen erwischt.“ Das war es dann aber auch schon mit dem Verbotenen.

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