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Rostock Schüler versuchen sich als Stadtplaner
Mecklenburg Rostock Schüler versuchen sich als Stadtplaner
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08:00 30.06.2018
Eine Wohnsiedlung für Menschen aller Einkommensschichten entwickeln Mattes Michallik (17), Clara Poppe (16) und Michelle Kreiderling (19, v. l.) mit ihrem Modell. Quelle: Christina Milbrandt
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Rostock

Auf der Fläche des Rostocker Bauhofes sollen Reihenhäuser und Wohnblöcke entstehen. Das Quartier soll so angelegt werden, dass Menschen der unterschiedlichsten Einkommensklassen nebeneinander leben können. So zumindest stellen sich Michelle, Clara, Mattes und Jakob die zukünftige Nutzung der Fläche vor. Bei der Zukunftswerkstatt „Jugend plant Rostock“ konnten die Teenager ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich überlegen, wie die Stadt von morgen aussehen sollte. Ziel der Veranstaltung im Rathaus, die ein Teil der Bürgerbeteiligung zum Zukunftsplan für Rostock war, war es, der jungen Generation eine Plattform zu bieten, sich in einen für die Stadt wichtigen Prozess einzubringen. „Für uns ist es wichtig zu sehen, welche Ideen sie überhaupt haben“, sagte Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke), der den Schülern gestern Nachmittag bei ihrer Arbeit über die Schulter schaute. Hilfe gab es von erfahrenen Stadtplanern, die den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die Quartiere, die die Schüler bearbeiteten, liegen alle auf der Fläche, die für die Buga vorgesehen ist. Während sich eine Gruppe mit dem Sattelplatz am Gehlsdorfer Ufer beschäftigte, beschäftigten sich andere mit dem Gelände der Deponie und dem Areal, auf dem Bauhof und das Unternehmen Veolia ihren Sitz haben. Für eine konkrete Vorstellung haben die Gruppen sich am Vormittag direkt vor Ort umgeschaut. Mit diesem Grundwissen erarbeiteten sie später schließlich ihre Modelle.„Ich finde es sehr spannend, wie unvoreingenommen die Schüler an die Sache herangehen“, sagte Stadtplaner Patrick Schmidt. Die Gruppe, die er betreute, entwickelte auf der Deponiefläche einen Park der Begegnung. Nach Vorstellung der Schüler soll es dort einen sportlichen, einen kulturellen und einen Pfad der Begegnung geben. Zudem wollen die Nachwuchsplaner dort ein Amphitheater bauen. „Die Vorstellungen, die sie haben, sind durchaus realistisch“, attestierte ihnen Patrick Schmidt.

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Milbrandt Christina

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