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Rostock Schulprojekt sucht Spender für Stolpersteine
Mecklenburg Rostock Schulprojekt sucht Spender für Stolpersteine
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00:00 16.05.2014
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kriegsgräber an der Europaschule Rövershagen freuen sich über die Auszeichnung. Quelle: Jürgen Falkenberg
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Rövershagen

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kriegsgräber an der Europaschule Rövershagen sind stolz auf die AuszeichnungUrkunde für Engagement und Zivilcourage“, die sie in Hamburg erhielten. Im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2013“ wurde ihr Projekt „Noahs Wege“ in dieser Woche ausgezeichnet. „Wir waren die einzigen aus MV“, sagt AG-Leiterin Petra Klawitter.

Das Projekt beschäftigt die 13 Schüler aus den Klassen 5 bis 11 seit Jahren. Sie recherchieren zu Schicksalen jüdischer Mitbürger aus Rostock und anderen Orten des Landes, die in der NS-Zeit deportiert wurden. Das Max-Samuel-Haus, Rostocks Stadtarchiv und das Landeshauptarchiv Schwerin, Archive in Belgien und Deutschland, auch das Internationale Sucharchiv in Bad Arolsen waren Quellen.

Der Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem 2012 — die Schülerinnen Martha Schult und Anne Giese waren dabei — brachte zusätzlich Motivation. Schwierig war es, private Kontakte mit Nachfahren herzustellen.

In Erinnerung an die Schicksale jüdischer Menschen sollen Stolpersteine gesetzt werden. Die erste Aktion war im April in Anklam. Für Familie Walter wurden in Anwesenheit eines Enkels drei Steine gelegt. Zur Kaufmannsfamilie Regina und Adolf Michaelis aus Rostock forschte Annabella Konieczna (11). Am Deportationstag im November sollen die Stolpersteine im Beisein der Enkelinnen aus Frankreich und Großbritannien im Patriotischen Weg gesetzt werden. Vier weitere Familienschicksale sind in Rostock dokumentiert. Deren Steine müssen warten, denn der Arbeitsgruppe fehlt Geld. Eltern, Schüler und Lehrer sammeln eifrig, suchen weitere Sponsoren.

Dabei helfen soll auch eine Hör-CD mit den Forschungsergebnissen, die mit dem NDR entsteht. Dann berichtet Monique Scherff (18) über Leo und Frieda Mann aus Schwerin, 1942 nach Auschwitz deportiert.

Spenden: „Stolpersteine“, Förderverein Europaschule Rövershagen, Ospa Rostock, BIC: NOLADE21ROS, IBAN: DE30130500000295001160.



Jürgen Falkenberg

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