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Rostock Schulwege in der Rostocker KTV sollen sicherer werden
Mecklenburg Rostock Schulwege in der Rostocker KTV sollen sicherer werden
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08:00 31.08.2019
Die Elisabethstraße soll bald für Kinder sicherer werden. Quelle: Frank Söllner
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Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Der Schulcampus rund um die Elisabethwiese in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt soll sicherer werden. Für den Herbst ist ein Runder Tisch geplant, bei dem besprochen werde, wie der Verkehr in den angrenzenden Straßen beruhigt werden kann. Das sagte Verkehrssenator Holger Matthäus (Grüne) nach der Sitzung des Ortsbeirats, bei dem das Thema diskutiert wurde.

Zuvor hatte Matthäus sich die Situation bei einer Ortsbegehung angeschaut. „Es gab dort eine Reihe von Falschparkern, die wirklich an den unmöglichsten Stellen gestanden haben.“ Als erste Maßnahme sollen nun weitere Poller gesetzt werden, um wenigstens die schlimmsten Parksünden zu verhindern. Zudem werde von der Stadt „wohlwollend geprüft“, ob eine Verkehrsinsel zur sicheren Überquerung der Waldemarstraße eingerichtet wird.

Poller statt Gesamtkonzept

Für die Ortsbeiratsvorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09) reicht das nicht: Es gebe seit 2005 ein Konzept für eine Verkehrsberuhigung des gesamten Areals rund um die Elisabethstraße, in dem zwei Kitas, zwei Schulen und ein Hort liegen. „Seitdem wird immer nur herumgedoktert und ab und zu Poller gesetzt. Aber es gibt nach wie vor kein Gesamtkonzept.“

Matthäus betonte, langfristiges Ziel bleibe, die Elisabethstraße zumindest zwischen Borwinschule und Werner-Lindemann-Grundschule komplett für den Autoverkehr zu schließen. Die Verkehrsberuhigung des gesamten Gebietes werde jedoch nicht „Hals über Kopf“ gehen und sei auch abhängig vom Fortschritt der Schulsanierungen. Bei dem so genannten Werkstattgespräch im Herbst sollen auch Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke) und der kommunale Immobilienbetrieb KOE dabei sein.

Hotels durchgewinkt

Bei der Ortsbeiratssitzung wurden auch die Pläne für zwei Hotels und ein Bürogebäude am Werftdreieck einstimmig durchgewinkt. Allerdings hatten die Mitglieder noch Ergänzungen zur geplanten Gestaltung: „Wir wünschen uns grüne Dächer und ein System, um Regenwasser zurückzuhalten“, sagte Niemeyer. Zudem sollte die Werbung an den Gebäuden möglichst dezent gehalten werden. An der Ecke Lübecker Straße/Konrad-Zuse-Straße sollen ein Arthotel der „Ana“-Gruppe und ein „B&B“-Hotel mit 103 Zimmern entstehen.

Abgelehnt hat der Ortsbeirat dagegen zwei andere Projekte, die den Stadthafen betreffen: Die Anschaffung eines Zauns, mit dem die erhofften kleinen Kreuzfahrtschiffe abgeschirmt werden sollen und die Einrichtung einer Spielbank im Gebäude der früheren Disco am Warnowufer. Gerade um die Kreuzfahrtschiffe gab es eine hitzige Diskussion. „Kreuzschifffahrt ist die umweltschädlichste Art des Tourismus“, sagte Niemeyer anschließend. Sie stelle fest, dass sich die Bürger in der KTV bei den Plänen für den Stadthafen nicht richtig mitgenommen fühlen. „Es gärt hier im Stadtteil, das merke ich ja.“ Die Stadt müsse solche Themen besser kommunizieren.

Sorge um Jugendschutz

Die geplante Spielbank wurde ebenfalls von einer Mehrheit der Mitglieder abgelehnt. „Bei vielen gibt es grundsätzliche Bedenken, gerade mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz“, fasste Niemeyer die Stimmung zusammen. Auch der Ortsbeirat Stadtmitte hatte sich mehrheitlich gegen das Casino ausgesprochen, in dem nach Angaben des Betreibers Spielbanken MV 40 Arbeitsplätze entstehen sollen und aus dem jährlich fast 300 000 Euro aus der Spielbankabgabe in die Stadtkasse fließen könnten. Die Ortsbeiräte haben allerdings nur beratende Funktion.

Bei der Sitzung stellten die Stadtteilvertreter zudem eine Liste von Gehwegen zusammen, die dringend saniert werden müssen. Darauf landeten Kirchen-, Wächter-, Margareten- und Borwinstraße sowie der Thomas-Müntzer-Platz. Senator Matthäus konnte jedoch noch keine Aussage machen, wann diese Gehwege dran sind. Das hänge auch von möglichen Straßenbaumaßnahmen ab. Die Stadt stellt in diesem Jahr 800 000 Euro für die Sanierung der Gehwege im gesamten Stadtgebiet bereit.

Von Axel Büssem

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