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Rostock Schwesig würde gerne eine Kreuzfahrt machen
Mecklenburg Rostock Schwesig würde gerne eine Kreuzfahrt machen
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19:00 29.07.2019
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig machte auf ihrer Sommertour 2019 Station bei AIDA Cruises in Rostock und war Gast bei einem Townhall Meeting mit AIDA-Präsident Felix Eichhorn und den Mitarbeitern. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Pause im Parlament heißt nicht, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Urlaub macht: Sie ist auf Sommertour und reist zwei Wochen lang quer durch das Bundesland. Ihr Programm führt sie von Holz- und Agrarwirtschaft über Vorpommern bis nach Stettin (Polen). Am vierten Tag kam Schwesig auch nach Rostock und besuchte dort mit den Neptun-Werften und Aida Cruises zwei Unternehmen aus der Kreuzfahrtbranche.

Im Aida-Gebäude im Stadthafen angekommen, stellt sich die Ministerpräsidentin den Fragen von rund 250 Mitarbeitern des Unternehmens. Die decken ein breites Spektrum ab: Geht es zuerst noch um Rostock als attraktiven Standort und den letzten Urlaub der Ministerpräsidentin, werden gleich darauf schon Fragen über tolerantere Gesellschaft, flexible Arbeitsverhältnisse und die Haltung zu einer CO2-Steuer gestellt. Den Abschluss findet die halbstündige Diskussion dann mit einem Selfie.

Rostock, tolerante Gesellschaft und CO2-Steuer

Immer wieder betont die Ministerpräsidentin, wie viel man für Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Standort tue: „Wir investieren massiv in Infrastruktur, die es ermöglicht, Beruf und Familie zu vereinbaren.“ Als Beispielprojekte nennt sie die Erlassung der Kindergarten-Gebühren und die Investitionen in die Bildung.

Auch der Umweltschutz wird thematisiert: „Mich beschäftigt ein Thema, das ist die Debatte um die CO2-Steuer. Warum ist es nicht möglich, statt einer Steuer Regulierung von durch die Bundesregierung in Angriff zu nehmen?“ Schwesig selbst setzt eher auf das Anreizsystem, ein mögliches Modell sei eine Klimaprämie. Dabei müsse man aber deutlich zwischen Unternehmen und der Bevölkerung unterscheiden und darauf achten, dass diese Diskussion europaweit geführt werde.

Zur Toleranz in der Gesellschaft befragt, lobte sie zunächst die Rostocker für ihr Engagement. „Wir müssen der Radikalisierung und der Schärfe in der Sprache Offenheit entgegensetzen“, fordert sie. Die Gretchenfrage der Politik durfte natürlich nicht fehlen: „Sind Sie Spitzenkandidatin der SPD in Berlin oder bleiben Sie dem Land erhalten?“ Schwesigs Antwort kommt schnell und sicher: „Mein Platz ist in Mecklenburg-Vorpommern, ich bin gerne Ministerpräsidentin und ich möchte es auch bleiben.“

Zuhörer schätzen direkte Antworten Schwesigs

„Mein Eindruck war sehr positiv, ich kannte die Ministerpräsidentin natürlich nur aus den Medien. Es war toll, dass sie so direkt und sehr spezifisch auf die Fragen geantwortet hat“, schildert Jennifer Zinke aus der Ausflugsabteilung den Nachmittag. Man habe nicht das Gefühl gehabt, das Schwesig nur Standardantworten abspule. Die 29-jährige stellte der Ministerpräsidentin ebenfalls eine Frage: Sie wollte wissen, was die Politik für eine tolerantere Gesellschaft tut.

„Man hat immer öfter mit dem Thema der Toleranz zu tun und manchmal sogar das Gefühl, dass man sich für seine Einstellung rechtfertigen muss“, erklärt Zinke. Sie habe eine offizielle Meinung zu der Problematik hören wollen. Zu der Veranstaltung ist sie gekommen, weil sie eigentlich einen genaueren Einblick in die Politik des Landes bekommen wollte. „Ich habe gehofft, dass man auch mal ein paar positive Nachrichten hört.“

Schwesig will auf Kreuzfahrt gehen

Für ihn war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Wir waren gut vorbereitet, die Kollegen haben ja auch hochpolitische, interessante Fragen gestellt“, resümiert Hansjörg Kunze, Pressesprecher des Unternehmens. „Aber das Highlight war das Selfie, das war schon cool.“ Die Veranstaltung sei sehr familiär gewesen, die eigenen Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Besonders freuen werden ihn die zukünftigen Urlaubspläne Schwesigs: „Ich habe meine Familie seelisch und moralisch schon darauf eingestellt, dass wir so eine Kreuzfahrt ausprobieren müssen.“ Schließlich kämen alle immer so glücklich von einer solchen Reise wieder. Einziges Problem: „Ich hoffe, Sie können mir nachsehen, dass ich im Urlaub gerne nur zu viert unterwegs bin. Ich weiß nicht, ob Sie das auf so einem Kreuzfahrtschiff sicherstellen können“, scherzte die Ministerpräsidentin.

Jana Schubert

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