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Rostock Schwimmer trotzen großer Hitze und starkem Wind
Mecklenburg Rostock Schwimmer trotzen großer Hitze und starkem Wind
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00:00 30.07.2018
Kurz nach dem Start des Hauptrennens über 2200 Meter, das Titelverteidiger Jonas Mier erneut gewann. Quelle: Fotos: Marten Vorwerk (3), Katarina Sass
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Rostock

Mit schnellen Kraulschlägen zieht Jonas Mier beim 17. Eurawasser-Warnowschwimmen in Rostock seine Bahnen und übernimmt im Hauptrennen über 2200 Meter früh die Führung.

160 Aktive genießen beim 17. Warnowschwimmen die familiäre Atmosphäre und den Blick auf die Silhouette Rostocks

Nach nur wenigen Metern hat der Titelverteidiger sogar schon ein großes Loch gerissen zwischen sich und seinen Konkurrenten. Und sein Vorsprung im knapp 26 Grad warmen Wasser der Unterwarnow wird immer größer. Der 17-Jährige entscheidet das Rennen schließlich in 27:06 Minuten deutlich für sich und gewinnt erneut.

„Es lief gut, der starke Wind und die Strömung haben mir nicht wirklich etwas ausgemacht“, meinte Jonas Mier nach dem Rennen am Sonnabend. Der gebürtige Rostocker schwimmt für den Berliner TSC und besucht in der Bundeshauptstadt ein Internat. Der frühere Athlet des SC Empor Rostock 2000 freute sich, mal wieder zu Hause zu sein. „Es ist schön in der Heimat zu schwimmen, der Wettkampf war mal wieder top organisiert“, lobte er.

Zweiter wurde Ralf Labecki. Der 38-Jährige kam gut zwei Minuten nach Jonas Mier ins Ziel. Der Vorjahresdritte über die lange Distanz schwärmte von der tollen Kulisse. „Es ist einfach toll aus der Warnow heraus auf die Silhouette Rostocks zu gucken“, meinte Labecki. Ihm sei vor dem Rennen klar gewesen, dass es für den Sieg wohl nicht reichen würde. „Jonas ist zu stark“, sagte er.

Die schnellste Frau über die Hauptdistanz war diesmal Gabrielle Chaizy. Sie setzte sich in 32:49 Minuten nur knapp gegen Dörte Kamrau (32:52) durch. Insgesamt nahmen 160 Athleten über verschiedene Distanzen (2200, 500, 400, 200 und 50 Meter) im Alter von fünf bis 81 Jahren an der 17. Auflage des Warnowschwimmens teil.

Ein echter Dauerbrenner ist der 72-jährige Dieter Schulz. Zum fünften Mal war er dabei. „Es ist für mich jedes Jahr ein Highlight, hier zu starten. Viele Freunde sind dabei. Ich genieße das Schwimmen in der Warnow“, sagte der rüstige Rentner. Das Ergebnis war für ihn zweitrangig.

Von gesundheitlichen Gefahren, die in der Warnow lauern könnten, war am Sonnabend nicht die Rede. Vielmehr war es Mitorganisator Nico Beuster vom Hanseschwimmverein Rostock wichtig, die Bedeutung des Warnoschwimmens hervorzuheben. „Es ist das einzige City-Schwimmen in Mecklenburg-Vorpommern unter freiem Himmel. Zudem ist es ein Wettkampf, an dem viele Familien teilnehmen“, sagte der 30-Jährige.

Familie Plog war mit zwei Generationen vertreten: Tochter Finja (14) und Vater Dennis (44) gingen im Jedermann-Rennen über 500 Meter an den Start. Finja Plog sorgte dabei für Aufsehen. Sie gewann in starken 6:45 Minuten und ließ sogar die männliche Konkurrenz hinter sich. Auf ihren Papa musste die Lübeckerin im Ziel noch einige Zeit warten. Als er ankam, fragte er sofort, wie es gelaufen sei. Finja antwortete: „Ich bin Erste von allen geworden.“ Per Handschlag beglückwünschte Dennis Plog seine Tochter.

„Es war ein super Rennen bei tollen Bedingungen“, meinte die 14-jährige Finja, die beim SC Delphin Lübeck trainiert und ihre Warnow-Premiere feierte. Mit ihrem Vater, der die Organisation des Eurawasser-Warnowschimmens lobte, ist sie momentan im Land unterwegs und will noch an weiteren Freiwasserwettkämpfen am Kummerower See und in der Müritz teilnehmen.

Unterdessen durften sich bei dem Wettbewerb auch die Kleinsten ausprobieren und über 50 Meter ihr Können unter Beweis stellen. Großen Dank sprach Veranstalter Nico Beuster den knapp 100 ehrenamtlichen Helfern aus, „ohne die das Event nicht hätte durchgeführt werden können“.

Alle Ergebnisse unter: www.warnowschwimmen.de

Marten Vorwerk

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