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Rostock Seawolves lassen sich bei erstem Heimsieg feiern
Mecklenburg Rostock Seawolves lassen sich bei erstem Heimsieg feiern
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13:41 26.10.2015
Kapitän Tim Vogt (r.) zieht energisch zum Korb und erzielt zwei Punkte für die Rostock Seawolves.
Kapitän Tim Vogt (r.) zieht energisch zum Korb und erzielt zwei Punkte für die Rostock Seawolves. Quelle: René Warning
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Rostock

Die meisten der 1530 Zuschauer in der Rostocker Stadthalle hielt es eine Minute vor Schluss nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie feierten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen und sangen: „Steht auf, wenn ihr Wölfe seid.“ Wenig später tanzten auch die Spieler freudetrunken am Mittelkreis. Die Rostock Seawolves sind endgültig in der gut 4000 Gäste fassenden Stadthalle angekommen. Im zweiten Pflichtspiel in ihrer neuen Heimspielstätte besiegten sie am Sonnabend die EN Baskets Schwelm verdient 98:71 (45:33). Damit feierten die Drittliga-Basketballer ihren ersten Sieg in der Arena.

„Das fühlt sich super an. Der Druck aus dem ersten Spiel war nicht mehr da“, sagte Angreifer André Murillo erleichtert. Der 25-jährige Neuzugang (kam aus Hamburg) steuerte 18 Punkte zum Sieg bei und war damit bester Werfer der Begegnung. Alle eingesetzten Seawolves-Spieler punkteten, fünf Akteure sammelten mindestens zwölf Zähler. Das erste Heimspiel gegen Aufsteiger Wolfenbüttel (78:85 nach Verlängerung) hatte Rostock noch knapp verloren.

Auch diesmal taten sich die Seawolves zu Beginn in der Offensive schwer. Sie verloren den Ball mehrfach leichtfertig und lagen deshalb nach fünf Minuten 5:11 zurück. Cheftrainer Sebastian Wild reagierte und brachte nach einer Auszeit Rostocks Urgestein Sven Hellmann und Neuzugang David Rivers in die Partie. Die eingewechselten Spieler drehten das Ergebnis, trafen zum 15:13 (8.). Fortan wirkten die Wölfe aktiver und dynamischer. Sie führten nach dem ersten Viertel 23:21.

Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, die einen rund 550 Kilometer langen Anreiseweg in den Knochen hatten, fanden auch in den zweiten Spielabschnitt besser rein. Sie legten bis zum 29:27 vor. Doch erneut steigerten sich die Gastgeber im Verlaufe des Viertels. Sie zeigten ein deutlich besseres Umschaltspiel von Defensive auf Offensive und kamen mit weniger Fouls aus als Schwelm. Mit einem 13:2-Punkte-Lauf kurz vor der Halbzeitpause setzten sich die Rostocker vom Gegner ab – 45:33 (20.).

„Wir hatten uns nach dem ersten Viertel vorgenommen, offensiver und aggressiver zu spielen. Das ist uns gelungen, wir entwickelten einen guten Spielfluss“, analysierte Wild.

Zu Beginn des dritten Durchgangs sorgten die Hausherren für die Vorentscheidung, zogen auf 55:35 weg (23.). Sie trafen von allen Positionen und waren nicht mehr aufzuhalten. „Kompliment an das Team. Es kam sehr konzentriert aus der Halbzeitpause. Das war auch der Schlüssel. Trotz der Zwölf-Punkte-Führung war es deutlich enger, als es der Halbzeitstand erahnen lässt. Wir waren nach dem ersten Viertel defensiv sehr gut eingestellt, haben die Rebounds kontrolliert und so durch Schnellangriffe gepunktet“, sagte Coach Wild und lobte die Atmosphäre in der Stadthalle. „Die Stimmung war atemberaubend. Wir hatten uns nach zwei Auswärtsspielen in Folge auch sehr darauf gefreut, wieder nach Hause zu kommen.“

Durch den höchsten Sieg seit dem Aufstieg in die drittklassige 2. Bundesliga ProB (darüber gibt es noch die ProA und die BBL) und den dritten Erfolg in Serie verbesserte sich Rostock (8 Punkte) auf den zweiten Tabellenplatz. Spitzenreiter bleibt Quakenbrück (10) aus Niedersachsen. Weiter geht’s für die Seawolves am kommenden Sonnabend bei den Hertener Löwen in Nordrhein-Westfalen. Das nächste Heimspiel folgt am 7. November gegen die Bochum erneut in der Stadthalle Rostock.

Rostock Seawolves: Murillo 18 Punkte/4 Rebounds, Hunter 17/4, Vogt 13/6, Hellmann 13/0, Rivers 12/5, Lopez Dittert 6/2, Gulley 6/1, Slavchev 5/8, Lange 5/2, Markert 3/3.

Viertelstände: 23:21, 22:12, 28:24, 25:14.

Zuschauer: 1530.



Tommy Bastian