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Rostock Seawolves verpassen Titelverteidigung
Mecklenburg Rostock Seawolves verpassen Titelverteidigung
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10:27 15.09.2015
Neuzugang Daniel Rivers(r.) springt in Richtung gegnerischer Korb und erzielt zwei Punkte. Quelle: René Warning
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Rostock

Die Basketballer der Rostock Seawolves konnten beim 5. Internationalen Ibis-Cup ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Im Finale am Sonntag unterlagen die Seewölfe in der heimischen Ospa-Arena dem dänischen Europa-Cup-Teilnehmer Bakken Bears aus Aarhus 63:73 (35:38). Am Sonnabend hatte sich das Team von Sebastian Wild gegen den letztjährigen Kontrahenten aus der 2. Bundesliga ProB Nord, die Dresden Titans (spielen jetzt im Süden) das Endspielticket gesichert.

„Wir sind froh, dass wir kurz vor dem Saisonstart gegen so starke Mannschaften testen konnten. Das Team hat an beiden Tagen viel Gutes gezeigt“, lobte Trainer Wild seine Mannschaft.

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Im Endspiel liefen die Seawolves fast über die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher. Zwischenzeitlich lagen sie mit zehn Punkten zurück – 18:28 (13.). Erst kurz vor der Halbzeitpause drehten die Wölfe auf. Aufbauspieler Sven Hellmann überragte in dieser Phase offensiv, riss das Spiel an sich und trug maßgeblich dazu bei, dass sein Team bis zur Pause auf drei Punkte herankam. Insgesamt erzielte er neun Zähler.

„Ich versuche mich immer auf dem Feld zu beweisen, das ist in dieser Phase ganz gut gelungen“, freute sich der 32-jährige Hellmann, der arbeitsbedingt nicht alle Trainingseinheiten absolvieren kann. „So viel fehlt aber zum Glück nicht", betont der Oldie im Seawolves-Kader.

Nach dem Seitenwechsel kamen Hellmann und sein Team besser in die Partie. Sie spielten aggressiv und gingen nach 22 Minuten erstmals in Führung (43:42). Doch es sollte die einzige Führung für den Gastgeber bleiben.

Die Bakken Bears, die allein 30 Punkte durch Würfe jenseits der Dreierlinie erzielten, übernahmen schnell wieder das Zepter. Die Dänen zogen zehn Minuten vor dem Ende auf 56:50 davon und gaben diese Führung bis zum Schluss nicht mehr ab.

„Unser Gegner hatte enorme Qualität. In solchen Spielen machen kleinere Fehler dann den Unterschied. In der Liga wird es genauso sein“, blickte Sebastian Wild voraus.

Das Fehlen von Spielmacher Tim Vogt trieb dem 36-jährigen Coach Sorgenfalten auf die Stirn. „Er ist unser Kapitän und wir hätten natürlich gerne die Abläufe besser abgestimmt, aber wir haben ja noch zwei Wochen Zeit.“ Vogt stand dem Team wegen einer Viruserkrankung nicht zur Verfügung. Er wird aber voraussichtlich im Laufe der Woche wieder zur Mannschaft stoßen.

Der Ibis-Cup war der letzte Test vor dem Saisonstart der Seawolves. Am 26. September müssen die Rostocker bei der Baskets Akademie Weser-Ems/TB Oldenburg ran. Für diese Partie organisieren die Rostocker einen Fanbus, für den sich Interessierte noch anmelden können.


Info und Anmeldung zu der Auswärtsfahrt der Seawolves



Tommy Bastian

15.09.2015
15.09.2015