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Rostock IOW-Chef auf großer Leinwand
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16:36 14.11.2018
In dem Kinofilm „Seestück“ des vielfach ausgezeichneten Filmemachers Volker Koepp kommen 14 Protagonisten zu Wort, unter ihnen IOW-Direktor Ulrich Bathmann. Sie entwerfen ein Bild von unserer Gegenwart, in der ökologische Probleme, politische Ost-West-Konflikte und nationale Sichtweisen auf globale Entwicklungen treffen. Quelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH
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Warnemünde

Ausdrucksstarke Bilder, seichte Melodien und immer wieder das Meer. Am 14. November zeigt das Rostocker Programmkino li.wu in Warnemünde den Ostsee-Dokumentarfilm „Seestück“ des vielfach ausgezeichneten Filmemachers Volker Koepp. Nach der Filmvorführung am Mittwoch wird der Regisseur mit dem Chef des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) über die Filmvorführung sprechen.

Der IOW-Direktor Ulrich Bathmann ist einer von insgesamt 14 Protagonisten. Sie leben in Polen, Schweden oder an den Stränden von Usedom und Rostock. In dem Film erzählen Wissenschaftler, Fischer und Einwohner von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrer Verbindung mit der Ostsee. Dabei geht es auch um politische Konflikte und ökologische Probleme. Es geht um die Verschmutzung der Meere und den Rückgang des Fischfangs. Der Regisseur beschreibt in dem Film, wie sich die Ostsee vom Gegenstand der Geschichte, der Kunst und Kultur in ein Industriegelände verwandelt.

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Auch der Chef des IOW spricht darüber, wie sehr sich die Ostsee verändert hat. Dabei beschäftigt ihn vor allem die Verschmutzung der Meere. „Momentan ist die Herausforderung überhaupt den Cocktail an Chemikalien zu identifizieren und dann herauszubekommen, welche Wirkung er in der Lebewelt der Ostsee hat“, sagt er in der Dokumentation. Viele Faktoren würden die Ostsee belasten: Tourismus, Fischerei, Plastik, Abwässer, Abgase, Kiesabbau, Militär und Schifffahrt.

„Mir liegt am Herzen, die Ostsee ganzheitlich aus naturwissenschaftlicher Sicht zu verstehen, aber hier spielt auch die emotionale Komponente eine Rolle“, erklärt er nun. Mit ruhigen Passagen würde der Film die Schönheit, aber auch die Gefahren der Ostsee hervorheben. Und dennoch liefere er viele Daten und Fakten. „Die Ostsee ist gefährdet, es geht ihr schlecht“, sagt er. Gleichzeitig sei sie auch ein atmendes Ökosystem mit einer Vielzahl von Organismen und ein Ort, der den Menschen Ruhe, Entspannung und Kraft zurückgebe. „Es besteht ganz konkret Hoffnung, ihren Zustand zu verbessern.Wir müssen daher ein Konzept entwickeln, dass das Meer für uns und unsere Nachkommen erhalten bleibt.“

Das Meer spielte im Leben von Ulrich Bathmann schon immer eine wichtige Rolle. „Ich bin schon als Junge mit der Familie oft an der Ostsee gewesen.“ Dann hat er in Kiel und in Halifax (Kanada) studiert. „Später habe ich in der Ostsee, im Nordatlantik, in den norwegischen und irischen Gewässern und in der Antarktis gearbeitet“, zählt er auf. „Meine Verbindungen zum Meer sowohl – privat als auch beruflich – ziehen sich durch mein ganzes Leben.“

Für den Meeresforscher war der Film daher ein besonderes Projekt. „Mir war es wichtig, dass die verschiedenen Facetten der Ostsee beleuchtet werden und das ist gelungen.“ Er stand als Experte zwar schon häufiger vor der Kamera und wurde auch bereits Live interviewt. „Aber es ist das erste Mal, dass ich für einen Kinofilm vor der Kamera stand.“ Der Biologe habe lange darüber nachgedacht, was er erzählt und wie er etwas sagt. „Dann habe ich aber die Schlussfolgerung gezogen, dass die Macher und das Publikum mich nehmen müssen, wie ich bin. Ich bin ein Naturwissenschaftler und kein Schauspieler.“ Er ist sich sicher, dass das genau der richtige Ansatz war. Die Arbeit mit dem Regisseur Volker Koepp habe Bathmann als sehr angenehm empfunden. „Mich hat beeindruckt, dass er mit großer Ruhe und Gelassenheit die Situation darstellt und wenig interagiert.“ Das Ergebnis begeistert ihn. „Der Film hat mehrere Erzählebenen und beleuchtet viele Aspekte.“ Er sei überrascht gewesen, dass ganz unterschiedliche Menschen doch ähnliche Eindrücke gesammelt hätten.

Die Produktion für den Film habe fast ein Jahr gedauert. Bathmann hat 2017 drei Tage an den Dreharbeiten teilgenommen. Gefilmt wurde am Gespensterwald in Nienhagen, in Warnemünde am Strand und direkt im IOW. Daraus ist eine etwa acht Minuten lange Sequenz im Film entstanden. „Es gibt also viel Material und interessante Geschichten, die gar nicht hinein gekommen sind“ , sagt der Meeresforscher.

Den Film habe er schon vielen Menschen in seinem Bekanntenkreis empfohlen. „Ich bin ein bisschen stolz darauf, an dem tollen Film mitgewirkt zu haben – auch wenn nur zu einem ganz kleinen Anteil“, sagt er bescheiden.

Seestück

Am 14. Novemberwird der Film „Seestück“ in der „Kleinen Komödie“ in Warnemünde gespielt.

Anschließendfindet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Volker Koepp und Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), einem der Protagonisten des Films, statt.

Die Karten sind ausverkauft.

Johanna Hegermann

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