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Rostock Shopping-Queen wieder in Rostock: Das sind die Kandidatinnen
Mecklenburg Rostock Shopping-Queen wieder in Rostock: Das sind die Kandidatinnen
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16:15 22.03.2019
Dreharbeiten zu "Shopping-Queen" in Rostock - mit Carolin (l.) und Romy
Dreharbeiten zu "Shopping-Queen" in Rostock - mit Carolin (l.) und Romy Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Designer Guido Maria Kretschmer macht es den Rostockerinnen nicht leicht. Jedes Mal, wenn er den bekannten rosafarbenen „Shopping Queen“-Bus in die Hansestadt schickt, hat das Team ein Motto dabei, das den Kandidatinnen Kopfzerbrechen bereitet. So war es beim ersten Besuch der Vox-Show an der Warnow, als sich die Damen im Bikini zeigen mussten, und so ist es auch in dieser Woche.

Das Motto: Sportkleidung fit machen für den Alltag

Romy, Marion, Vera, Jessica und Carolin sind seit Montag in den Läden von Rostock und Warnemünde auf der Suche nach Sportsachen. Ob Jogginghose, Sport-Top oder Trainingsjacke: „Höher, weiter, schneller: Zeige, wie stylish du Deine Sportklamotten kombinierst“, lautete die Aufforderung des Designers an die Kandidatinnen. Ziel sei es, die Fitnesskleidung so zu umrahmen, dass sie auch alltags- oder gar bürotauglich wird. Für Kleidung, Make-up und Frisur haben die Damen 500 Euro Budget und vier Stunden Zeit.

Michael Kain ist als Teil des Drehteams schon zum zweiten Mal in Rostock. Quelle: OVE ARSCHOLL

„Das Motto ist toll, aber auch eine Gratwanderung“, weiß Michael Kain. Er ist einer der sogenannten Realisatoren und begleitet die Kandidatinnen während der kompletten Woche – ganz egal, ob zuhause, draußen oder in den Läden gedreht wird. Kain ist zum zweiten Mal in der Hansestadt, war auch beim Bikini-Thema 2016 mit dabei. „Wenn jemand solche Mottos schafft, dann die Rostockerinnen. Der Menschenschlag hier oben ist besonders, die Frauen sind witzig, spontan und sind ein Hingucker.“ In Rostock würde sich das Team immer wohlfühlen, „wir sind auch den Läden sehr dankbar, die immer offen sind für den Wahnsinn, den so ein Dreh mit uns bedeutet“, erklärt er.

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Kandidatin Romy hat das Shoppen schon hinter sich. „Ich war am Montag dran, und das war besonders aufregend, weil ich ja nicht wusste, wer noch dabei ist. Dafür habe ich jetzt eine entspannte Restwoche“, sagt die 29-jährige Betriebswirtin. Mit den Läden der Hansestadt kennt sie sich bestens aus, auch mit aktuellen Trends und dem Posen vor Kameras. Schließlich zeigt die Blondine als „Curvemodel“ bei Instagram fast 14 000 Followern, dass Stil nichts mit der Kleidergröße zu tun hat.

Mit dem Designer Deutsch und Mode verstehen lernen

Für die meisten Lacher im Quintett der Kandidatinnen sorgt Marion. Die 56-Jährige hat sich relativ kurzfristig für die Teilnahme an der Sendung beworben und das nie bereut. „Das war eine spontane Idee, ohne an die Konsequenzen zu denken. Aber wir sind eine super Truppe, und es macht unglaublich viel Spaß“, freut sich die Älteste der Runde, die – obwohl sie Mode liebt – Guidos Vox-Sendung vorher kaum gesehen hätte. Im Gegensatz zu Vera. „Ich bin vor fünf Jahren aus Moskau nach Deutschland gekommen und habe seitdem jeden Tag ,Shopping Queen’ geschaut – auch, um die Sprache zu lernen“, erklärt die sportliche 44-Jährige, die als Aerobic-, Pilates- und Yogatrainerin arbeitet.

Dreharbeiten gleichen einem Kindergeburtstag

Ganz entspannt ist am Donnerstagmittag Kandidatin Jessica. Und das, obwohl es für die Tourismuskauffrau an diesem Tag zum Shoppen geht. „Ich habe mir auch keinen Plan gemacht, lasse mich überraschen, was und wie es kommt“, sagt die 26-Jährige, die im Vorfeld fürchtet, dass bei ihr mehr die Zeit als das Budget ein Problem werden könnte. Mitbewerberin Carolin freut sich schon auf ihren Drehtag, den Freitag. „Ich schaue die Sendung schon so lange: Ich bin quasi seit sieben Jahren in der Ausbildung und warte jetzt auf die Abschlussprüfung“, erklärt die 31-Jährige.

Shopping-Queen ist wie eine Woche Kindergeburtstag – sagt Gabor Vago. Quelle: OVE ARSCHOLL

Dass sie in der aktuellen Rostock-Runde dabei sind, hätten alle schon einige Wochen im Voraus erfahren. „Genügend Zeit für Maniküre, Pediküre und zum Fensterputzen“, sagt Carolin schmunzelnd. Schließlich schauen sich die Konkurrentinnen in der Zeit, in der eine von ihnen einkaufen geht, in der Wohnung und den Schränken der Gastgeberin um. „Shopping Queen ist so, als würde man noch mal den 14. Geburtstag feiern – und das eine Woche lang“, weiß Gabor Vago, der ebenfalls als Realisator zum Team gehört und schon unzählige solcher „Kaffeekränzchen“ beobachtet hat.

Für das große Finale fahren alle nach Berlin

Was alle Kandidatinnen überrascht hätte, sei der Aufwand der Dreharbeiten, für die alle eine Woche freigenommen haben.

Diesmal müssen sich die Kandidatinnen in Sportsachen beweisen.

Die Shoppingtage enden in Rostock immer im Studio 301 im Fischereihafen, wo die Kandidatinnen ihre gekauften Looks auf dem Laufsteg präsentieren und von den anderen dafür Punkte bekommen. Über den Sieg und 1000 Euro Preisgeld entscheidet dann aber die Wertung von Guido Maria Kretschmer. Dafür fahren die Damen kommende Woche noch einmal nach Berlin, um im Showroom des Stardesigners ihre Umsetzung des Mottos zu zeigen und sich der Wertung des Profis zu stellen.

Guidos Shoppingtipps für Rostock

Eines haben die Kandidatinnen des vierten Rostocker Shopping-Queen Drehs aber bereits beschlossen: Egal, wer ihre Königin wird – die Ausstrahlung der Folgen, deren Zeitpunkt noch nicht feststeht, wollen sie sich möglichst zusammen anschauen. Wo die Kandidatinnen einkaufen gegangen sind, erfahren die Zuschauer dann auch aus dem Fernseher.

In seiner eigenen Zeitschrift „Guido“ hat Designer Kretschmer der Hansestadt kürzlich eine Doppelseite gewidmet und Shoppingtipps für die City gegeben. Das zeigt: Der beliebte 53-Jährige macht es den Rostocker Kandidatinnen zwar nicht leicht, trägt die Hansestadt aber offenbar im Herzen.

Claudia Labude-Gericke

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