Warnemünde - Sicherheit hat einen hohen Preis – OZ - Ostsee-Zeitung
Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Sicherheit hat einen hohen Preis
Mecklenburg Rostock Sicherheit hat einen hohen Preis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 16.11.2017
Jan Hoffmann (47), Kerstin Zille (47) und Bernd Wittwer (53) gehörten zum Bäderdienst. Sie wurden von sechs Polizisten unterstützt.
Jan Hoffmann (47), Kerstin Zille (47) und Bernd Wittwer (53) gehörten zum Bäderdienst. Sie wurden von sechs Polizisten unterstützt. Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal
Anzeige
Warnemünde

Einen Rückblick auf die vergangene Saison haben die Polizei, Veranstalter und Vertreter der Kommunalen Objektbewirtschaftung und -entwicklung während der Ortsbeiratssitzung am Dienstag gegeben.

Polizei und Veranstalter blicken auf die Saison zurück / Am Ende überwiegt Zufriedenheit

Der Erste Polizeihauptkommissar Stefan Damrath, Leiter des Reviers Lichtenhagen, und damit auch für die Polizeistation in Warnemünde zuständig, sprach von „einer erlebnisreichen Saison“. Gleichwohl „hat es nichts gegeben, was uns unruhig machen muss“.

Damrath erwähnte, dass 23 Fahrräder während der Urlaubszeit verschwunden seien, außerdem drei Personenwagen und ein Motorrad. Die Fahrräder wurden überwiegend an den Strandaufgängen entwendet, wo sie von den Touristen abgestellt worden waren. Bei den Verkehrsunfällen habe die Polizei fünf Schwerverletzte und 26 Leichtverletzte registrieren müssen. Häufiger Unfallort sei der Eingangsbereich von Warnemünde. „Dort sind es weniger die Urlauber, die zu schnell fahren“, merkte der Revierleiter an. Seine Leute seien auch weiterhin mit Geschwindigkeitskontrollen in dem Bereich befasst.

„Etwas mehr hatten wir diesmal mit Vermissten zu tun“, sagte Damrath. Die Beamten hätten jedoch zwei vermisste Kinder und drei Senioren wieder auffinden können. Für den kommenden Weihnachtsmarkt avisierte Damrath „Sicherheitsmaßnahmen, die die Zufahrt erschweren.“ Im Hinblick auf den Bäderdienst – dabei werden die Polizeistationen während der Saison personell verstärkt – hoffte der Revierleiter, „dass das Land dabei bleibt“.

Die Sicherheit bei Veranstaltungen sprach auch Jörg Bludau, Geschäftsführer der Kongress- und Veranstaltungs-Service-Gesellschaft an. „Die Kosten für die Sicherheit steigen erheblich an“, sagte Bludau, der für viele Events in Warnemünde verantwortlich zeichnet. Man müsse hier aber einen Mittelweg finden, um einerseits die Sicherheit zu gewährleisten, aber andererseits die Touristen nicht abzuschrecken. Auch wenn „das Wetter die Hölle war“, seien die Veranstaltungen gut besucht gewesen, Warnemünde sei zu einer „anziehenden Destination“ geworden.

„Bei uns ist wenig Kritik angekommen“, sagte Hans-Joachim Richert, Vorstandsmitglied des Warnemündevereins. Der Verein sei Veranstalter vieler Feste und freue sich, einen Partner wie Bludau zu haben.

Der Niege Ümgang sei gut gelaufen, man habe eine Teilnehmerzahl von 2800 Aktiven gehabt: „Fast alle Vereine des Ortes waren vertreten.“

Richert gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Die Finanzierung des Stromerwachens und des 10. Drehorgeltreffens sei angesichts vieler Sponsoren gesichert. Kritische Worte richtete er in Richtung Stadt. Man habe an der 800-Jahr- Feier mit „einem Mini-Ümgang“ teilnehmen sollen. Nun habe man gehört, dass die Feiern von einer Hamburger Agentur organisiert werden solle: „Dabei haben wir die Markenrechte am Ümgang.“ Die Tourismuszentrale wird in der kommenden Ortsbeiratssitzung ihre Auswertung abliefern.

Michael Schißler

Mehr zum Thema

Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr gilt als Wahrzeichen im dänischen Jütland. Unsicher ist jedoch, wie lange man ihn noch besuchen kann, denn er wird von den Gewalten des Meeres bedroht. An der Küste der Normandie lockt ein neues Fischerei-Museum als Ausflugsziel.

14.11.2017

Ein besonderer Gin, spezielle Milchkannen und ein außergewöhnlich mildes Klima: Die Kanalinsel Guernsey ist ein besonderer Ort, der weder recht zu Großbritannien noch zu Frankreich gehört.

14.11.2017

Elefanten im Fluss, Löwen auf Bäumen, Schimpansen in der Schlucht: Der Queen-Elizabeth-Nationalpark in Uganda ist besonders artenreich. Denn im Ostafrikanischen Grabenbruch trifft die Savanne auf Regenwald und Feuchtgebiete. Das macht eine Safari abwechslungsreich.

14.11.2017
Rostock Weil wir hier zu Hause sind - Rostock ist die geilste Stadt
11.11.2017
10.11.2017
Warnemünde/Diedrichshagen - Restaurantszene erfindet sich neu
10.11.2017