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Rostock 25 Jahre RGS: „Sie haben Rostock so schön gemacht“
Mecklenburg Rostock 25 Jahre RGS: „Sie haben Rostock so schön gemacht“
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16:26 08.03.2019
Freuen sich über den Erfolg der RGS: Landesbauminister Christian Pegel (SPD, v. l.), RGS-Geschäftsführerin Sigrid Hecht, Aufsichtsratschef Rainer Albrecht (SPD) und OB Roland Methling (UFR). Quelle: André Wornowski
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Rostock

Baulücken, gesperrte Gebäude, ruinöse Denkmäler: „Anfang der 1990er Jahre war das Rostocker Stadtbild grau“, sagt Rainer Albrecht (SPD), Aufsichtsratschef der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS). Wertvolle historische Gebäude, wie der Hornsche Hof, drohten zu verfallen. „Straßen und Gehwege waren kaputt“, sagt Albrecht. Doch seitdem habe sich Rostock prächtig entwickelt. „Mittlerweile haben wir eine schöne Innenstadt und gepflegte Plattenbauten.“ Und dass das so ist, sei vor allem der RGS zu verdanken, so Albrecht.

Zum 25-jährigen Bestehen der Gesellschaft haben nun 130 Gäste aus Politik und Verwaltung im Lokschuppen auf den Erfolg angestoßen. „Die RGS ist das Flaggschiff unserer Stadtentwicklung und hat immer Kurs gehalten“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Er erinnert an das erste große Projekt: die neue Turmspitze für die Petrikirche.

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Blick auf ausgewählte Projekte der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

Die RGS trieb die Sanierung des Stadtzentrums voran und förderte die Großwohnsiedlungen Evershagen, Schmarl, Groß Klein, Dierkow und Toitenwinkel. Mehr als 420 Millionen Euro haben Bund, Land und Stadt hier inzwischen investiert. Als herausragende Beispiele gelten die Sanierung des Klosters zum Heiligen Kreuz, des Innerstädtischen Gymnasiums am Goetheplatz oder der Bau der Musikschule. „Der RGS ist es gelungen, das Historische mit dem Modernen zu verbinden“, sagt Landesbauminister Christian Pegel (SPD).

Als nächstes Fördergebiet will die RGS Lichtenhagen in Angriff nehmen. Gleichzeitig sind rund um den Stadthafen zehn Großprojekte für mehr als 110 Millionen Euro geplant. Bereits zur Bundesgartenschau 2025 soll das meiste umgesetzt sein. Darunter auch die Brücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf, eines der Lieblingsprojekte des OBs. „Ich weiß, dass die Brücke 2025 fertig sein wird. Ich kann sie schon sehen“, sagt Methling.

Was viele an der RGS schätzen: „Sie geht den Wünschen der Bürger nach“, sagt Max Braatz, langjähriger Türmer der Petrikirche. Steffen Ohm, Leiter des Stadtteil- und Begegnungszentrums (SBZ) in Dierkow, bestätigt: „Wir sind in die Planungen für unser neues SBZ voll eingebunden worden. Dadurch können wir heute so arbeiten, wie wir uns das vorstellen.“

Mitbegründer der RGS ist Dieter Cordes. Er hatte das Erfolgsmodell einer Sanierungsgesellschaft damals aus der Partnerstadt Bremen nach Rostock gebracht. „Ich bin begeistert von der Entwicklung. Die RGS macht genau das, wie wir uns damals theoretisch vorgestellt haben“, sagt Cordes. Der Vorbildgesellschaft aus Bremen gehe es hingegen nicht mehr so gut: Sie sei in die Hände von Spekulanten gefallen.

In Gedenken an den ehemaligen Geschäftsführer Reinhard Wolfgramm hielten die Gäste im Lokschuppen kurz inne. 22 Jahre lang lenkte Wolfgramm die Geschicke der RGS und verstarb 2016 kurz nach Eintritt in den Ruhestand.

André Wornowski

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