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Rostock So leichtsinnig sind Schwimmer in Warnemünde
Mecklenburg Rostock So leichtsinnig sind Schwimmer in Warnemünde
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15:46 02.07.2019
Die Rettungsschwimmer Lea Mehnert (17) und Tony Wilken (28) haben die rote Fahne gesetzt. Das bedeutet Badeverbot. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Tobende Wellen und starker Wind – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Dienstag eine Warnung vor Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde herausgegeben. Im Ostseebad Warnemünde wurde eine Windstärke von fünf gemessen. Aus diesem Grund hisste die Wasserwacht bereits am frühen Morgen die rote Flagge, was ein striktes Badeverbot zur Folge hatte. Nichtsdestotrotz ignorieren so manche Besucher jegliche Warnhinweise der Rettungsschwimmer. Gleich mehrere Badeurlauber hüpften ins kühle Nass und brachten dabei nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr.

„Wer trotz roter Flagge ins Wasser geht, riskiert Leben“, betont Julia Junge vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Rostock. Im Notfall seien es schließlich die jungen Männer und Frauen der Wasserwacht, die die Menschen aus dem Meer retten. „In solchen Fällen müssen die Rettungsschwimmer für sich selbst entscheiden, ob sie das Risiko eingehen und sich in die Wellen wagen oder nicht.“ Minderjährige Ehrenamtler seien jedoch ausgenommen. Bei roter Fahne bleiben sie an Land.

Trotz gehisster roter Flagge und Badeverbot gehen einige Wagemutige – wie dieser Mann - in der Ostsee baden. Quelle: Susanne Gidzinski

Dass Besucher die Warnhinweise ignorieren, sei keine Seltenheit, wie Wachleiter Tony Wilken (28) bestätigt. Erst am frühen Vormittag hätten Urlauber am Turm 1 geklopft, um Bescheid zu geben, dass sie baden gehen. „Was soll man dazu noch sagen. Einigen Menschen ist es völlig egal, was wir ihnen mitteilen“, berichtet Wilken fassungslos. Immer wieder würden die Rettungsschwimmer bei den Schwimmern und Kitesurfern auf taube Ohren stoßen. „Viele Leute unterschätzen die Strömung unter Wasser“, meint Junge. Selbst auf Kniehöhe könne diese zur Gefahr werden.

Am Strand ist auch Rita Schäde (64) mit ihren beiden Enkeln Fin (3) und Tom (7). Die Berliner machen aktuell Urlaub in Warnemünde und versuchen jeden Tag am Meer zu verbringen. „Mit der richtigen Kleidung kann uns das Wetter nichts anhaben“, sagt die Großmutter. Baden kommt für sie bei starkem Wellengang und Wind dennoch nicht in Frage. „Ich finde es erschreckend, dass einige Personen trotz Warnung ins Wasser gehen. Ich finde das fahrlässig“, sagt die 64-Jährige und zeigt auf einen Gast, der gerade hinter einer Welle verschwindet. „Man könnte meinen, dass ihnen ihr Leben nichts wert ist. Ich bewundere die Rettungsschwimmer, dass sie dabei so ruhig bleiben können.“

Susanne Gidzinski

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