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Rostock Spannendes Saisonfinale in der Fußball-Landesklasse
Mecklenburg Rostock Spannendes Saisonfinale in der Fußball-Landesklasse
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07:36 13.06.2014
Wer jubelt am Ende in der Fußball-Landesklasse: Warnemünde oder Doberan? Quelle: Johannes Weber
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Rostock

Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Fußball-Landesklasse IV geht am Sonnabend (Anstoß: 15 Uhr) in seine letzte Etappe. Spitzenreiter SV Warnemünde (gegen den Kröpeliner SV) wird vom punktgleichen Doberaner FC (2., beide 56 Zähler, der in Satow antritt) gejagt. Warnemünde rangiert nur wegen der besseren Tordifferenz (+54) gegenüber Doberan (+23) auf dem Aufstiegsplatz. Nur noch theoretische Chancen hat der PSV Rostock (3., +36 Tore, 53 Punkte).

Vor dem Saison-Finale sprach die OSTSEE-ZEITUNG mit den beiden Trainern der Aufstiegskandidaten Ralf Henninger (Warnemünde) und Ronny Susa (Doberan) über den Erfolgsdruck, die personelle Situation und den letzten Gegner.

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OSTSEE-ZEITUNG: Wenige Stunden vor dem großen Finale: Wie ist die Stimmung in Ihrer Mannschaft?

Ralf Henninger (SV Warnemünde): Optimistisch. Wir haben in dieser Woche gut trainiert. Die Jungs sind hochmotiviert und wollen den Aufstieg unbedingt packen.

Ronny Susa (Doberaner FC): Die Stimmung könnte nicht besser sein. In der Woche waren 24 Spieler beim Training. Alle brennen darauf, am Sonnabend in Satow zu gewinnen.

OZ: Das heißt, Sie können personell aus dem Vollen schöpfen?

Susa: Nein. Neben unseren vielen Langzeitverletzten, die sich im Lauftraining befinden, fehlt uns Stürmer Marcel Frank. Ich habe dennoch so viele Leute zur Verfügung, dass einige für den 18-er-Kader gar nicht nominiert werden.

Henninger: Bei uns fällt Felix Neuhoff mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Ob Stürmer Patrick Telemann (24 Treffer in 18 Spielen/d. Red.) von Anfang an auflaufen wird, weiß ich noch nicht. Er wird aber definitiv im Laufe der Partie eingewechselt werden.

OZ: Wie groß ist der Erfolgsdruck für Sie?

Henninger: Für uns wäre der Aufstieg sehr wichtig. Wir wollen wieder in der Landesliga spielen, um hochklassige Duelle gegen Teams wie den SV Hafen Rostock oder den FSV Kühlungsborn bestreiten zu können. Druck verspüren wir aber kaum. Es geht hier auch im Falle des Nichtaufstiegs weiter.

Susa: Wir sind der Verfolger und können nur gewinnen. Vor der Saison wurden wir dafür belächelt, dass wir den Aufstieg als Ziel vorgegeben haben. Wenn es klappt, wäre es eine Genugtuung. Und es gäbe ein weiteres Argument für die neue Sportanlage, die wir bei der Stadt Bad Doberan fordern. Unser harter Kunstrasen ist nicht Landesligatauglich.

OZ: Bevor Sie auf den Fernduell-Gegner gucken können, müssen Sie Ihre eigenen Aufgaben lösen. Wie schätzen Sie Ihre Abschluss-Gegner ein?

Henninger: Der Kröpeliner SV ist unberechenbar. Nachdem wir in der Hinrunde 2:2 gespielt haben, ist der Respekt groß. Sie haben mit Mathias Hausburg einen Spielertrainer, der sein Team optimal einstellen kann. Dennoch sind wir der Favorit und wollen nichts anbrennen lassen.

Susa: Der SSV Satow wird sich bestimmt hinten hereinstellen. Die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie für eine Überraschung gut sein kann. Doch wir werden gut vorbereitet ins Spiel gehen und uns nicht überraschen lasen.

OZ: Haben Sie für den Fall des Aufstiegs auch schon etwas geplant?

Henninger: Die Jungs haben bestimmt etwas geplant. Ansonsten würden wir uns dann spontan etwas einfallen lassen. Fest steht, dass wir unabhängig vom Saisonausgang eine dreitägige Abschlussfahrt ins polnische Stettin machen werden.

Susa: Wir haben im Anschluss an das Spiel eine Abschlussfeier organisiert. Klar ist: Selbst wenn der Aufstieg nicht mehr gelingen sollte, dann können dort trotzdem auf eine gute Saison anstoßen.



Johannes Weber