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Rostock Spatenstich für 41 barrierefreie Wohnungen
Mecklenburg Rostock Spatenstich für 41 barrierefreie Wohnungen
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20:04 25.04.2019
Bauausschussvorsitzender Gerhard Rudolphi (v. r.), Gemeindevorsteher Jürgen Sprank, Bürgermeister Axel Wiechmann und Architekt Christoph Haker stechen den symbolischen ersten Spaten. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Dummerstorf

So sollen die neuen Häuser im Zentrum von Dummerstorf einmal aussehen. Viele Leute drängeln sich vor den Ansichten, die Grundrisse der neuen Wohnungen werden den Mitarbeiterinnen der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft förmlich aus der Hand gerissen.

Gestern war erster Spatenstich für die Generationen-Häuser, die auf dem Grundstück einer alten Kaufhalle, die abgerissen wurde, entstehen. 41 barrierefreie Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen mit Balkon oder Terrasse. Alle Bäder und Küchen haben Fenster, die viergeschossigen Häuser sind mit Fahrstuhl ausgestattet. „Zu jeder Wohnung gehört ein Parkplatz“, informiert Gemeindevorsteher Jürgen Sprank. „Und es gibt einen Gemeinschaftsraum mit Küchen und WC, in dem sich die Bewohner treffen, kleine Feiern ausrichten können“, sagt Sprank.

7,5 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben, das von Architektur- und Ingenieurbüro Baukonzept Neubrandenburg entwickelt wurde. Ein Drittel der Kosten übernimmt die Gemeinde, der Rest wird über die DKB finanziert. „Das ist bei einem Haushalt von zehn Millionen Euro schon eine gewaltige Hausnummer, die die Gemeinde hier investiert“, sagt Bauausschussvorsitzender Gerhard Rudolphi. Aber die Gemeinde habe solide gewirtschaftet, die Gewerbeansiedlungen gutes Geld in die Kasse gespült. Da sei es an der Zeit gewesen, etwas für die älteren Menschen in den Dörfern zu tun.

„Der Bedarf wird uns schon lange signalisiert“, erklärt Bürgermeister Axel Wiechmann. Es gebe viele ältere Anwohner, denen die Grundstücke zu groß und zu arbeitsaufwendig geworden seien. „Damit sie hierbleiben können, müssen wir was anbieten“, so Wiechmann. Monika Marquardt hat ihren Antrag auf eine Wohnung längst abgegeben. „In die dritte Etage würde ich gern ziehen“, sagt die 86-Jährige und zeigt auf das Bild. Jetzt wohne sie genau gegenüber in der zweiten Etage. „23 Stufen muss ich steigen, wer weiß, wie lange ich das noch kann“, sagt die Frau.

Nicht mal 20 der 348 Wohnungen im Bestand der Dummerstorfer Wohnungsgesellschaft sind barrierefrei, wie Geschäftsführer Jörg Kretschmer erklärt. Deshalb sei es Zeit für weitere Angebote. Bisher gebe es einige verbindliche Anmeldungen für die 41 neuen Wohnungen. „Und eine große Interessentenliste, die die Anzahl der zu vergebenden Wohnungen deutlich übersteigt“, sagt Kretschmer.

Die Baupreise seien enorm gestiegen. Etwa 2500 Euro würden inzwischen pro Quadratmeter veranschlagt, vor ein, zwei Jahren seien es noch fast 1000 Euro weniger gewesen, so Kretschmer. Nur über den Eigenanteil der Gemeinde von 2,5 Millionen Euro könnten diese Häuser mit rund 3000 Quadratmeter Wohnfläche errichtet werden. Die Kaltmiete für die Bewohner liege dann bei rund 9,50 Euro. „Das ist viel auf dem Dorf“, weiß Kretschmer und doch würden es sich Einwohner leisten.

Bei der Gestaltung haben die Planer um Thorsten und Christoph Haker Wert darauf gelegt, dass sich die Häuser gut in die Umgebung eifügen. „So haben wir ein helles langlebiges Verblendermauerwerk gewählt“, erläutert der Juniorchef.

Ende September 2010 soll das Bauvorhaben fertig sein. Baubeginn für Haus eins sei noch im April, im Juni falle dann schon der Startschuss für Haus zwei. „Und wir werden schon bald Folgeprojekte anfassen müssen“, ist sich Bauausschussvorsitzender Rudolphi sicher. Diese Wohnungen würden bei fast 7000 Einwohnern in der Gemeinde nicht reichen. Der Bedarf auch in anderen Dörfern sei groß. An die Nachbarn der umliegenden Häuser appellierte Rudolphi „Lärm und Staub, den so eine Baustelle mit sich bringt“, zu tolerieren und zu ertragen. Am Ende entstünden 41 schöne Wohnungen.

Doris Deutsch

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