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Rostock Spektakuläre Aktion: Hier wird Rostocks Hafenkran um 30 Meter versetzt
Mecklenburg Rostock Spektakuläre Aktion: Hier wird Rostocks Hafenkran um 30 Meter versetzt
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13:52 27.11.2019
Spektakuläre Kran-Umsetzung im Rostocker Stadthafen
Spektakuläre Kran-Umsetzung im Rostocker Stadthafen Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Spektakuläre Rettungsaktion für ein Wahrzeichen am Rostocker Stadthafen: Einer der beiden Großkräne wurde am Mittwochvormittag mit Hilfe eines Spezialkrans einige Meter nach vorne gesetzt. Der Grund: Mangelnde Standsicherheit bedrohte das Wahrzeichen. Seit Wochen liefen die Vorbereitungen für diesen Tag.

„Wir mussten eine Fläche aufschütten, um den Boden auszugleichen, dann Baggermatten und Stahlplatten verlegen“, erklärte Falk Zachau, Rostocks neuer Hafenkapitän. Schließlich müsse die Last – etwa 70 Tonnen pro Kran – einen sicheren Stand haben. Akribisch sei alles berechnet und vorbereitet worden, hieß es.

Schäden an der Kaikante bei Routinekontrollen entdeckt

Am Mittwochvormittag musste ein Hafenkran im Rostocker Stadthafen umgesetzt werden. Das Rostocker Wahrzeichen drohte wegen Bodenabsenkungen umzustürzen.

Im September waren bei Routinekontrollen im Rostocker Stadthafen unerwartet Schäden an der Kaikante sowie eine Bodenabsenkung im Bereich der beiden historischen Hafenkräne festgestellt worden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich um die Kräne abgesperrt.

Genaue Untersuchungen brachten das Schadensausmaß zu Tage. Diese ergaben, dass aufgrund von Unterspülungen und Schädigungen an der Spundwand eine etwa 20 Meter lange Schadstelle in der Kaianlage mit Hohlräumen entstanden ist. Es musste dringend gehandelt werden. Denn ein Absacken des Krans, ja sogar ein Nach-Vorne-Umkippen war nicht ausgeschlossen. „Die Standsicherheit war absolut nicht mehr gewährleistet“, sagte Zachau.

„Wir haben die Mammutaufgabe erfolgreich gemeistert“

Die Umsetzung war notwendig geworden, da der rechte Kran im Gegensatz zum linken nur auf einem Schotterbett flach gegründet wurde und nicht auf Pfählen steht. Um 9.15 Uhr begann ein Spezialkran mit dem Anheben des Wahrzeichens. Stück für Stück ging es dann weiter. Die komplette Versetzung war bereits nach einer halben Stunde erledigt.

„Wir haben diese Mammutaufgabe erfolgreich gemeistert“, sagte ein zufriedener Hafenkapitän Falk Zachau. Beide Kräne, nun nicht mehr direkt nebeneinander, sondern 30 Meter getrennt, wurden in den 1960er-Jahren gebaut und bis zur Wende für den Umschlag im Stadthafen eingesetzt. Heutzutage sind sie ohne Funktion und gelten als Wahrzeichen und Erbstücke Rostocks.

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Von Stefan Tretropp