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Sport Rostock Busch: Erst Panne auf der Autobahn, dann Sechster
Mecklenburg Rostock Sport Rostock Busch: Erst Panne auf der Autobahn, dann Sechster
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16:18 01.03.2019
Tobias Busch mit seiner Eisspeedway-Maschine im Fahrerlager des Horst-Dohm-Stadions.
Tobias Busch mit seiner Eisspeedway-Maschine im Fahrerlager des Horst-Dohm-Stadions. Quelle: Stefan Ehlers
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Berlin

Turbulenter Auftakt ins Eisspeedway-Festival für Tobias Busch. Der Stralsunder eilte zunächst als Pannenhelfer seinem Teamkollegen Max Niedermaier zu Hilfe. Der Titelverteidiger aus ­Bayern blieb rund 150 Kilometer vor Berlin mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen. Kaum saßen die beiden Rennfahrer im Transporter des Sundstädters, streikte auch dessen Fahrzeug. Dank Steffen Körner, dem Tuner im Busch-Team, erreichten die beiden 30-Jährigen die Hauptstadt.

Die Pechsträhne hielt auch im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf an. Niedermaier stürzte zum Auftakt der deutschen Meisterschaften in Führung liegend und wurde am Ende Vierter. „Der Eismeister hat es wohl zu gut gemeint. Das Eis war viel zu hart und hatte keinen Halt geboten. Aber so ist der Rennsport. Ich bin froh, wenigstens gesund zu sein“, meinte der zweimalige Meister.

Busch wurde Sechster. Ein passabler Rang angesichts der Tat­sache, dass sich der Kapitän des MC Nordstern ohne Vorbereitung aufs Eis wagte. Er habe die Meisterschaften auch zum Training für den am Wochenende anstehenden Grand Prix genutzt, berichtet Busch, der für die Läufe zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft eine Wildcard erhielt.

Deutscher Meister wurde überraschend Markus Jell. Der 36-Jährige aus Altfraunhofen entschied vor knapp 2000 Zuschauern jeden seiner fünf Läufe für sich und sicherte sich mit der Maximalpunktzahl (20) den Titel. Zweiter wurde Hans Weber vor Franz Mayerbüchler (alle Bayern).

Jell, der sich ebenso wie Weber in Russland auf das Eis-Spektakel vorbereitete, konnte seinen Triumph bei der Siegerzeremonie noch gar nicht fassen: „Ich habe schon gehofft, aufs Podest zu fahren, aber dass es so gut läuft, hätte ich nie gedacht.“

Sonnabend: 14 Uhr Einlass, 15.30 Uhr Autogrammstunde, 17 Uhr Rennen Sonntag: 11 Uhr Einlass, 12.30 Uhr Autogrammstunde, 14 Uhr Rennen

Eintritt: Tageskarten sind ab 28 Euro (Kinder 9 Euro) erhältlich. Kombi-Tickets kosten 50 bzw. 72 Euro (Kinder 15 Euro).

Stefan Ehlers