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Sport Rostock Mit 100 Sachen übers Eis
Mecklenburg Rostock Sport Rostock Mit 100 Sachen übers Eis
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20:20 27.02.2019
Extreme Schräglage: Der Stralsunder Tobias Busch startet in seine dritte Eisspeedway-Saison. Im Vorjahr wurde er EM-Neunter. Quelle: Fotos (2): Thorsten Horn
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Rostock

Extreme Schräglage, waghalsige Manöver und mit über 100 Sachen übers Eis – Tobias Busch startet am Donnerstag in seine dritte Eisspeedway-Saison. „Es macht einfach einen Haufen Spaß“, sagt der 30 Jahre alte Stralsunder. Eisspeedway hat mit dem klassischen Speedway nicht viel gemeinsam, meint der Kapitän des MC Nordstern und erklärt den Extremsport.

Die Maschine

Eisspeedway wird auf Spezialmaschinen gefahren. Meine wiegt mehr als 120 Kilo, ist also gut vierzig Kilo schwerer als meine Speedway-Maschinen. Sie hat knapp 65 PS. Das Motorrad ist vorn und hinten gefedert und hat zwei Gänge. Mit dem ersten starte ich, mit dem zweiten bin ich unterwegs. Geschaltet wird mit dem rechten Fuß. Bremsen gibt es nicht. Der Speed wird durch Regulierung des Gasgriffes verringert. Es gibt Zündunterbrecher, die mit Schnüren am Handgelenk befestigt sind. Bei einem Sturz stehen Motoren und Antriebsräder sofort still. Ein gutes Motorrad mit einem vernünftigen Fahrwerk kostet ­zwischen elf- und zwölftausend Euro.

Der Motor

Beim Eisspeedway fahren alle Jawa-Motoren. Das sind 500-ccm-Viertakt-Motoren mit zwei Ventilen. Gestartet wird mit einem speziel gebauten Anlasser, den der Mechaniker bedient. Die Zweiventiler sind nicht so spritzig wie die Vierventiler, aber darauf kommt es beim Eisspeedway auch nicht an. Alle fünf Rennwochenenden müssen die Motoren auseinandergebaut und gesäubert werden.

Der Tank

Der Tank fasst drei Liter. Getankt wird Methanol. An einem Rennwochenende verbrauche ich rund zehn Liter.

Die Reifen

Vorne sind 125 Spikes montiert, am Hinterrad 175. Sie sind 28 Millimeter lang und aus Stahl. Sie ermöglichen die atemberaubenden Schräglagen. Über beiden Rädern sind zum Schutz der anderen Fahrer Rohrkäfige angebracht. Dennoch besteht die Gefahr, dass man sich Fleischwunden zuzieht. Das Verletzungsrisiko ist aber nicht größer als beim Speedway, wo man beim Sturz in die Bande kracht und die Gefahr von Knochenbrüchen höher ist.

Die Schutzkleidung

Ich trage einen Helm und ziehe mich ganz normal an – wie beim Speedway auch. Einige streifen sich Kettenhemden über. Ich mag das nicht. Ich brauche Bewegungsfreiheit.

Stefan Ehlers

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