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Rostock Sportler bringen Wasser zum Kochen
Mecklenburg Rostock Sportler bringen Wasser zum Kochen
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16:07 14.01.2019
Sie lieferten sich eines der spannendsten Duelle: die Ospa-Dragons des SV Breitling (r.) im Mixed-Viertelfinale gegen das Team Drachenhorde. Quelle: FOTOS (4): Marten Vorwerk
Rostock

Volle Kraft voraus: Power, Ausdauer und Teamgeist waren am Sonnabend in der Rostocker Neptunschwimmhalle gefragt. Beim 13.  Indoorcup des SV  Breitling im Drachenboot mussten die Athleten alles raushauen, um zu gewinnen. Und das taten sie mit ganz viel Eifer und Leidenschaft. Im großen Mixed-Finale gewannen die Zoo-Center-Dragons gegen die Seebären der Kanufreunde Rostocker Greif (KfRG).

Tom Reiser, Klubchef des SV  Breitling und Organisator des Events, konstatierte: „Es sind wieder einmal tolle Duelle gewesen. Der Tag lief absolut reibungslos ab. Unsere 40 Helfer haben durch die vergangenen Jahre eine Routine in der Organisation der Veranstaltung entwickelt. Alles hat super geklappt.“ Insgesamt starteten etwa 660  Sportler in 66 Teams aus Deutschland und Polen bei der 13.  Auflage der Veranstaltung für die ganze Familie. Zu einem Team gehörten immer achte Aktive.

Beim Indoorcup im Drachenboot sitzen sich in jedem Rennen zwei Teams in einem Boot gegenüber und paddeln in entgegengesetzte Richtungen, bis der Gegner drei Meter vom Startpunkt verdrängt wurde.

Der 23-jährige Student Sebastian Schaefer war mit seinem Team Hochschulsport Rostock dabei. Er startete sowohl in der Kategorie Mixed (vier Frauen, vier Männer) als auch in der Kategorie Open (bis zur acht Männer). Mit dem Mixed-Team kämpfte sich der Schlagmann, der vorn sitzend den Takt angab, bis ins Viertelfinale. Gegner dort war das Team „Das Büro“. Im 25-Meter-Becken entwickelte sich eines der spannendsten und längsten Duelle des Tages. Dabei standen die Hochschulsportler nach nur wenigen Sekunden schon kurz vor dem Aus. Mehr als zweieinhalb Meter wurden sie vom Startpunkt verdrängt. „Das bekommst du während des Rennens gar nicht mit, wie knapp du vor der Niederlage stehst“, verriet Schaefer. „Du paddelst einfach, bis du nicht mehr kannst.“

Danach bewegte sich das Boot mehrere Sekunden gar nicht. Beide Teams ruderten mit ähnlicher Kraft. Doch je länger das Rennen andauerte, desto mehr kämpfte sich das Uni-Team zurück. Zentimeter um Zentimeter. Nach langen 96 Sekunden (nur sieben der 120 Rennen des Tages dauerten länger) gewann die Schaefer-Truppe das Duell unter lautstarker Anfeuerung der 300 Zuschauer doch noch. Erschöpft, aber mit strahlenden Gesichtern kamen die Sieger aus dem Boot und mussten erst einmal durchschnaufen.

„Es war super anstrengend, gerade wenn es so lange dauert“, sagte Sebastian Schaefer, dessen Team aus Studenten und ehemaligen Studenten besteht. „Ich kam vor drei Jahren zum Drachenboot. Es macht riesigen Spaß. Jeder muss für jeden alles geben, um erfolgreich zu sein“, schwärmt er.

Im Halbfinale waren für Schaefer und das Mixed-Team dann die Seebären der Kanufreunde Rostocker Greif (KfRG) zur stark. Nach 20 Sekunden entschieden die Seebären um ihr langjähriges Mitglied Friederike Lange das Rennen für sich. „Die Studenten haben sich stark präsentiert. Umso toller, dass wir gegen sie ins Finale einziehen konnten“, meinte Lange erfreut. Der Drachenbootsport sei für sie „das zweite Leben“. Elf Jahre ist die 32-Jährige schon aktiv dabei. Im vergangenen Jahr holte sie mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Brandenburg sogar mehrfach Gold. „Das Teamgefühl und der Zusammenhalt sind riesig, das macht den Sport aus“, lobt Friederike Lange. Im Finale unterlag sie mit ihrem Mixed-Team zwar den Zoo-Center-Dragons, doch mit dem Frauenteam der Seebären holte Lange wenig später Gold.

Die Entwicklung des Drachenboots sieht Tom Reiser sehr positiv. „So wie unser Sport momentan in Deutschland und vor allem in Mecklenburg-Vorpommern angenommen wird, das ist super“, meint er. Die Mitgliederzahlen steigen, das öffentliche Interesse wächst. „Mit dem Indoorcup wollen wir uns jedes Jahr in der Stadt präsentieren und den ein oder anderen Interessierten für unseren tollen Sport begeistern.“ Einer Neuauflage im Januar 2020 sollte daher nichts im Wege stehen. Dann wird es wieder heißen: Gemeinsam volle Kraft voraus!

Alle Ergebnisse unter: www.vi-media.de/drachenboot

Marten Vorwerk

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