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Rostock Stadt soll Suppenküche helfen
Mecklenburg Rostock Stadt soll Suppenküche helfen
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00:00 07.10.2015
Wir ko- chen seit zwölf Monaten auf 38 Quadrat- metern. Das ist nicht mehr machbar.“Babette Limp-Schelling, Verein Wohltat
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Dierkow

Seit 15 Monaten sucht der Verein Wohltat neue geeignete Räume für seine Suppenküche. „Allein schaffen wir es nicht“, sagt Geschäftsführerin Babette Limp- Schelling. Jetzt macht die Stadtpolitik Druck: Linke, SPD, CDU, Grüne und UFR/FDP fordern Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) heute in der Bürgerschaft auf, „unverzüglich einen neuen Standort für die Suppenküche von Wohltat zu ermöglichen, beziehungsweise zu schaffen“. Bereits zum Freitag, dem 16. Oktober, muss die Verwaltung laut Antrag darüber berichten.

„Uns ist wichtig, dass das Angebot erhalten bleibt“, sagt Linken-Fraktionschefin Eva-Maria Kröger. Auch, weil der auf Hilfe angewiesene Bevölkerungsanteil steige. Täglich würden 180 Mahlzeiten an Bedürftige ausgegeben. Nachdem der frühere Standort in Toitenwinkel aufgegeben werden musste, begann für Babette Limp-Schelling die bisher vergebliche Suche. „Ich hatte wöchentlich Gespräche.“ Die Liste der Anfragen füllt mehrere Seiten.

Nötig wären rund 160 für Küchentechnik geeignete Quadratmeter, derzeit wird auf einer Fläche von gerade mal 38 Quadratmetern in der Küstenmühle gekocht. „Geplant war das für acht Wochen“, sagt die Wohltat-Chefin. Inzwischen wurden zwölf Monate daraus. „Das sind Umstände, die nicht mehr tragbar sind“, begründet Eva-Maria Kröger den von fünf Fraktionen unterschriebenen Antrag. „Ich hoffe, dass es hilft“, sagt Babette Limp-Schelling, zumal ab Herbst erfahrungsgemäß der Bedarf an Mahlzeiten aus der Suppenküche steige.

Und: Auf den Verein könnte schon bald das nächste Problem zukommen. Die gesamte Küche, auch mit Geld aus der der OZ-Aktion „Helfen bringt Freude“ im Jahr 2011 finanziert, wurde verpackt und auf 41 Europaletten eingelagert. Kostenlos, wie Limp-Schelling sagt. Doch nun könnte der Besitzer die Flächen selbst benötigen. „Dann suchen wir nicht nur eine neue Küche, sondern auch noch einen Lagerplatz für unsere verpackte Küche.“



Thomas Niebuhr

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