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Rostock Stadtwerke: Baustart für Mega-Wärmespeicher
Mecklenburg Rostock Stadtwerke: Baustart für Mega-Wärmespeicher
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16:43 17.06.2019
So soll der neue und fast 60 Meter hohe Wärmespeicher auf dem Gelände in Schmarl aussehen. Quelle: Stadtwerke Rostock AG
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Rostock

Es ist ein zukunftsweisender Bau für die Hansestadt: Die Rostocker Stadtwerke planen auf ihrem Gelände in Schmarl einen neuen Wärmespeicher und investieren dafür mehr als 6,6 Millionen Euro. Der entsprechende Bauantrag für den Tank, der eine Höhe von rund 56 sowie einen Durchmesser von 35 Metern haben soll, liegt im Rathaus vor. Vonseiten der Stadt gibt es keine Bedenken für eine Genehmigung. Die endgültige Entscheidung wird aber auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses getroffen.

Speicher versorgt Rostock ein Wochenende lang mit Wärme

„Das wird schon ein Koloss“, sagt Stadtwerke-Sprecher Thomas Schneider. Die Kapazität des Tanks liegt nach Unternehmensangaben bei 45 000 Kubikmetern Wasser. Das soll – ähnlich wie bei einem Tauchsieder – im Speicher erhitzt, gelagert und dann im Bedarfsfall als Wärme ins Netz gespeist werden. „Mit der gespeicherten Menge könnten wir Rostock ein ganzes Wochenende lang mit Fernwärme versorgen – zumindest im Sommer“, so Schneider.

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Neben der Reservehaltung für den Fall einer Kraftwerksstörung würde der Tank den Stadtwerken auch Kosten sparen: „Weil wir dadurch Strom und Wärme entkoppeln“, sagt Schneider. „Wir müssen das Erdgas-Kraftwerk ja immer einsetzen und beobachten an der Börse, wie die Preise sind. Sollten die mal nicht so attraktiv sein, können wir dann künftig den Speicher nutzen.“

Der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen

Der Bauantrag und die europaweite Ausschreibung für den Tank liegen bereits vor. „Je nach Rücklauf und Genehmigungen wollen wir idealerweise noch in diesem Jahr – voraussichtlich im vierten Quartal – mit dem Bau beginnen“, so der Sprecher.

Mit dem Neubauvorhaben der Stadtwerke soll die Energieversorgung in Rostock grüner werden. Der Tank könne zudem eine Lösung sein, um den überschüssigen Wind- und Solarstrom, der an den Küsten erzeugt wird, auch vor Ort zu nutzen und damit Erdgas zu sparen.

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Claudia Labude-Gericke