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Rostock Stadtwerke sind Pate der Seenotretter
Mecklenburg Rostock Stadtwerke sind Pate der Seenotretter
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01:22 25.07.2015
Sail-Chef Holger Bellgardt und 2. Vormann Mario Lange bringen das Patenschaftsbanner an.
Sail-Chef Holger Bellgardt und 2. Vormann Mario Lange bringen das Patenschaftsbanner an. Quelle: Klaus Walter
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Warnemünde

Es geht mit Riesenschritten auf die Hansesail zu: Gestern hat die Rostocker Stadtwerke AG in Warnemünde die Patenschaft über den Seenotkreuzer „Arkona“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernommen. Hanse-Sail-Chef Holger Bellgardt übergab die Patenschaftsurkunde an den 2. Vormann der „Arkona“, Mario Lange.

Bellgardt bedankte sich auch namens der Stadtwerke für die Treue der Seenotretter zur Hanse Sail. „Seit 25 Jahren sichern die Seenotretter die Hanse Sail und ihre Teilnehmer zuverlässig mit ab“, sagte Bellgardt. „Und zugleich gestalten sie wesentliche Veranstaltungen aktiv mit.“

Auch in diesem Jahr wird die DGzRS mit zwei Schiffen im Einsatz bei der Hanse Sail sein. Neben dem Warnemünder Seenotkreuzer „Arkona“ wird auch die „Vormann Jantzen“ in Warnemünde und im Rostocker Stadthafen zu sehen sein. Unter anderem bei der Paradefahrt des Segelschulschiffs „Greif“, dem Flaggschiff Mecklenburg-Vorpommerns, am Abend des Hanse-Sail-Freitags (7. August). Mit in der Paradeformation zu sehen sein werden unter anderem der Dampfeisbrecher „Stettin“ und die älteste seegehende Yacht der Welt, „Amphitrite“ aus Rostocks Partnerstadt Bremen. „Den Abschluss der Paradeformation werden die Seenotretter bilden“, verrät Sail-Chef Bellgardt.

Schiffspatenschaften sind seit geraumer Zeit ein Beitrag, die Kosten der größten Traditionsseglerveranstaltung im Ostseeraum zu stemmen. „Wir übernehmen insbesondere für die großen Segelschiffe die Manöverkosten für das erste Einlaufen und das letzte Ablegen — Schlepper, Lotsen und Festmacher“, sagt Bellgardt. Das sei internationaler Standard bei Großseglerveranstaltungen. Dafür sucht das Hansesail-Büro Paten, insbesondere aus der Wirtschaft. Immerhin: Allein die Manöverkosten für die teilnehmenden Schiffe einer Hansesail-Veranstaltung summieren sich auf rund 50000 Euro. 2500 Euro davon steuern in diesem Jahr die Stadtwerke bei.

Das Rostocker Versorgungsunternehmen ist nicht zum ersten Mal Schiffspate. „2014 haben wir beispielsweise den Großsegler ,Sedov‘ unterstützt“, sagt Stadtwerke-Sprecher, Wulfhardt Specht. In diesem Jahr habe sich der Vorstand für die Seenotretter entschieden. „Sie feiern das 150. Jahr ihres Bestehens“, erläutert Specht. „Unser Beitrag ist auch ein Dankeschön für den mutigen Einsatz der Retter.“

In deren Namen bedankte sich Jörg Westphal, Leiter des DGzRS-Informationszentrums am Warnemünder Leuchtturm. „Wir sind eine rein spendenfinanzierte Hilfsorganisation mit vielen freiwilligen Helfern“, sagt Westphal. „Jeder Beitrag hilft uns, unsere Aufgaben zu erfüllen.“

Tag der Seenotretter am Sonnabend
Heute ist „Tag der Seenotretter“ — die Mitglieder und Helfer der Deutschen Gesellschaft zu Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informieren über ihre Arbeit. Auch das Informationszentrum am Warnemünder Leuchtturm hat von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Seenotkreuzer „Arkona“ lädt zu Schiffsbesichtigungen ein. Gefeiert wird der Tag auch an den Stationen Timmendorf, Zingst, Stralsund, Glowe, Breege, Sassnitz, Freest und Ueckermünde.
Unser Beitrag ist auch ein Dankeschön für den mutigen Einsatz der Retter.“ Wulfhardt Specht



Klaus Walter