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Rostock Start-up aus Rostock will mit Silikon-Gurt Investor ködern
Mecklenburg Rostock Start-up aus Rostock will mit Silikon-Gurt Investor ködern
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20:30 10.09.2018
Zwei Rostocker in der Löwenhöhle: Konstantin Altrichter (r.) und Karl Hartmann präsentieren mit Daisygrip den ersten hygienisch zu reinigenden Venen-Stau-Schlauch. Sie erhoffen sich ein Investment von 100000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Quelle: Mg Rtl / Bernd-Michael Maurer
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Rostock

Zwei Rostocker trauen sich was: Mit einem Silikonriemen wollen Karl Hartmann (26) und Konstantin Altrichter (26) einen Löwen einfangen. Was klingt wie purer Wahnsinn, soll ihnen in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ glücken. Den Investoren – Ralf Dümmel, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Carsten Maschmeyer – schlagen die Nordlichter folgenden Handel vor: Wer den ihnen 100 000 Euro gibt, bekommt dafür zehn Prozent Anteile an ihrem Start-up. Mit dem wollen die beiden Gründer den Alltag in Krankenhäusern und Arztpraxen revolutionieren. Sie haben Daisygrip entwickelt – einen innovativen Venenstauer, der Blutabnahmen hygienisch und damit sicherer für Patienten macht.

Mit einem innovativen Venenstauer wollen Karl Hartmann und Konstantin Altrichter die Blutabnahme revolutionieren. Ihr Daisygrip soll verhindern, dass gefährliche Krankenhauskeime übertragen werden. Im TV gehen die Gründer jetzt auf Löwenjagd.

So funktioniert der Daisygrip

Herkömmliche Stauschläuche bestehen aus einem Mix von Elastan mit Baumwolle. „Das Material ist großporig. Darin setzen sich Keime fest“, erklärt Karl Hartmann. Die Stauer wandern bei der Visite von einem Krankenzimmer zum nächsten – und die Keime wandern mit. Das ist lebensgefährlich: Pro Jahr sterben in Deutschland 30 000 Menschen an den Folgen einer Krankenhauskeim-Infektion. Weitere 870 000 Patienten müssen länger in der Klinik bleiben, weil sie sich angesteckt haben. „Das ist schrecklich für die Patienten und kostet das Gesundheitssystem zwischen pro Fall 5000 bis zu 40 000 Euro.“ Um die Erreger abzutöten, müssten die Standard-Staugurte zwischen zwei Anwendungen im sogenannten Autoklaven, einem Dampfsterilisator, abgekocht werden. „Das wäre viel zu zeitaufwendig. Deshalb passiert das de facto nicht“, erklärt Karl Hartmann. Einweg-Stauer seien keine Alternative, denn deren Einsatz ist teuer.

Daisygrip löst das Problem. Weil der patentierte Gurt aus beschichtetem Silikon besteht, genüge es, ihn mit Desinfektionsmittel einzusprühen und abzuwischen. Schon sei er nahezu keimfrei, erklärt Hartmann. Positiver Nebeneffekt für Patienten: Die glatte Oberfläche verhindert schmerzhaftes Hauteinklemmen. Zudem ist Daisygrip leicht anzuwenden. Dank intuitiver Magnetschließe lässt sich der Venenstauer mit einer Hand öffnen oder schließen. „Ein geiles Ding, es verändert die Welt“, ist Hartmann sicher.

Erkennen die Löwen das Potential?

Die Testphase hat der Daisygrip bereits erfolgreich bestanden. Renomierte Hygieniker wie Andreas Podbielski von der Uniklinik Rostock loben das Produkt. Mehrere Kranken- und Sanitätshäuser hätten schon Interesse angemeldet, berichtet Karl Hartmann stolz. Bis dato aber ist Daisygrip nicht am Markt verfügbar. Um das zu ändern, haben sich die Rostocker in die Löwenhöhle gewagt – in der Hoffnung, dass die Juroren trotz fehlender Verkaufszahlen das Potential ihrer Erfindung erkennen und investieren. Ob tatsächlich ein Löwe anbeißt und Anteile von Daisygrip kauft, erfährt die TV-Nation Dienstagabend ab 20.15 Uhr auf Vox.

Karl Hartmann und Konstantin Altrichter wollen sich die Show zusammen mit Freunden ansehen. Die Dreharbeiten dazu waren ein einmaliges Erlebnis, schildert Hartmann. „Wir haben erst kurz vor Aufzeichnung der Sendung erfahren, dass wir mit dabei sind.“ Zu diesem Zeitpunkt ist Hartmann am anderen Ende der Welt, er urlaubt in Australien. Die Chance, Daisygrip in der TV-Löwenhöhle zu präsentieren, will er sich nicht entgehen lassen. Er bricht seinen Urlaub ab, steigt in den Flieger und steht wenige Tage später mit seinem Kompagnon im Kölner Fernsehstudio.

Stunde der Wahrheit in der Löwenhöhle

Jetzt gilt’s, vor Selfmade-Milliardär Maschmeyer und Co. müssen die Jungunternehmer abliefern. Die Rostocker bleiben cool. „Ich hab’ gedacht, ich wäre viel aufgeregter. Aber man kriegt kaum mit, dass Kameras laufen“, sagt Karl Hartmann. Die Tatsache, dass bei der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ pro Folge knapp drei Millionen Zuschauer einschalten, habe er ausgeblendet.

Auch Karl Hartmann schaut die Gründershow gern. „Sie ist die perfekte Plattform, um Aufmerksamkeit für Themen zu schaffen, die nicht jeden Tag in den Medien vertreten sind.“ Jetzt soll sie Daisygrip ins Rampenlicht rücken. Für das Start-up hat Karl Hartmann seinen sicheren Job als Wirtschaftsingenieur bei Johnson&Johnson gekündigt, dem Weltkonzern, zu dem Marken wie Bebe, o.B. und Dolormin gehören. Auch sein Kumpel Konstantin Altrichter, der zuvor als Arzt praktizierte, setzt mit Daisygrip alles auf eine Karte. Wird ihr Mut von den TV-Löwen belohnt? Die Antwort gibt’s Dienstagabend (11. September): „Die Höhle der Löwen“, ab 20.15 Uhr auf Vox

Sechs Löwen sind hungrig auf gute Geschäftsideen

„Die Höhle der Löwen“ (kurz DHDL) wurde 2014 erstmals ausgestrahlt. In der fünften Staffel sind die „Löwen“ zu sechst auf der Jagd nach den besten Deals: Neben Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Dagmar Wöhrl wollen sich auch Judith Williams und Georg Kofler die vielversprechendsten Gründer schnappen – Williams und Kofler werden ihren Platz in der Gründershow abwechselnd einnehmen. Rund 90 Start-up-Unternehmer wagen sich in dieser Staffel in die TV-Löwenhöhle.

Bernstein Antje

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