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Rostock Stolperfallen im Ostseebad: Stadt plant Sanierung von Wegen
Mecklenburg Rostock Stolperfallen im Ostseebad: Stadt plant Sanierung von Wegen
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17:42 29.07.2019
Kein leichtes Durchkommen für Rollstuhlfahrer in der Schillerstraße im Ostseebad Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

Vorsichtig setzt Gretel Heidemann einen Fuß vor den anderen, hält den Griff ihres Rollators dabei fest in den Händen. Sie ist gerade auf dem Weg zu ihrer jüngsten Tochter und den beiden Enkeln. „Ich habe große Angst zu stolpern“, gesteht sie. In der Warnemünder Laakstraße sei sie bereits vor einiger Zeit unglücklich gefallen und habe sich das Knie verletzt. „Schuld ist der unebene Gehweg“, erklärt die 73-Jährige.

Ein Problem, das dem Ortsbeiratsvorsitzenden Alexander Prechtel (CDU) bekannt ist. Immer öfter würden ältere Mitbürger mit ihren Gehhilfen an angehobenen Bodenplatten hängen bleiben und stürzen. „Der Zustand der Gehwege in der gesamten Hansestadt ist sehr desolat“, betont Prechtel. Umso glücklicher sei er, dass das Amt für Verkehrsanlagen die einzelnen Ortsbeiräte um die Benennung von drei verschlissenen Wegen zur Aufnahme ins Sanierungsprogramm gebeten hat. „Gewählt haben wir die stark frequentierte und in Mitleidenschaft gezogene Schillerstraße, die Laakstraße und die westliche Seite der Kurhausstraße“, berichtet Prechtel.

Durch das Wurzelwachstum hat der Bodenbelag in der Laakstraße Risse bekommen. Quelle: Susanne Gidzinski

Auch die Fußwege in der Mühlen- und der Friedrich-Franz-Straße seien mangelhaft. Weil hier allerdings eine grundhafte Sanierung der gesamten Straße beabsichtigt sei, habe der Ortsbeirat bewusst auf die Nennung der Straßen verzichtet. „Das wäre sinnlos. Wir haben Wünsche geäußert, bei denen eine Sanierung realistisch ist.“

Sanierungen geplant

Allgemein plane das Amt für Verkehrsanlagen jährlich im gesamten Stadtgebiet drei größere grundhafte Erneuerungen von Gehwegen. „Dabei sollen die Wünsche der Ortsbeiräte besondere Berücksichtigung finden, da sie vor Ort natürlich am besten die Nutzungshäufigkeit beurteilen können“, erklärt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Eine Erweiterung der Sanierungsmaßnahme auf den kompletten Straßenraum sei nicht vorgesehen. „Es fehlen die finanziellen Mittel dafür“, teilt Kanaa mit.

Der Gehweg Schillerstraße befinde sich derzeit in der Vorbereitung. Aufgrund der Konflikte mit dem Wurzelwachstum der Bäume wurden bereits Wurzelschachtungen durchgeführt sowie ein Baumgutachten beauftragt. Der Gutachter wird die Ausbaumöglichkeiten beurteilen und die entsprechenden Empfehlungen für das Amt vorbereiten. Die bauliche Umsetzung der Maßnahme ist zunächst für das Haushaltsjahr 2020/21 vorgesehen.

Der Gehweg in der Schillerstraße ist eine echte Stolperfalle. Quelle: Susanne Gidzinski

Anwohner sehen Handlungsbedarf

„Das ist dringend notwendig“, findet Margarete Lichtenberg. Die 79-Jährige und ihr Ehemann Horst Lichtenberg (83) wohnen noch nicht lange im Ostseebad. Doch auch sie haben bereits Bekanntschaft mit einigen Stolperfallen gemacht. „Als ich meinen Mann neulich hier im Rollstuhl langgeschoben habe, sind wir fast umgekippt“, erinnert sich die zugezogene Warnemünderin. Sie habe ohnehin schon Mühe, ihren Gatten zu halten. Die teilweise angehobenen Bodenplatten würden ihr dies nur weiter erschweren. „Der Stadtteil ist sehr schön, allerdings sind die Gehwege sehr schlecht“, findet sie.

„Dass der Stadt der Zustand der Wege nicht peinlich ist. Man dürfte meinen, dass ein Urlaubsort wie Warnemünde Eindruck bei den Besuchern schinden möchte“, meint Margarete Lichtenberg erstaunt. Gleichzeitig betont sie, dass die Stadt vor allem zugunsten der eigenen Bürger agieren müsse: „Immer wieder sehe ich vor allem ältere Menschen, die hier Probleme haben beim Laufen. Das darf doch nicht sein.“

Besserung in der Friedrich-Franz-Straße

Wenig Hoffnung auf Besserung hat hingegen Klaus Weber: „Bevor sich etwas tut und die Stadt die Initiative ergreift, vergehen Jahre“, klagt der gebürtige Rostocker. Aktuelles Beispiel sei in seinen Augen der Zustand in der Friedrich-Franz-Straße. Dort verengen parkende Autos die Fahrbahn dermaßen, dass für die Feuerwehr und Müllabfuhr seit Monaten kein Durchkommen ist. „Das ist den Behörden lange bekannt und dennoch hat sich bislang nichts an der Situation geändert. Im Ernstfall kann das ein böses Ende haben“, so Weber weiter.

Stadtsprecherin Kerstin Kanaa gibt Entwarnung, denn in den kommenden Wochen soll Abhilfe geschaffen werden. „Zur Absicherung der Abfallentsorgung wird die Parkordnung links in Fahrtrichtung aufgehoben“, teilt sie mit. Dazu seien die vorhandene Markierung zu entfernen und die Beschilderung an die veränderte Situation anzupassen. Der Abschluss der Maßnahme sei bis zum 12. August beabsichtigt. „Als Ersatz für die entfallenen 35 Bewohnerparkplätze wird die Heinrich-Heine-Straße als reines Bewohnerparken ausgewiesen.“

Susanne Gidzinski

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